Alcatel Vision VR

Diese VR-Brille benötigt keine Kabel! Aber…

4. September 2016 • 13:25 Uhr

Teilen:
Ein Monstrum auf dem Kopf. (Foto: Alcatel)

Oculus Rift und HTC Vive sind eindrucksvolle VR-Brillen, aber leider an Kabel zum Rechner gebunden. Die Vision VR von Alcatel möchte zeigen, dass niemand „Strippen“ für Virtual Reality benötigt.

Der VR-Hype ist längst in vollem Gange, auch der französische Konzern Alcatel möchte mit passenden Produkten Fuß in der sich entwickelnden Branche fassen. Interessant ist hierbei die IFA 2016-Neuvorstellung Vision VR, bei der es sich um eine Virtual-Reality-Brille handelt. Diese verzichtet komplett auf Kabel, denn im Inneren steckt die gesamte Technik für den Genuss virtueller Welten.

Smartphone inside

Zwei 3,8 Zoll große AMOLED-Displays mit einer Auflösung von jeweils 1080 x 1020 Pixeln sowie einem Betrachtungswinkel von 120 Grad versorgen die Augen mit Inhalten, die wiederum vom einem Android-basierten Gerät stammen. Von einem Octacore-Prozessor, 3GB RAM, 32GB Flash-Speicher, Bluetooth, LTE, WIFI, Beschleunigungssensore, Gyroskop und Entfernungssensor für die automatische Erkennung beim Aufsetzen der Peripherie ist die Rede. Für mich klingt das soweit nach normaler Mittel- bzw. Oberklasse- Hardware, die so in heutigen Smartphones verbaut wird. Der 3000 mAh starke Akku soll bis zu drei Stunden durchhalten, danach muss er neu aufgeladen werden.

Kann das die Zukunft sein? (Foto: Alcatel)
Kann das die Zukunft sein? (Foto: Alcatel)

Wer braucht es?

Vision VR setzt auf eine eigene VR-Plattform, bis zum Verkaufsstart sollen über 50 Spiele und über 100 Videos angeboten werden. Dass es sich letztlich um Apps handelt, die wir in dieser oder ähnlicher Form von Google Cardbard und vielleicht aus dem Oculus Store der Samsung Gear VR kennen, dürfte klar sein. Die beschriebenen Komponenten dürften nicht im Ansatz mit einer Oculus Rift / HTC Vive samt Highend-Gaming-PC konkurrieren können. Dafür visiert Alcatel einen Preis zwischen 500 und 600 Euro an – für diese Komplettlösung. Nur genau das ist auch wieder so ein Punkt: Für dieses Sümmchen erhaltet ihr mittlerweile eine Gear VR mit einem nach wie vor aktuellen Samsung Galaxy S6, das euch vermutlich mindestens das gleiche VR-Erlebnis bietet wie Vision VR. In eine ähnliche Richtung geht auch das noch günstigere Pico Neo, das wiederum auf Snapdragon VR820 basiert.

Dennoch: Der Gedanke ist gut und könnte vielleicht den einen oder anderen Käufer finden – wenn die Brille wohl Anfang 2017 in den Handel kommt. Bis dahin sind vermutlich schon unzählige Google Daydream-Lösungen erhältlich, die zumindest dem mobilen VR-Bereich einen massiven Schub geben dürften.

Teilen:

2 Kommentare

  1. Kleine Korrektur zum Artikel: Alcatel ist kein französischer Konzern mehr. Die Marke wurde an den chinesischen Hersteller TCL lizensiert. Hinter der Alcatel Vision VR stehen also die Chinesen …

    Antworten
    • Das stimmt aber auch nur zum Teil, weil Alcatel ja auch eigene Dienstleistungen und Produkte noch anbietet. Im Fall dieser VR-Brille konnte ich leider nicht so recht einen direkten Kontakt zu TCL feststellen, obwohl er aufgrund der Hardware ja naheliegend ist. So 100%ig klar ist es also nicht… :)

      Antworten

Kommentar schreiben