Das Radiorollenspiel

Hörspiel trifft auf Interaktion

9. März 2013 • 9:28 Uhr

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Hörspiel trifft auf Rollenspiel. (Foto: Startnext)

Die Idee eines sogenannten Radiorollenspiels ist nicht grundsätzlich neu. Das weiß auch das Team vom Radiojournalisten Marcus Richter. Gemeinsam mit seinen Kollegen möchte er beweisen, dass die Mischung aus Hörspiel im Radio und Rollenspiel funktionieren sowie begeistern kann.

Der Ansatz klingt simpel: Ein Erzähler bringt akustisch mit seiner Stimme, Musik, Effekten und zusätzlichen Sprechern eine Geschichte näher. Der Hörer wiederum greift in die Handlung an, indem er beispielsweise via Telefon anruft und sich somit ins Geschehen einschaltet. Dies wiederum verändert den Verlauf. Ihr selbst könnt euer Geld geben, möchtet ihr ein solches Radiorollenspiel selbst erleben.

Denn auf Startnext sammelt der Trupp aktuell 3333 Euro ein. Diese Summe wird benötigt, um dieses interaktive Hörspiel zu produzieren – mit GEMA-freier Musik, Profi-Sprechern und anderen Elementen, die nötig sind. Über 10 Prozent kamen immerhin zusammen, die Crowdfunding-Finanzierung läuft noch über einen Monat.

Für eure „Spende“ erhaltet ihr allerlei Nettigkeiten, darunter Postkarten oder sogar Kuchen. Ob euch das genügt, um das Radiorollenspiel zu unterstützen? Entscheidet selbst. Weitere Details bekommt ihr auf der Startnext-Seite. Aktuell fällt es mir schwer nachzuvollziehen, wieso eine solch relativ hohe Summe benötigt wird und wie sich diese zusammensetzt. Vielleicht aber habe ich von dem Aufwand falsche Vorstellungen, da ja heutzutage jeder mit wenigen Mitteln einen Podcast samt Livestream kreieren kann. Wenn’s mit den 3333 Euro klappt, was ich den Verantwortlichen wirklich wünsche, dann wird das noch namenlose Hörspiel bei dem Onlineradio-Sender detektor.fm laufen.

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Über Sven

Sven fasziniert seit über 20 Jahren das Spielen in jeder Form. Egal ob Videospiel oder die dazugehörige Konsole – Hauptsache, es blinkt, macht Geräusche und unterhält. Und vor allem sind es Gadgets, die ihn in den Bann gezogen haben. Vom asiatischen Handheld-Klon bis hin zum lebendig anmutenden Roboter – es gibt halt so viele tolle Sachen. Ihr findet den Autor unter anderem auch bei Google+ oder Facebook.


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Zuletzt aktualisiert: 09:28 Uhr

4 Kommentare

  1. Klingt interessant, irgendwie Retro und deswegen gefällts mir. Aber, warum startet man es nicht einfach? Mir ist es auch schleierhaft warum mittlerweile „alles“ über Crowdfunding läuft und nicht einfach mal selber drauf los gestartet wird. Ein Flop ist noch lange kein Beinbruch ;)

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  2. Mann, das seh ich jetzt, wieso wurde ich nicht informiert!

    Die hohe Summe kommt aus folgender Überlegung: Wir sind alles freie Radiomacher und haben ein ähnliches Projekt schon ein paar Jahre betrieben, allerdings immer aus Leibhaberei und Spaß an der Freude. (Das lief bei einem Sender auf einem Platz, für den nur höchstens eine Doppelmoderation vorgesehen ist, dementsprechend ist auch das Budget.) Wir wollen mit dem Projekt ausprobieren, ob es genug Interesse für das Format an sich gibt oder ob wir uns damit nur in einer Liebhabernische befinden, die eh keinen so richtig interessiert.

    Die Zahl kam zusammen, weil wir mal ausgerechnet haben, was uns eigentlich so an Arbeitszeit durch die Lappen geht, die wir in das Projekt (pro Folge) investiert haben. Früher oder später stehen wir vor der Entscheidung, dass Projekt fallenzulassen, weil es zu aufwendig ist. Im Prinzip also ein Problem, vor dem auch Indiespielemacher stehen: Wir sind davon überzeugt davon, dass es funktioniert, aber wollen wissen, ob sich die Gesellschaft(tm) das leisten will.

    Zweiter Punkt: Bis jetzt haben wir das mit unseren freien Reserven realisiert, die Folge jetzt soll zeigen, was möglich ist, wenn man sich richtig darauf konzentrieren kann.

    Ich hoffe das hat jetzt mehr Aufklärung als Verwirrung gebracht, ansonsten einfach fragen. :)

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