Armiga Project

Neue Amiga-Konsole mit Diskettenlaufwerk

27. März 2014 • 15:31 Uhr

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Prototyp des Armiga Stilecht im klassischen Beige (Foto: Indiegogo)

Einmal Amiga-Fan, immer Amiga-Fan!? Wenn ihr dieser Aussage zustimmt und zudem noch jede Menge alte Disketten für den Commodore-Computer daheim rumliegen habt, dann könnte das Armiga Project  genau das Richtige für euch sein, um relativ unkompliziert längst vergangene Zeit wieder aufleben zu lassen.

Denn bei dem Armiga handelt es sich um einen Amiga-Emulator, der als funktionsfähige Konsole inklusive Floppy-Laufwerk auf den Markt kommen soll!

Im Kern besteht die Konsole aus zwei Komponenten: Dem Disketten-Laufwerk und dem Einplatinencomputer Raspberry Pi, dessen ARM-Architektur auch die Steilvorlage für die Wortspielerei „Armiga“ gab. Dank einer eigens entwickelten Software soll es möglich sein, originale Amiga-Disketten zu lesen und die darauf befindlichen Games dank des HDMI-Anschlusses des Raspberry Pi auf modernen Flachbildschirmen abzuspielen.

In Tests konnten die Armiga Project-Macher laut eigenen Aussagen über 90% aller Disks abspielen , die auch auf einem realen Amiga 500 funktionierten. Dieser Wert soll noch weiter ausgebaut werden. Suboptimal dagegen: Originale Software, die einen Kopierschutz besitzt (und das waren damals sehr viele Spiele!), unterstützt diese Lösung aktuell nicht.

Sehr praktisch klingt die optionale Möglichkeit, den Inhalt der alten Disketten auf eine SD-Karte zu übertragen und zukünftig direkt von dieser abspielen zu können. Somit sind diese Schätze auch für die nächsten Jahre sicher verwahrt. Und dank der USB-Ports des kleinen Computers können Joysticks und andere Eingabegeräte angeschlossen werden, um sich stilecht dem neu aufgeflammten Amiga-Fieber hingeben zu können. Wer sich dabei sorgen um die Legalität macht, dem sei gesagt, dass jedem Exemplar des Armiga eine Original-Lizenz des Amiga-Betriebssystems Kickstart 1.3 beiliegen wird.

Momentan gibt es den Armiga lediglich als Prototyp. Um mit dem Gerät in die Massenfertigung gehen zu können, sucht das aus Spanien stammende Armiga-Team via Indiegogo nach Unterstützern. Für 99 Euro könnt ihr euer eigenes Exemplar ordern, welches bei erfolgreicher Finanzierung voraussichtlich im November 2014 ausgeliefert werden kann. Auch interessant: Für bereits 50 Euro erhält man alternativ den Armiga Controller inkl. Software, über den sich die alten Disketten auf anderen Rechnern nutzen lassen.

Alle weiteren Details zum Armiga Project erfahrt Ihr auf Indiegogo.com oder unter ArmigaProject.com.

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Über Matthias

Seit Klein-Matthias Mitte der (19)80er erstmals auf den Grünbildschirm eines Schneider Amstrad CPC 464 blickte, ist er den virtuellen Welten verfallen. Seitdem hat er haufenweise Joysticks, GamePads, Handhelds, Gitarren, Angelruten, Rasseln und sonstigen Technik-Schnickschnack in den Händen gehalten und freut sich auch heutzutage noch über jedes neue (oder auch gebrauchte) Gadget, das sich in seine Griffnähe wagt.


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Zuletzt aktualisiert: 18:26 Uhr

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