Biohazard Gaming Combo Elite Plus

Was taugt das Bundle von Connect IT? Der Praxistest!

31. März 2015 • 9:06 Uhr

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Viel drin für wenig Geld. Oder? (Foto: GamingGadgets.de)

Das klingt hervorragend: Hersteller Connect IT bietet für rund 100 Euro das Biohazard Gaming Combo Elite Plus an, das eigentlich alles enthält, was der Spieler braucht: Tastatur, Headset, Lasermaus und ein großes Mauspad. Nur taugt das Bundle etwas? Der Praxistest.

Ersteindruck

Wow. Die Verpackung des Sets ist riesig, was natürlich nicht wundert. Schließlich befinden sich in der Schachtel vier Zubehör-Teile. Weniger schön: Alles ist separat verpackt, was doch etwas unnötig erscheint. Beim Auspacken fällt leider vor allem der recht starke Plastikgeruch auf, den speziell Maus, Mauspad und Keyboard versprühen. Glücklicherweise verfliegt dieser recht schnell – ich persönlich reagiere darauf wirklich allergisch!

Das ist drin. (Foto: GamingGadgets.de)
Das ist drin. (Foto: GamingGadgets.de)

Liegt alles vor euch, hinterlässt das Bundle eigentlich einen gar nicht mal so schlechten Eindruck. Die Maus liegt gut in der Hand, die Tastatur fühlt sich ordentlich an. Und das Headset sitzt solide auf dem Kopf. Das Mauspad ist außergewöhnlich lang, schließlich soll auf diesem auch das Keyboard Platz finden. Das typische „Radioaktiv“-Motiv ist Geschmacksache.

In Anbetracht des Preises ist das Gebotene wirklich okay. Wir reden über Zubehör im niedrigen Preissegment, denn: Bei 100 Euro bekommt ihr eben Tastatur, Maus und das Headset; das Mauspad gibt’s quasi oben drauf. Macht also etwas über 30 Euro pro Peripherie. Ohne dies negativ bewerten zu wollen, merkt man das auch. Aber der Reihe nach…

Das Keyboard

Positiv an der Biohazard Tastatur GK2000 ist fraglos, dass sie über eine LED-Hintergrundbeleuchtung verfügt. WASD sowie die Cursor-Tasten sind rot markiert, sodass ihr sie im Dunkeln sofort findet. Am Rand pulsieren auf Wunsch kleine Farb-Fenster, dank der Software auf CD-ROM programmiert ihr problemlos die Funktionstasten.

Meiner Auffassung nach ist der Druckpunkt in Ordnung, für das lange Schreiben aufwändiger Artikel würde ich die GK2000 wohl nicht benutzen. Aber Job-bedingt bin ich hier wählerisch. Die GK2000 ist sie zum Zocken gut geeignet, die Kabellänge von 1,8 Metern ist löblich. Und dass ihr von blauen zu grünen LEDs wechseln könnt, ist – eben in Anbetracht des Preises – überraschend.

Möchte ich nörgeln, dann sagen mir die hässlichen G- und M- Tasten auf der Oberseite nicht zu. Das Gewicht ist allgemein recht niedrig, hin und wieder ist mir die G2000 weggerutscht. Da macht eben das Maus- und Keyboardpad Sinn.

Die Maus

Für eine Profigamer-Maus ist die Biohazard Louser Mouse für Gamer, wie sie von Connect IT bezeichnet wird, etwas zu leicht (110g). Für den Normalgebrauch dagegen finde ich sie wirklich absolut fein. Auch, weil sie doch einiges zu bieten hat. Sehr schick sieht die LED-Beleuchtung an Mausrad und den Seiten sowie dem Logo aus – das macht einiges her. Auf Knopfdruck an der Oberseite wechselt ihr zwischen den dpi-Werten (800, 1600, 2400, 3200). Dass ihr aus Versehen auf diesen Button kommt, ist sehr unwahrscheinlich. Weiterhin stehen insgesamt sieben Tasten zur Verfügung, drei am linken Seitenrand. Die Kabellänge von 1,8m ist auch hier eine feine Sache.

Vor allem die roten Buttons hinterlassen einen nicht allzu wertigen Eindruck, in der Praxis aber ist das eine echt vernünftige, robuste Maus für den Alltag – sowohl für Arbeit als auch Game. Dass der USB-Anschluss vergoldet ist, ist mir persönlich völlig egal. Naja.

Das Headset

Das Headset GH2000 passt ins Set, allerdings muss ich ehrlich sagen: Gegen mein Hyper X Cloud 2 hat es keine Chance. Nur hier reden wir eben über völlig verschiedene Preisklassen, was man bei den 40mm-Speakern und den Polstern bemerkt. Außerordentlich bequem sitzt das Headset auch nicht. Bezogen auf die Tonqualität kann ich wiederum Entwarnung geben: Höhen, Mitteltöner und Tiefen sind auf einem Niveau, das euch nicht erschrecken lässt. Der Frequenzbereich liegt bei 20 Hz bis 20.000 Hz, das Mikrofon bei 50Hz bis 10KHz.

Dass ihr die Kopfhörer und das dazugehörige, herunterklappbare Mikrofon über Klinkenstecker mit dem Rechner verbinden müsst, sehe ich keineswegs als Nachteil. Gerade USB sorgt häufig für Qualitätseinbußen. Her kann ich nichts dergleichen feststellen. Die versprocxhene Rausch-Unterdrückung leistet zufriedenstellende Arbeit, der für günstige Headsets typische Echo-Effekt beim Aufnehmen von Sprache ist dagegen deutlich zu bemerken. Zum Einsprechen von Podcasts ist das GH2000 daher weniger geeignet, für Teamspeak oder Skype auf jeden Fall.

Das Keyboard- und Mauspad

Wie angedeutet: Es ist lang, groß und riecht unangenehm. Ist der Gestank (!) weg, dann erhaltet ihr eine 886x246x2mm große Unterlage, die ihren Dienst verrichtet. Mehr kann man hierzu eigentlich nicht sagen.

Das Mauspad. (Foto: GamingGadgets.de)
Das Mauspad. (Foto: GamingGadgets.de)

Fazit: Gutes Paket

Ich will gar nicht mal zu kritisch klingen, denn was ihr hier für 100 Euro erhaltet, ist erstaunlich gut. Sicherlich reden wir nicht über Hardware, die sonst das Drei- oder Fünffache kosten würde, sondern über Maus, Tastatur und Headset im Niedrigpreissektor. Nager und Keyboard gefallen zusätzlich durch LED-Spielereien und für Spieler relevante Elemente – von der dpi-Auswahl über die programmierbaren Tasten. Seht ihr euch als Gelegenheitsspieler oder Pfennigfuchser, seid ihr mit dem Biohazard Gaming Combo Elite Plus alles andere als schlecht beraten. Ich würde mir nur wünschen, dass Connect IT künftig dafür sorgt, dass die Produkte nicht so stark nach Billig-China-Plastik riechen. Das ist nicht schön und schmälert die Freude beim Auspacken. Und auch beim Headset geht noch einiges, um einen wertigen Eindruck entstehen zu lassen. Sonst: Wenn ihr keine Lust oder Möglichkeit habt, übermäßig viel Geld in Gamer-Peripherie zu investieren, gebt dem tschechischen Hersteller mit seinem prall gefüllten Paket eine Chance.

Weitere Details erhaltet ihr auf der offiziellen Webseite. Bei Amazon könnt ihr das Bundle für an die 100 Euro bestellen.

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