Bitboard

Pixelige, geekige Schneidebrettchen für jeden

18. November 2013 • 10:06 Uhr

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Fast zu schade zum Schneiden. (Foto: Bitboard.ch)

Schneidebrettchen für die Küche? Zum Schnippeln von Gemüse? Ja, das hatten wir schon das eine oder andere Mal. Doch die Idee von Bitboard macht alle Konkurrenzprodukte überflüssig. Wieso? Nun, weil ihr euch ein lustiges Motiv selbst kreieren könnt. Zum Beispiel eines mit „Space Invaders“-Muster.

Genau dieses war übrigens der Grund für den Erfinder von Bitboard, selbst aktiv zu werden. Samuel Raymann wollte sich in den USA ein Schneidebrett mit Alien-Verziehung bestellen – es war leider ausverkauft. Und so kam er auf die Idee, sich selbst etwas in seiner Heimat anfertigen zu lassen. Heraus kam dann 2011 das eigentliche Pixelboard. Das ist die offizielle Geschichte, die heutzutage zu jedem Startup gehört. Wahrheit oder nicht – letztlich handelt es sich natürlich um eine witzige Geschäftsidee, die mir gefällt.

Das Pixelboard ist ein Schneidebrett, das aus kleinen Holzwürfeln besteht, die von Hand verleimt werden. Damit es für die Küche geeignet ist, wird es mit natürlichem Pflanzenöl behandelt. Der Clou ist aber die Idee dahinter: Ihr könnt abhängig von den vorgegebenen Maßen euer pixeliges Motiv selbst auswählen. Dieses entsteht durch das Nutzen heller (Ahorn) und dunkler (Nussbaum) Hölzer. Genau genommen soll es rund 340 Sextillionnen mögliche Bitboards geben.

Euch ist das alles zu kompliziert? Nicht so schlimm, denn auf der Hersteller-Webseite bekommt ihr auch vorgefertigte Bitboard-Stile. In der „geekig“-Kategorie findet ihr dann auch entsprechende Brettchen – „Space Invaders“, „Pac-Man“, Mario-Pilz und so weiter. Oder ihr kreiert euch ein Bitboard selbst. Das ist aufgrund des Pixel-Designs und des simplen Editors überhaupt kein Problem. Die Lieferzeit beträgt drei Wochen.

Leider hat das Bitboard noch einen Haken. So wird aktuell nur nach Österreich und Liechtenstein geliefert, nicht aber nach Deutschland. Dabei denke ich, dass die Hilfsmittel trotz des happigen Preises von 139 Schweizer Franken (zirka 112 Euro) hierzulande ebenfalls prima ankommen würden.

Interesse geweckt? Ihr wollt vielleicht direkt mal nachfragen, ob die Bitboards womöglich doch nach Deutschland geliefert werden? Dann klickt euch auf die offizielle Webseite. Dort findet ihr etliche Details und weitere Erläuterungen zu der feinen Sache. Über die Qualität kann ich natürlich leider nichts sagen…

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8 Kommentare

  1. Hallo Sven,

    herzlichen Dank für den tollen Artikel. Hat mich sehr gefreut. Leider hat das mit dem Export nach Deutschland im ersten Anlauf nicht geklappt. Die Schneidebretter bleiben deshalb vorerst den Kundinnen und Kunden aus Liechtenstein und der Schweiz vorbehalten. Aber vielleicht kennt man da ja jemanden…

    Beste Grüsse aus der Pixelwerkstatt,

    Samuel

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    • Danke auch für dein Feedback, Samuel. Aber was ist denn das Problem? Dürfen solche Produkte nicht einfach nach Deutschland eingeführt werden?

      Antworten
      • Die Produkte dürfen in Deutschland eingeführt werden. Das Problem sind jedoch die Bearbeitungsgebühren am Zoll (Aus-/Einfuhr-Papierkram, ca. CHF 100.–) sowie für den Versand (ca. CHF 30.– statt CHF 7.– innerhalb der CH). Bei einem grösseren Volumen liessen sich die Gebühren vertretbar auf die einzelnen Bestellungen verteilen. Doch dafür sind die Bitboards leider zu wenig bekannt :)

        Antworten
        • Hm, verstehe. Ist ja doof. Wie wäre es dann, einfach einen Shop für Deutschland zu eröffnen, die Lieferzeit um eine Woche zu erhöhen, Bestellungen zu sammeln und dadurch diesen Aufwand zu senken? :)

        • Stimmt, das wäre allenfalls eine Möglichkeit. Was mir jedoch lieber wäre ist eine Holzwerkstatt oder ein Schreiner in Deutschland, der Produktion und Vertrieb übernimmt. Natürlich wiederum mit einheimischem bzw. deutschem Holz und in einer sozialen Einrichtung hergestellt.

        • Ah, okay. Aber denkst du nicht, so etwas ließe sich nicht finden? Hier in der Gegend bin ich z.B. schon häufiger hier vorbei gelaufen (http://www.werkstatt-sankt-josef.de/) … ich schätze, in Deutschland dürfte es viele solcher Einrichtungen geben. Oder hast du da ganz konkrete Vorstellungen? Könnte mich ja mal umhören…

        • Ganz bestimmt gibt’s in Deutschland entsprechende Einrichtungen. Ich hab auch schon mal etwas rumgefragt, das „Projekt Deutschland“ dann aber wieder etwas liegen lassen…
          Dresden wäre recht cool. Umhören kannst du dich gerne. Ich weiss jedoch noch nicht, ob oder wann ich das Ganze angehen werde.

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