Avegant Glyph

Neuartiges Kopfkino projiziert Bilder auf die Netzhaut

25. Januar 2014 • 9:02 Uhr

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Innovatives Kopfkino?! (Foto: Kickstarter)

Bei Kickstarter ist der Avegant Glyph bereits ein riesiger Erfolg. Nach nur einem Tag wurde die anvisierte Summe von 250.000 US-Dollar locker geknackt. Offenbar fasziniert die Leute dieser eigenwillige Brille der futuristischen Art. Was bietet das Gerät?

Beim Tragen des „mobilen, persönlichen Theaters“, wie die Macher Glyph beschreiben, erinnert das Gerät an die Peripherie Geordi LaForge aus „Star Trek Next Generation“. In diesem Fall aber erhaltet ihr eine Art Brille, die euch eine riesige Bildfläche suggieriert – ähnlich dem HMZ-T3-Kopfkino von Sony. Die Unterschiede sind aber nicht zu unterschätzen. Zum einen verbaut der Hersteller eine neuartige Display-Technologie, zu der nicht allzu viel bekannt ist. Der sogenannte Virtual Retinal Display funktioniert ähnlich einem Projektor, das Bild wird durch LEDs direkt auf die Netzhaut der Augen gebracht („Digital Light Processings“). Einen richtigen Display besitzt Glyph somit nicht, was aber von Vorteil ist. Die Augen sollen langfristig nicht beansprucht werden, eine HD-Auflösung (720p) und ein fiktiver 80-Zoll-Display seien keinerlei Problem.

Avegant Glyph sei perfekt zum Spielen geeignet, auch weil ein Bewegungssensor integriert ist. Der soll für VR-Games genutzt werden, beispielsweise bei Golfsimulationen. Aber auch das Anschließen von Konsolen oder mobilen Geräten sei keine Herausforderung. Wichtig ist, dass die Geräte über einen HDMI-Ausgang verfügen.

Witziges Detail: Wer möchte, schiebt den Bügel, der sonst vor den Augen sitzt, einfach nach oben – fertig sind die hippen Kopfhörer für unterwegs. Doch allein dafür wäre Avegant Glyph wohl etwas zu teuer. Das 500 Gramm schwere Monstrum soll nämlich 500 US-Dollar kosten, wenn ihr jetzt schon euer Geld vorschießt. Bei Kickstarter haben wohl schon viele zugeschlagen, obwohl die Auslieferung erst Ende 2014 geplant ist. Außerdem werden wohl die frühen Unterstützer eher Beta-Tester sein. Die Schwierigkeit, die ich hier sehe: Niemand weiß so genau, wie gut die Bildqualität ohne typische Displays ist. Dafür dann so viel Geld investieren? Ich bin skeptisch. Aber sollte das alles so gut wie beworben funktionieren…

Weitere Details bekommt ihr bei Kickstarter.

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