Displair

Spielen auf einem Bildschirm aus Wasser

16. Januar 2013 • 12:30 Uhr

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Es ist mir ein Rätsel: Gizmodo und CNET schreiben mit fast identischem Wortlaut, dass die Technik, die auch bei Displair zum Einsatz kommt, nichts Neues sei. Vielleicht, weil es zum Thema Waterscreen einen Wikipedia-Eintrag gibt und ein paar Firmen in diesem Segment aktiv sind? Sei’s drum – mich beeindruckt die Erfindung einiger ehemaliger russischer Studenten überaus. Und auf der CES 2013 stellten sie eher abseits der Massenmarktprodukte ihre Erfindung vor.

Displair setzt wie angedeutet auf das Waterscreen-Konzept. Genauer heißt dies, dass mittels Wasser eine extrem dünne Fläche erzeugt wird, die durch einen Projektor in der Lage ist, bewegte Bilder darzustellen. Im konkreten Fall handelt es sich um eine Art künstliche Nebelwand. Und mit den projizierten Objekten können Nutzer sogar interagieren. Konkret bedeutet das: Ihr seid in der Lage, eine Art (feuchtes) Hologramm zu beeinflussen. Auf der CES in Las Vegas wurde die Funktionsweise mittels „Fruit Ninja“ verdeutlicht.

Ja, mit Displair könnt ihr spielen. Der Waterscreen erhielt „Multitouch“-Elemente, die laut offiziellen Aussagen eine geringe Verzögerung von 0,2 Millisekunden besitzen sollen. Zum Vergleich: Microsofts Kinect bietet im Optimalfall 0,1 Sekunden. In jedem Fall ist es schon sehr amüsant zu sehen, wie das Spielen mit Display klappt – nämlich gut. Mich erinnert das Gezeigte etwas an „Minority Report“.

Ist ja alles prima und reizvoll, aber letztlich ist Displair aktuell nur in Maßen sinnvoll. Zwar geben sich die Macher auf der russischen Webseite in zig Videos visionär und zuversichtlich, vorerst wird der etwas andere Projektor (der immerhin Richtung Holographie schielt) höchstens in Firmen zu Präsentationen zu gebrauchen sein.

Mit einem Preis von ab 4000 US-Dollar ist das Ding eh kein Schnäppchen, außerdem müssen die Bedingungen stimmen – zum Beispiel absolute Dunkelheit im Raum. Wer eine Fläche von 140 Zoll (!) illuminieren möchte, zahlt übrigens mindestens 30.000 Dollar. Trotzdem – faszinierend.

 

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Über Sven

Sven fasziniert seit über 20 Jahren das Spielen in jeder Form. Egal ob Videospiel oder die dazugehörige Konsole – Hauptsache, es blinkt, macht Geräusche und unterhält. Und vor allem sind es Gadgets, die ihn in den Bann gezogen haben. Vom asiatischen Handheld-Klon bis hin zum lebendig anmutenden Roboter – es gibt halt so viele tolle Sachen. Ihr findet den Autor unter anderem auch bei Google+ oder Facebook.


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Zuletzt aktualisiert: 12:30 Uhr

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