BlaDroid

Spielzeugroboter trifft auf Kunstexperiment

24. April 2013 • 10:45 Uhr

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Ein niedlicher Pappkamerad. (Foto: Kickstarter)

Es fing alles mit einem Experiment an: Der Robotik-Experte Alexander Reben und der Filmemacher Brent Hoff bastelten einen kleinen Roboter mit integrierter Kamera, der Menschen Fragen stellen sollte. Joseph Weizenbaums Theorie des Eliza Effekts war beim sogenannten BlaDroid die Basis: Reaktionen der Maschine werden durch Gegenfragen suggeriert.

Letztlich war der kleine, niedliche Pappkamerad ein amüsantes Kunstprojekt, denn es entstanden witzige Videos mit Probanden, die sich mit dem Roboter „unterhielten“. Die Grundidee soll nun zu einem realen Produkt für all diejenigen werden, die auch so einen BlaDroid wollen.

Zur Sache: Der BlaDroid ist ein winziger Roboter, der im besten Fall fahren kann und über eine integrierte Kamera verfügt. Wie auch das Original stellt er dem Gegenüber am liebsten Fragen, doch soll das Gerät später auch modifiziert werden können – dank offener Strukturen. Ansonsten steuert ihr BlaDroid über Bluetooth mit eurem Smartphone, ihr könnt seine Persönlichkeit sogar individualisieren.

Trotzdem: In erster Linie ist BlaDroid mehr eine kreative Spielerei, die dazu dienen soll, Menschen zu unterhalten, Videos aufzunehmen und Reaktionen aus dem lebenden Gegenüber zu kitzeln. Dafür ist der anvisierte Preis von 299 Euro doch recht hoch, zumal hier keine Kamera dabei ist und eine GoPro-Cam oder ein iPhone benötigt werden. Für 1500 US-Dollar gibt’s ein Komplett-Paket mit HD-Kamera und allen Elementen zum sofortigen Start sowie eine fertige Dokumentation über die Erlebnisse des ersten BlaDroid.

Voraussetzung ist, dass die Verantwortlichen bei Kickstarter 75.000 US-Dollar zusammen bekommen. Erst dann beginnen die Schöpfer mit dem Drehen des besagten Films und dem Bau des BlaDroid. Ob genügend Leute Geld vorschießen? Ehrlich gesagt hoffe ich es, denn das oben eingebettete Kickstarter-Video gefällt mir. Wie die Leute den BlaDroid auf gewisse Weise vermenschlichen und auf seine Fragen antworten – die Doku würde ich mir gerne angucken. Schade, dass BlaDroid so teuer ist, sonst würde ich ein solches Kunstexperiment vielleicht auch mal wagen…in meinem Umfeld…

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Über Sven

Sven fasziniert seit über 20 Jahren das Spielen in jeder Form. Egal ob Videospiel oder die dazugehörige Konsole - Hauptsache, es blinkt, macht Geräusche und unterhält. Und vor allem sind es Gadgets, die ihn in den Bann gezogen haben. Vom asiatischen Handheld-Klon bis hin zum lebendig anmutenden Roboter - es gibt halt so viele tolle Sachen. Ihr findet den Autor unter anderem auch bei Google+ oder Facebook.


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Zuletzt aktualisiert: 10:46 Uhr

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