Elements 4D

Echte Würfel für ein virtuelles Erlebnis

26. Juli 2013 • 11:01 Uhr

Teilen:
Seltsame Würfel werden zu physikalischen Elementen. (Foto: Kickstarter)

Augmented Reality ist heutzutage keine Sensation mehr. Mittlerweile gibt’s unzählige Apps und Produkte für den Massenmarkt – das schnieke Wonderbook von Sony zum Beispiel. Auch das Transferieren von Pappkarten in ein Videospiel (3DS und PS Vita bieten das von Haus aus an) ist heutzutage kein Problem, wird allerdings nur sporadisch genutzt. Das hält die Schöpfer von Elements 4D nicht davon ab, ihre einzigartigen Würfel in den Handel bringen zu wollen.

Elements 4D beschreiben die Erfinder von DAQRI als eine Mischung aus Spiel, Lernspielzeug und Teil einer Story, die mit diesen kleinen Gegenständen erzählt werden kann. Auf jeder Würfelseite befinden sich Symbole, die unter anderem einem physikalischem Element entsprechen. Indem ihr die Elements 4D-App auf eurem Smartphone oder Tablet nutzt und die Würfel vor die Kamera haltet, verwandeln sich die Flächen in gewünschte Aspekte – also zum Beispiel für ein Game relevante Funktionen oder Anzeigen. Sie nehmen, freilich nur fiktiv, sogar einen Zustand an – flüssig oder fest zum Beispiel.

Ungewöhnlich an Elements 4D ist sicherlich, dass ihr ein dreidimensionales Objekt aus Holz (den Würfel) in den Händen halten und drehen könnt, in Echtzeit ändert sich die Darstellung auf dem iOS-Gerät. Spannend: Mehrere Würfel können miteinander interagieren. Aus diesem Grund bietet der Hersteller auch mehrere Varianten (Platin, Neon, Gold, Silber etc.) an. Sehr cool: Die Würfel besitzen sozusagen ihre im echten Leben vorhandenen, chemischen Eigenschaften, sie reagieren auch beim Kontakt mit einem Würfel, der einem anderen Stoff entspricht. Also Quecksilber mit Gold zum Beispiel.

Welchen Praxisnutzen dies hat? In erster Linie will DAQRI mit Elements 4D beispielsweise den Physik- oder Chemienterricht in Schulen spannender gestalten. Wir reden hier schließlich über ein interaktives Periodensystem der Elemente. Doch theoretisch sind weitere Einsatzmöglichkeiten vorstellbar. Aber erst einmal werden 50.000 US-Dollar benötigt, die bei Kickstarter eingesammelt werden. Bisher kamen noch nicht einmal 10 Prozent zusammen, obwohl es preislich schon bei 25 US-Dollar losgeht – für zwei Elemente. Vielleicht sollten die Verantwortlichen mal darüber nachdenken, auch potentielle Unterstützer außerhalb der USA anzusprechen? Denn Geld dürfen nur Interessierte aus den Staaten vorschießen. Schade!

Weitere Details gibt’s auf der offiziellen Webseite und bei Kickstarter.

Teilen:



Über Sven

Sven fasziniert seit über 20 Jahren das Spielen in jeder Form. Egal ob Videospiel oder die dazugehörige Konsole – Hauptsache, es blinkt, macht Geräusche und unterhält. Und vor allem sind es Gadgets, die ihn in den Bann gezogen haben. Vom asiatischen Handheld-Klon bis hin zum lebendig anmutenden Roboter – es gibt halt so viele tolle Sachen. Ihr findet den Autor unter anderem auch bei Google+ oder Facebook.


Schlagwörter: , , , ,

Zuletzt aktualisiert: 13:48 Uhr

2 Kommentare

  1. Hamrath am

    Ich vermute mal, das hat mit Ausfuhrbestimmungen von organischen Stoffen zu tun. Das ist ja fast schlimmer als bei Elektronik.

    Antworten
    • Sven am

      Du meinst, weil das Holzwürfel sind? Also nur wegen dem Holz? Hm…..das ist doch doof. :/

      Antworten

Kommentar schreiben

1 Pingback

  1. 26. Juli 2013 at 11:07