Cyberbike Mobile

Verspielter Fahrradtrainer mit einigen Haken

17. Juni 2015 • 9:03 Uhr

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Eine gute Sache? (Foto: Bigben Interactive)

Über zwei Jahre nach der ersten Vorstellung des Cyberbike möchte Bigben Interactive den unterhaltsamen Fahrradtrainer auch Besitzern von Smartphones und Tablets schmackhaft machen – mit dem Cyberbike Mobile.

Die Grundidee ist eigentlich eine hervorragende: Das Cyberbike ist ein regulärer Fahrradtrainer, auf dem ihr Platz nehmt, um daheim fleißig zu fahren. Die Besonderheit ist allerdings, dass ihr auf einer speziellen Halterung euer mobiles Gerät platziert. Smartphones und Tablets ab einer Größe von fünf Zoll werden unterstützt, euer Maximalgewicht sollte 130 Kilogramm betragen. Und der Lenker lässt sich wie bei einem normalen Fahrrad um 180 Grad drehen, wenn der Bedarf besteht.

Eine Verbindung zum Fitness-Apparat wird über Bluetooth aufgebaut. Und das ist auch nötig, möchtet ihr visuell erfahren, wie viele Kalorien ihr verbraucht. Spannender ist sicherlich (für mich) der Wettbewerbs-Gedanke mit anderen Familienmitgliedern und Freunden, genauso soll es Spiele für Kinder und Erwachsene geben. BigBen Interactive bezeichnet dies „spielorientiertes Training“.

Gründe zur Skepsis

Einerseits gefällt mir die Sache, andererseits bin ich aus vielerlei Hinsicht skeptisch. Offenbar sorgen optionale Activity Tracker oder Smartwatches, die ihr mit dem Cyberbike Mobile koppelt, für genauere Statistiken. Der Fahrradtrainer besitzt, abgesehen von Pedalen mit einstellbarem Magnetwiderstand, vermutlich keine ausschweifende Technik. Sensoren für das Sammeln von Daten zum Beispiel. Davon ist jedenfalls keine Rede.

Ganz viel Spaß? Wirklich? (Foto: Bigben Interactive)
Ganz viel Spaß? Wirklich? (Foto: Bigben Interactive)

Doch nicht genug: Die Schöpfer betonen, dass das Cyberbike Mobile auf dem bereits für Wii und PS3 erhältlichen Cyberbike aufbaut – und das hat bei Amazon teils alles andere als positive Bewertungen erhalten. Noch seltsamer erscheint es mir, dass ein Zubehör-Hersteller wie Bigben eine Crowdfunding-Kampagne startet, um 70.000 Euro einzunehmen. Erst wenn das Ziel erreicht wird, soll mit der Produktion dieses Fahrrads begonnen werden. Zum Vergleich: Von dem Cyberbike für Konsolen wurden über 150.000 Stück weltweit verkauft – und da war kein Geld für die Weiterentwicklung der Idee vorhanden? Dass noch ein Crowdfunding-Portal gewählt wurde, von dem ich noch nie etwas gehört habe, ganz zu schweigen. Wieso kein Kickstarter oder Indiegogo? Also echt mal!

Ich bin schon sehr skeptisch, ob das ein überzeugendes Produkt werden könnte. Seht ihr das anders? Dann klickt euch auf Safaricrowdfunding.com und unterstützt das Teil. Ihr könnt euch ab 100 Euro ein Exemplar sichern, regulär soll es 130 Euro kosten, wenn es mit etwas Glück Ende 2015 in den Handel kommt.

Komisch ist übrigens noch eines: Gebt ihr 80 Euro über das Crowdfunding-Portal, erhaltet ihr die Cyberbike-Version für PS3 oder Wii und unterstützt damit die Finanzierung der Mobile-Version. Aber ihr sichert euch so nicht das neue Fahrrad. So kann Bigben immerhin die eigenen Lager leeren?

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