Advent, Advent…

Kauft keine Scheiße, okay?!

21. Dezember 2014 • 11:42 Uhr

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Schenkt ihr das Richtige? (Foto: ThinkGeek)

Der vierte Advent. Langsam geht es in die heiße Phase. Seid ihr bereits aufs Weihnachtsfest vorbereitet? Oder braucht ihr noch etwas? Gut. Aber diesmal gibt’s ein paar andere Tipps!

Ja, hier auf GamingGadgets.de stellen wir häufig Quatsch und lustige Produkte vor, nicht alles besitzt einen tieferen Sinn oder ist eine Bereicherung für die Menschheit. Ich persönlich finde es vollkommen legitim, denn Gadgets und potentielle Geschenke müssen nicht sensationell oder einmalig sein, um Freude zu bereiten. Aber gerade zu Weihnachten ist man häufig verzweifelt: WAS SCHENKEN? Und dann landet irgendein Mist im Warenkorb. Ein paar Tipps möchte ich euch auf den Weg geben, damit gerade das Last-Minute-Shopping kurz vor dem 24. Dezember nicht in Geldverschwendung ausartet…

Kauft keine Scheiße!

Die Überschrift solltet ihr wirklich immer im Hinterkopf behalten. Denn ich halte es für DAS SCHLIMMSTE überhaupt, wenn ein Geschenk fünf Minuten nach der Bescherung im Müll landet. Versucht euch in die zu beschenkende Person hinein zu versetzen. Macht euch Gedanken, was ihm bzw. ihr wirklich zusagen könnte. Und vor allem: Ist eure Wahl etwas, was er oder sie auch häufiger verwenden würde? Ist das der Fall, dann seid ihr auf dem richtigen Weg. Beispielsweise sind lustige Hausschuhe nützlicher als irgendein Gartenzwerg fürs Fensterbrett. Mit einem Quadrocopter hat sicherlich jeder mehr Spaß, als mit einem Eierkocher. Also im Normalfall.

Kein Mega-Geschenk, dafür aber praktisch - die Yoshi-Hausschuhe. (Foto: Amazon)
Kein Mega-Geschenk, dafür aber praktisch – die Yoshi-Hausschuhe. (Foto: Amazon)

Ihr wisst sicherlich, worauf ich hinaus will, oder? Denkt bitte an den Mehrwert und nicht in erster Linie daran, ob das Gegenüber mal kurz lacht, wenn es das Geschenk auspackt. Gegen kleine Gags spricht freilich nichts, nur fördert nicht noch den gerade nach Weihnachten anwachsenden Müllberg. Entscheidet euch im Zweifel für einen Gutschein vom Lieblingshändler. Solch einen könnt ihr auch kreativ und liebevoll verpacken. Apropos…

Die sinnvolle Verpackung

Geschenkpapier für Spieler und Retro-Freunde. Klar, sieht gut aus. Aber ist es nötig? (Foto: 3DSupply)
Geschenkpapier für Spieler. Klar, sieht gut aus. Aber ist es nötig? (Foto: 3DSupply)

So schön das Auspacken zahlloser Geschenke auch sein mag – es ist eigentlich nichts, was zwingend unterstützenswert ist. Geschenkapier besteht aus Papier, häufig kommt noch jede Menge Plastik in Form von Klebeband und Schnur zum Einsatz. Fast alles davon landet – richtig – auch wieder im Müll, nicht jeder Bestandteil kann davon recycelt werden. Ein klein wenig Nachhaltigkeit kann nicht schaden, daher der Tipp: Entscheidet euch doch für Geschenktüten oder gar Jutesäcke. Diese gibt’s meist in Drogerien und können mehrfach verwendet werden. Ja, auch die aus Papier.

Bei uns in der Familie nutzen weir teils seit Jahren die gleichen Packungen – bei einigen ist sogar ein Running-Gag daraus geworden. Hier könnt ihr zusätzlich noch viel Geld und sogar das nervige Einpacken sparen. Klingt doch gut, oder?

Energie!

Sparen ist das Stichwort. Schenkt ihr schöne Lampen, kauft dem gleich noch die passenden Leuchten mit. Nehmt die etwas teureren LEDs, mindestens mit Energieeffizienz A. Darunter solltet ihr wirklich nichts mehr wählen. Allgemein senkt man hier nicht nur Energiekosten, sondern die Lebenserwartung regulärer LEDs ist deutlich höher. 20.000 Stunden ununterbrochenes Nutzen ist keine Seltenheit – und damit ist eine selten zu ersetzende LED insgesasmt deutlich günstiger als beispielsweise die nach wie vor sehr verbreiteten Halogen-Lampen.

Auch bei Batterien könnt ihr ihr Gutes tun. Akkus und dazugehörige Ladegeräte sind mittlerweile sehr günstig und für die Natur einfach besser, als Batterien, die vom ferngesteuerten Auto ständig ausgetauscht werden müssen.

Sphero und Ollie sind ferngesteuerte Spielzeuge, die im Vorfeld auf Akkus setzen. Auch gut. (Foto: GamingGadgets.de)
Sphero und Ollie sind ferngesteuerte Spielzeuge, die im Vorfeld auf Akkus setzen. Auch gut. (Foto: GamingGadgets.de)

Letztlich führen diese Punkte immer wieder zur eigentlichen Kernaussage: Überlegt euch genau, was ihr schenkt. In einer Konsumgesellschaft wie unserer besitzen wir meist alles, was wir wirklich benötigen. Alles darüber hinaus ist Luxus und häufig nicht zwingend wichtig. Das ist wie gesagt nicht schlimm, nur achtet beim Kaufen von Präsenten darauf, dass der oder die zu Beschenkende motiviert ist, es behalten zu wollen. Wenn das gegeben ist, habt ihr eigentlich schon alles richtig gemacht und die Freude ist vorprogrammiert. Euer Beitrag für die Umwelt sind LEDs, Batterien und der Verzicht auf unnötige Verpackung.

So. Dann senke ich mal wieder meinen erhobenen Zeigefinger und wünsche euch erst einmal einen schönen vierten Advent. Und wenn ihr wollt, dann verratet mir doch einmal, was ihr so schenkt? Na?

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Über Sven

Sven fasziniert seit über 20 Jahren das Spielen in jeder Form. Egal ob Videospiel oder die dazugehörige Konsole – Hauptsache, es blinkt, macht Geräusche und unterhält. Und vor allem sind es Gadgets, die ihn in den Bann gezogen haben. Vom asiatischen Handheld-Klon bis hin zum lebendig anmutenden Roboter – es gibt halt so viele tolle Sachen. Ihr findet den Autor unter anderem auch bei Google+ oder Facebook.


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Zuletzt aktualisiert: 12:11 Uhr

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