BrickPi

LEGO-Steine mit Raspberry Pi in Roboter verwandeln

15. Juni 2013 • 13:03 Uhr

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Ein funktionierender Panzer mit Raspberry Pi-Gehirn. (Foto: Kickstarter)

Es gibt schon einige Ansätze, wie ihr  LEGO-Bauklötze in vollwertige Roboter verwandeln könnt. Sogar der Erfinder des Steinchenkults hat mit den Mindstorms (EV3) eine passende Lösung zum recht happigen Preis parat. Eine deutlich günstigere Alternative möchte Dexter Industries bereits in den kommenden Wochen veröffentlichen. Und die Nachfrage nach BrickPi ist offenbar riesig – vermutlich weil viele Hobbybastler LEGO mit dem Minicomputer Raspberry Pi verbinden wollen?!

Der Name BrickPi verdeutlicht es bereits: Der 35 Dollar-Computer soll mittels passender Komponente (eben einem Brick) mit LEGO-Teilen verbunden werden können. Dadurch ist es möglich, Kontakt zu Sensoren, Motoren und anderen elektronischen Bauteilen der Mindstorms-Reihe aufzubauen, diese zu kontrollieren, zu programmieren und am Schluss einen verhältnismäßig billigen sowie facettenreichen Roboter zu entwerfen. Der BrickPi kann mit bis zu vier NXT-Motoren und fünf Sensoren verbunden werden – das dürfte komplexere Maschinen ermöglichen. Und da wir hier über die Raspberry Pi-Plattform reden, sind auch weitere Optionen denkbar – WIFI-Module sind zum Beispiel für den unscheinbaren Rechenknecht erhältlich.

Klar, auch BrickPi richtet sich an erfahrenere LEGO-Kenner, die bereits Erfahrungen mit Raspberry Pi gesammelt haben. Die werden durch das (offene) Gehäuse, in dem der Computer samt Brick Platz findet, allerlei neue Möglichkeiten erhalten. So kann ein Panzer, ein Roboterarm oder gar eine Art Geschützturm erschaffen werden – auf relativ simple Art und Weise.

Ungewöhnlich: Die Schöpfer wollten für die ersten BrickPi-Systeme nur etwas über 1000 US-Dollar bei Kickstarter sammeln. Mittlerweile sind über 100.000 Dollar zusammen gekommen. Das zeigt: Das Konzept zieht viele LEGO-Liebhaber an, die mehr aus ihren Klötzen und Motoren machen wollen. Durch die Finanzspritze wird es weitere Verbesserungen geben, unter anderem erhalten Programmierer noch eine Schnittstelle, es können mehr Sensoren als ursprünglich geplant angeschlossen werden und ein Battery Pack könnte auch noch folgen.

Weitere Details erhaltet ihr bei Kickstarter. Dort könnt ihr für ab 40 US-Dollar ein BrickPi erwerben. Ab Juli könnte, wenn alles klappt, eine Auslieferung des Teils erfolgen. Benötigt werden aber auch hier der Raspberry Pi und ausreichend LEGO-Teile, die Verwendung finden sollen.Komplettpakete mit allem, was man zum Start benötigt, beginnen wiederum bei 100 Dollar aufwärts….

So sieht die Hauptkomponente aus. (Foto: Kickstarter)
So sieht die Hauptkomponente aus. (Foto: Kickstarter)

Übrigens: Zwar kommt hier der Raspberry Pi nicht zum Einsatz, aber ATOMS ist eine nicht minder attraktive Alternative. Die wurde ebenfalls auf Kickstarter erfolgreich finanziert und kann bald gekauft werden. Weitere Details findet ihr hier.

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Über Sven

Sven fasziniert seit über 20 Jahren das Spielen in jeder Form. Egal ob Videospiel oder die dazugehörige Konsole – Hauptsache, es blinkt, macht Geräusche und unterhält. Und vor allem sind es Gadgets, die ihn in den Bann gezogen haben. Vom asiatischen Handheld-Klon bis hin zum lebendig anmutenden Roboter – es gibt halt so viele tolle Sachen. Ihr findet den Autor unter anderem auch bei Google+ oder Facebook.


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Zuletzt aktualisiert: 17:31 Uhr

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