Coco Controller

Plastikschale als Smartphone-Controller

15. August 2012 • 8:00 Uhr

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Schön ist der Coco Controller eigentlich nicht. (Foto: Kickstarter)

Mittlerweile gibt’s zahlreiche Versuche, aktuellen Smartphones mit Touchscreen-Display eine klassische Gaming-Kontrolle mit Buttons, Analogsticks und Steuerkreuz beizubringen. Manche Ansätze scheinen sehr vielversprechend zu sein, andere dagegen sind….zumindest ungewöhnlich. Das Unternehmen Milkshake Labs hat mit dem Coco Controller eine weitere Lösung parat, die im Februar 2013 mit etwas Glück in den Handel kommen soll

Der Coco Controller ist im Grunde eine Art Plastikschale, in das ihr euer Smartphone hinein schieben könnt. Derzeit sind vier Größen geplant, nämlich für das Samsung Galaxy S3, das iPhone 4/4S, den iPod Touch der letzten Generation und das anstehende iPhone 5. Jede Variante verfügt über vier Action-Buttons, zwei Trigger auf der Gehäuse-Oberseite, einen Analogstick (auf der rechten Seite? Wieso?), ein D-Pad und ein Audio-Ausgang auf der Unterseite für Kopfhörer oder Lautsprecher. Zugleich dient die „Schüssel“ als Schutzhülle.

Komisch erscheint mir die Tatsache, dass der Coco Controller nicht über Bluetooth Verbindung mit dem Smartphone oder via Adapter auch mit dem iPad Verbindung aufnimmt. Stattdessen drücken die Tasten auf den Touchscreen und sorgen so für eine Eingabe. Ob das wirklich präzise ist? Ich zweifle. Immerhin haben die Schöpfer bereits verraten, dass über 30 Spiele das Eingabegerät unterstützen werden und man gewillt ist, später eine spezielle App anzubieten, mit der man bequem geeignete Games auswählen kann.

Seltsam finde ich ferner, dass Milkshake Labs explizit damit wirbt, dass man mit dem Coco Controller Konsolen-Atmosphäre auf dem heimischen Fernseher erleben kann. Zwar ist hier von der iOS-Funktion AirPlay Mirroring die Rede und man gibt an, dass dies auch ohne das Pad funktioniert, aber es riecht mir ein wenig nach dem Schmücken mit fremden Federn. Ebenso ist die iPad-Lösung mit Kabelei alles andere als attraktiv.

Ob der Coco Controller fertig gestellt wird, liegt wieder einmal an euch. Bei dem Crowdfunding-Portal Kickstarter sammelt die Firma 175.000 Dollar von interessierten Gamern ein. Derzeitiger Stand: knapp 10.000 Dollar. Erreicht man sogar die utopischen 500.000 Dollar, spendieren die Erfinder einen zweiten Analogstick. Für rund 42 Dollar plus 15 Dollar Versandkosten könnt ihr euch einen solchen Controller sichern. Er soll übrigens in vielen stylischen Farben angeboten werden. Weitere Details und die Option, Mammon vorzuschießen – auf Kickstarter. Ich persönlich sehe hier keine guten Chancen für die Peripherie. Doch dann lieber Saugnäpfe, wie sie Steelseries erst letztens vorstellte..

 

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