FEZ Game-O

Einfach zu programmierende Handheld-Konsole für Retro-Freunde

17. Juli 2013 • 9:01 Uhr

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Das ist die OpenSource-Handheldkonsole. (Foto: Kickstarter)

In der Vergangenheit gab es schon etliche Handheld-Konsolen auf OpenSource-Basis oder zumindest dank eines offenen Betriebssystems frei für Entwickler – Stichwort Dingoo, WIZ oder GP2X. In die gleiche Kerbe schlägt auch der FEZ Game-O, der zum einen für Hobbyprogrammierer und zum anderen für Retro-Liebhaber spannend sein könnte.

Denn technisch ist der FEZ Game-O gar nicht mal spektakulär. Verbaut wird ein ARM Cortex-M4-Prozessor mit 168 MHz, dem 1MB Flash-Speicher, 192kb RAM und ein 3D-Beschleunigungssensor zur Seite stehen. Der TFT-Display besitzt eine Auflösung von 320 x 240 Pixel, aber genau diese Tatsache ist interessant. Denn alte 8-, 16bit- und 32bit-Spiele, die über spätere Emulatoren auch auf der tragbaren Konsole laufen sollen, können so in ihrer ursprünglichen Pracht erstrahlen. Das dürfte deutlich authentischer sein als hochskalierte, womöglich verpixelte Grafiken.

Für Programmierer ist dagegen wichtiger, dass FEZ Game-O komfortable Möglichkeiten bietet. So können Programme und Spiele mittels Microsofts Visual Studio (C+, Visual Basic (.NET) „einfach“ am Rechner erstellt werden. Somit soll das Gerät auch für Einsteiger, die das Programmieren erlernen wollen, geeignet sein. Passende Schnittstellen stehen außerdem zur Verfügung.

FEZ Game-O möchte gar nicht mal mit anderen Handheld-Maschinen konkurrieren. Vielmehr soll um die Konsole herum eine Community entstehen, in der Programmierer und Spieler ihre Werke frei tauschen, gemeinsam Spiele verbessern und dergleichen.

Ungewöhnlich ist die Platzierung der Buttons. (Foto: Kickstarter)
Ungewöhnlich ist die Platzierung der Buttons. (Foto: Kickstarter)

Dennoch: Schaue ich mir das Design der Konsole an, wundere ich mich schon. Das Steuerkreuz und die Buttons sind recht untypisch platziert, Software zum sofortigen Loslegen gibt’s offenbar auch noch nicht. Aber wer weiß – perspektivisch könnte FEZ Game-O seine Käufer finden. Mit einem Preis von 100 US-Dollar ist das Gadget, das übrigens in mehreren Farben erscheinen soll, gar nicht mal so teuer.

Im Oktober 2013 soll die Auslieferung beginnen, sofern die Finanzierung bei Kickstarter erfolgreich verläuft. Da die Macher von GHI Electronics „nur“ 5000 US-Dollar benötigten und das Ziel fast erreicht ist, sieht es mit der Fertigstellung ganz gut aus.

Weitere Details erhaltet ihr bei Kickstarter.com. Dort könnt ihr euch ein Exemplar für schon ab 80 US-Dollar sichern und als „Bäcker“ ordentlich sparen. Ich selbst bin unschlüssig, ob es für FEZ Game-O einen ausreichend großen Markt gibt, damit sich eine (nötige) Community und Fangemeinde bilden kann. Ohne diese gäbe es wohl keine Entwickler und damit keine Spiele. Und dann wäre die Konsole wohl eher unbrauchbar….

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Über Sven

Sven fasziniert seit über 20 Jahren das Spielen in jeder Form. Egal ob Videospiel oder die dazugehörige Konsole – Hauptsache, es blinkt, macht Geräusche und unterhält. Und vor allem sind es Gadgets, die ihn in den Bann gezogen haben. Vom asiatischen Handheld-Klon bis hin zum lebendig anmutenden Roboter – es gibt halt so viele tolle Sachen. Ihr findet den Autor unter anderem auch bei Google+ oder Facebook.


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Zuletzt aktualisiert: 10:29 Uhr

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