Dirror

Dieser interaktive Spiegel verbessert euer Leben

19. Juli 2016 • 14:14 Uhr

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Der Spiegel kann mehr. Viel mehr. (Foto: Dirror)

Er hängt an der Wand und zeigt euer Spiegelbild. Doch Dirror kann sehr viel mehr.

Seit gut zwei Jahren kuriseren Bastelanleitungen im Netz, mit denen Tüftler typische Spiegel mit allerlei Elektronik ausstatteten, um so einen Mehrwert für den Alltag zu schaffen. Ein cleveres Beispiel lieferte der Programmierer Thomas Bachmann vor einigen Monaten mit seinem Magic Mirror 2.0. Aus der Grundidee entstand jetzt ein echtes Produkt namens Dirror, das von den Unternehmen DGMK und Ironshark hergestellt wird. Das Ergebnis ist schon verlockend.

Ein interaktives Display mit Spiegel-Funktion. (Foto: Dirror)
Ein interaktives Display mit Spiegel-Funktion. (Foto: Dirror)

Windows 10 inside

Bei Dirror kommt kein Raspberry Pi zum Einsatz, sondern ein vollwertiger Windows 10-Rechner mit im besten Fall Intel Cherry Trail X7-Z8700 Prozessor, 4GB RAM, 128GB Flash-Speicher, WIFI, Bluetooth, integrierten Lautsprechern und Sprachsteuerung. Die Modelle sind zwischen 10 und 27 Zoll groß – auf den ersten Blick sehen die Möbelstücke mit Rahmen aus Buche in Weiß, Java Braun und Nussbraun wie ganz normale Spiegel aus, die ihm Flur, Wohnzimmer oder gar der Küche angehängt werden. Doch die inneren Werte sind die spannenden.

Dirror bietet Zugang zu Kalender, Uhrzeit, Wetterbericht, Emails, Maps, News, Musik oder ganz regulär zum Internet. Dank Windows 10 könnt ihr auch regulär über 600.000 Programme aus dem Store laden, darunter freilich auch Spiele. Der Touchscreen ermöglicht eine intuitive Bedienung – für was auch immer ihr das gute Stück gerade verwenden wollt. Auf Wunsch spielt er am Morgen eure Lieblingsmelodien und schaltet am Abend das Licht in der Wohnung aus – smart! Sowieso soll Dirror perspektivisch elektronische Geräte im Haushalt steuern und zugleich ein schickes Lifestyle-Produkt sein. Ein schöner Ansatz.

Surfen im Netz? Kein Problem. (Foto: Dirror)
Surfen im Netz? Kein Problem. (Foto: Dirror)

Hoher Preis

Schon beim Magic Mirror 2.0, den ich mir vor einigen Wochen in Aktion ansah, bestand die größte Herausforderung darin, ein Spiegelbild darzustellen und gleichzeitig Multimedia-Inhalte zu präsentieren. Wie das bei Dirror gelöst ist? Vermutlich auch über einen gesenkten Reflexionsgrad des verwendeten Spiegels. Im Hintergrund befindet sich ein Display mit maximal einer Full-HD-Auflösung, was für eine gute Qualität sorgen dürfte.

Mit Touchscreen. (Foto:Dirror)
Mit Touchscreen. (Foto:Dirror)

Einen Haken hat Dirror trotzdem: Preislich geht’s nämlich bei knapp 600 Euro für das kleine 10-Zoll-Modell los. Für die 27 Zoll-Ausgabe werden 1390 Euro fällig. Da die Spiegel in Handarbeit entstehen, müsst ihr mit Wartezeiten um die vier Wochen rechnen.

Bis zum 19. August 2016 könnt ihr Dirror übrigens in der Rath Gallery in Berlin (Rosenthaler Straße 66) von Dienstag bis Samstag zwischen 12 und 18 Uhr ausprobieren. Wer kauft schon gerne den Spiegel im Sack?

Weitere Details warten auf der offiziellen Webseite.

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Über Sven

Sven fasziniert seit über 20 Jahren das Spielen in jeder Form. Egal ob Videospiel oder die dazugehörige Konsole - Hauptsache, es blinkt, macht Geräusche und unterhält. Und vor allem sind es Gadgets, die ihn in den Bann gezogen haben. Vom asiatischen Handheld-Klon bis hin zum lebendig anmutenden Roboter - es gibt halt so viele tolle Sachen. Ihr findet den Autor unter anderem auch bei Google+ oder Facebook.


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2 Kommentare

  1. Coole Sache aber der Preis ist stark abschreckend. Selbst wenn ich den Magic Mirror bauen würde, käme ich nie auf einen derartigen Preis. Ok, es ist mehr als ein Raspi aber dennoch nichts weltbewegendes.

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    • Sven am

      Ja, finde den Preis auch ziemlich hoch angesetzt. Mehr Lifestyle eben – vermutlich für eine etwas vermögendere Zielgruppe. :)

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