Advent, Advent…

Verschenkt keine Nerd-Scheiße!

20. Dezember 2015 • 13:38 Uhr

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Hmmmm...bald ist Weihnachten!

Verflucht! Der vierte Advent! Und es fehlen noch immer Geschenke für Freund, Freundin, Oma, Opa, Papa, Mama….? Tja…also….nun….

Wisst ihr, ich habe echt keinen Bock, euch irgendwelchen Nerd-Scheiß als Geschenkidee unterzujubeln, nur damit ihr auf die Amazon-Links klickt, etwas bestellt und ich vielleicht ein paar Cent Provision erhalte. Das ist zwar nett (und auch ich nutze das Amazon-Partnerprogramm), aber ich mag es einfach nicht, Mist zu empfehlen. Vor allem nicht zu Weihnachten, wo schon unendlich viel gekauft und weggeworfen wird. Dabei gibt auch viele schöne Dinge, die einen Mehrwert besitzen und nicht ein paar Tage nach dem Fest auf dem Müll oder bei eBay landen. Wie wäre es stattdessen damit….

Für Bastelfreunde: Raspberry Pi 2 Starter Kit

Ich bin davon überzeugt, dass kreative Bastelei jeden etwas in unserer schnelllebigen Zeit entschleunigt und dazu anregt, sich mit Problemen zu beschäftigen sowie zum „Erfinder“ zu werden. Ein hervorragender Einstieg in die DIY-Szene ist ganz klar der Mini-Rechner Raspberry Pi. Diesen gibt’s als Starter Set für rund 90 Euro mit allerlei Zubehör. Speicherkarte, Adapter, Ladeteile, Kühlkörper, WIFI-Modul und ein Gehäuse – das ist eine ganze Menge.

Ein umfangreicher Start in die Welt des Raspberry Pi. (Foto: CJ Elektronik)
Ein umfangreicher Start in die Welt des Raspberry Pi. (Foto: CJ Elektronik)

Sicherlich wäre der Preis etwas niedriger, würdet ihr alles einzeln kaufen. Aber die Zeit bis zur Bescherung ist knapp. Und für den Anfang erhalten die zu Beschenkenden alles, was nötig ist. Im Zweifelsfall wird aus diesem Paket eine Mini-Spielkonsole, an die ihr noch einen Controller anschließt und Emulatoren für NES, SNES und Co. installiert.

Was man sonst so alles mit dem Raspberry Pi anstellen kann? Folgt einfach diesem Link – in der Vergangenheit hab ich gefühlt Tausende Projekte vorgestellt, die auf dem Linux-basierten Computer basieren. Bei diesem Bundle gibt’s das aktuelle Modell mit flottem Quadcore-Chip.

Für den Nachwuchs: Tinkerbots-Baukästen

Meine Schwester fragte mich kürzlich, was man wohl Kindern heutzutage schenken könnte. Sie überlegte, ob irgendein (!) ferngesteuerter Roboter nicht eine gute Wahl wäre. Sicher gibt es einige ansprechende Lösungen in diesem Bereich, persönlich faszinieren mich allerdings die TinkerBots am meisten. Die Baukästen des deutschen Startups Kinematics GmbH verfügen über diverse Komponenten, die quasi nur zusammengesteckt werden. Spannend wird es durch das sogenannte Powerbrain. Das „Herz“ treibt die gebauten Konstruktionen an – egal, ob man ein Auto oder einen Kran baut.

Bluetooth 4.0, Sensoren und diverse Schnittstellen (auch kompatibel zu Arduino) lassen sehr viel Spielraum für die Zukunft. Für den Anfang baut man vorgegebene Maschinen, programmiert diese am Smartphone und spielt mit diesen. Diverse Pakete stehen zur Verfügung, beispielsweise das Wheeler Set (ferngesteuertes Auto) oder das aufwändige Sensoric Mega Set (Baukran mit allerlei Funktionen). Das nachträgliche Erweitern ist freilich auch möglich.

Die Sets sind für Kinder ab 6 Jahren geeignet. Ich schätze mal, dass auch Erwachsene zusammen mit ihrem Nachwuchs sehr viel Freude an den Tinkerbots haben dürften. Weitere Details bekommt ihr auf der offiziellen Webseite.

