Commodore Amiga mini

Winzig-PC fürs Wohnzimmer mit Retro-Charme

21. März 2012 • 22:03 Uhr

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Der Commodore Amiga mini (Foto: Commodore USA)

Wer schon ein paar Jährchen auf dem Buckel hat, wird sich noch an den guten alten Commodore Amiga erinnern. Auf dem Amiga 500 erlebten wahrlich viele Spieler die schönsten Abenteuer mit beeindruckender Grafik – und das auch noch zu einem akzeptablen Preis. Doch längst sind die Zeiten vorbei, Commodore in der Ursprungsform längst in die Pleite geschlittert, die Überbleibsel wurden vor etlichen Jahren von einem US-Unternehmen erworben – Commodore USA. Und nach dem C64x folgt nun der Amiga mini. Ein Comeback der etwas anderen Art.

Geblieben sind zwar die Namen Commodore und Amiga, doch mit dem Original hat der Amiga mini nichts mehr zu tun. Stattdessen steckt in dem durchaus ansehnlichen sowie Wohnzimmer-tauglichen Gehäuse „ordinäre“ PC-Technik. Konkret bedeutet dies: Intel i7-2700k mit 3,5GHz (Quadcore, 3,9GHz Turboboost), 16GB RAM, Nvidia Geforce GT 430-Grafikkarte mit 1GB Speicher, 1TB SATA (alternativ auch in 300GB oder gar 600GB SSD), Bluetooth und WIFI (über zwei Antennen). Integriert wurde auch ein Blu-ray-Laufwerk (mit DVD-Brenner), vorhanden sind ferner zwei 2,5 Zoll-Steckplätze, ein HDMI-Ausgang, zwei DVI- Anschlüsse, DisplayPort, 7,1 Surroundsound, vier USB 3.0- und vier USB 2.0- Ports.

Das Gehäuse ist aus Aluminium und in Schwarz oder Weiß erhältlich. Mit einer Größe von zirka 19,5cm und einer Höhe von 7,62cm ist der Commodore Amiga mini wahrlich winzig. Vorinstalliert ist übrigens das Commodore OS Vision. Das ist eine eigens entwickelte Linux-Distribution. Ein Windows sollte auf der Kiste aber auch laufen. Trotzdem stellt sich die Frage: Wozu das Ganze? Das gleiche Gefühl wie damals kann der mini nicht entstehen lassen, nicht zu dem Preis vom 2495 US-Dollar. Und dank der doch nicht ganz taufrischen Grafikkarte eignet sich der Amiga mini nur begrenzt zum Genießen aktueller Spiele – für einen Amiga-Emulator sollte er aber mehr als ausreichen. Apropos: Benötigt ihr nur den Barebone, dann zahlt ihr für diesen 345 Dollar.

Bestellen könnt ihr den Commodore Amiga mini auf der offiziellen Herstellerseite. Und nur dort. Umschauen lohnt sich beliäufig erwähnt. Wer Gefallen an dem PC gefunden hat, aber nicht ganz so viel Geld ausgeben mag, kann sich auch alternativ den neuen VIC mini angucken. Der verzichtet zwar auf den legendären Schriftzug, ist aber sonst optisch identisch und kommt mit etwas weniger Hardware-Power aus – liegt dafür aber bei unter 1000 Dollar.

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Über Sven

Sven fasziniert seit über 20 Jahren das Spielen in jeder Form. Egal ob Videospiel oder die dazugehörige Konsole - Hauptsache, es blinkt, macht Geräusche und unterhält. Und vor allem sind es Gadgets, die ihn in den Bann gezogen haben. Vom asiatischen Handheld-Klon bis hin zum lebendig anmutenden Roboter - es gibt halt so viele tolle Sachen. Ihr findet den Autor unter anderem auch bei Google+ oder Facebook.


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Zuletzt aktualisiert: 13:24 Uhr

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