Für Neugierige: VR-Brillen zum schmalen Preis

Wird Virtual Reality zum neuen Trend 2016? Wir werden sehen. Aber Spaß und Entertainment in virtuellen Welten könnt ihr schon jetzt unter den Weihnachtsbaum bringen. Sicher ist das auch eher ein „Gag“, dafür ein spannender und einer, den man vielleicht in den kommenden Wochen und Monaten ausprobieren will. Und teuer ist dieses Geschenk ebenfalls nicht. Die Rede ist von einer Cardboard-Brille.

Ja, Cardboard ist aus Pappe. (Foto: Google)
Ja, Cardboard ist aus Pappe. (Foto: Google)

Ihr braucht ein halbwegs aktuelles Smartphone mit Android oder iOS, schon kann der VR-Spaß beginnen. Sich ein paar Videos angucken, ein Spielchen ausprobieren – das kann schon abendfüllend sein. Ich hatte letztens einem Freund solch eine Brille zum Geburtstag geschenkt. Auf seiner Party machte die Brille die Runde und sorgte für Überraschung und Erstaunen, obwohl das natürlich kein Vergleich zu Oculus Rift, PlayStation VR und HTC Vive ist. Dafür kostet eine solche Lösung teils deutlich unter 20 Euro. Und dank Pappe ist sogar das Individualisieren kein großer Aufwand. Gestaltet sie doch weihnachtlich?

Weitere Details erhaltet ihr direkt bei Google. Sehr viele Cardboard-Lösungen bekommt ihr bei Amazon schon für wenig Geld und mit Prime-Lieferung. Und Apps? Die gibt’s in Mengen vor allem für Android, aber durchaus auch einige für iOS. Mit Achterbahnfahrten beeindruckt ihr sicher jeden Technikmuffel.

Gear VR für aktuelle Samsung-Spitzentelefone. (Foto: Samsung)
Gear VR für aktuelle Samsung-Spitzentelefone. (Foto: Samsung)

Es soll technisch ausgereifter sein? Und ihr wisst, dass das Geschenk für jemanden gedacht ist, der über ein Samsung Galaxy S6 oder Galaxy S6 Edge bzw. Note 4 verfügt? Dann lohnt sich vielleicht ein Blick auf die Gear VR in der finalen Version. Für rund 100 Euro wird hier mobiles VR mit Video-Inhalten sowie ambitionierteren Spieleprojekten durchaus bezahlbar. Lieferbar ist Gear VR direkt beim Hersteller, bei Amazon ist nach wie vor nur eine Vorbestellung möglich. Das wird wohl nichts mehr bis Weihnachten.

Für Star Wars-Fans: BB-8

Star Wars ist aktuell in aller Munde – kein Wunder dank „Episode VII“. Ich finde, dass fast ausnahmslos alles, was an Merchandise-Produkten und offiziell lizenzierten Dingen in den Handel geworfen wurde, totaler Mist ist. Schnelles Geld machen – um quasi jeden Preis. Das könnte man auch diesem BB-8 vorwerfen, wäre er nicht von den Machern des Sphero Robotic Ball. Und das Unternehmen versteht wenigstens ihr Handwerk. Eine ordentliche Qualität, etliche Modi und sogar Augmented Reality-Spielereien erzeugen garantiert Spaß. Zumindest ich würde mich über den BB-8 als Weihnachtsgeschenk freuen.

Gesteuert wird BB-8 mittels App. (Foto: Orbotix)
Gesteuert wird BB-8 mittels App. (Foto: Orbotix)

Aber da ist leider der Preis: Aufgrund großer Nachfrage wird er teils für 200 Euro und mehr gehandelt. Bei Gadgethändler Coolstuff bekommt ihr ihn für reguläre 169 Euro. Nicht günstig, dafür aber ein wunderbares „Krieg der Sterne“-Spielzeug für die gesamte Familie.

Klar, nicht alle meine Vorschläge müssen ins Schwarze treffen oder können euch vielleicht sogar überzeugen. Ich kann nur für mich sprechen und möchte euch raten: Auch wenn die Zeit langsam knapp ist, versucht sinnvolle Geschenke zu finden, die in Erinnerung bleiben oder mit denen man sich etwas beschäftigen muss. Kram, über den man kurz mal lacht, wandert ganz sicher schnell in der Tonne. Und das muss doch nicht sein, oder?

Was schenkt ihr denn so an Gadgets? Ich bin neugierig….

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