Gamebuino

Offene Retro-Handheldkonsole zum schmalen Preis

25. März 2014 • 8:36 Uhr

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Wow, ist der klein. (Foto: Indiegogo)

Erinnert ihr euch noch an die vielen Stunden, die ihr mit eurem Gameboy verbrachtet? Holt das nostalgische Spielgefühl wieder zurück – mit Gamebuino. Das ist eine OpenSource-basierte Handheld-Konsole, die für sehr wenig Geld verkauft werden soll.

Vor geraumer Zeit bastelte Aurélien Rodot aus purem Spaß eine Handheld-Konsole an einem Wochenende. Diese Grundidee ist die Basis für das Gerät namens Gamebuino, das mehr als nur eine „Quick-and-Dirty“-Lösung sein soll. Denn hierbei handelt es sich um eine tragbare Spielemaschine, welche auf den ersten Blick an einen transparenten Gameboy Advance im Winzigformat erinnert. Im Herz steckt ein Arduino-Microcontroller, der eigenen Aussagen zufolge für 8bit-Spiele leistungsfähig genug sei. Besonders viel muss er ohnehin nicht schaffen, denn das verbaute Display ist 84×84 Pixel groß, wie beim originalen Gameboy monochrom, aber immerhin mit automatischer Hintergrundbeleuchtung versehen. Hinzu gesellen sich 4-Kanal-Speaker, ein Akku, der via USB aufgeladen wird, ein microSD-Kartenslot und sogar zwei Erweiterungsports für potentielle Ergänzungen wie WIFI oder Beschleunigungssensor. Tasten und Steuerkreuz fehlen natürlich nicht.

Letztlich möchte der Erfinder aber Retro-Entertainment in Perfektion anbieten. Gamebuino sei durch offene Strukturen prima dazu geeignet, selbst Spiele zu entwickeln oder die Konsole technisch zu verbessern. Genau das ist auch der Punkt: Von Haus aus gibt’s keine Emulatoren oder vorgegebene Programme, ihr sollt selbst aktiv werden. Später soll auf gamebuino.com eine aktive Community entstehen, die zum Tauschen eigener Werke einlädt. Tutorials und ein Wiki möchte man auch anbieten.

Klingt spannend? Dann unterstützt das Projekt von Aurélien Rodot. Der sammelt aktuell bei Indiegogo Geld für die Finanzierung ein, das anvisierte Ziel von 3141 Euro hat er längst überschritten. Dies liegt womöglich daran, dass ein Exemplar des Gamebuino inklusive Versand und Gehäuse nur 35 Euro kosten soll – sofern ihr jetzt Geld vorschießt. Wenn alles klappt, soll mit der Auslieferung im Juli 2014 begonnen werden.

Die Konsole. (Foto: Indiegogo)
Die Konsole. (Foto: Indiegogo)

Weitere Details findet ihr auf dem Crowdfunding-Portal Indiegogo.

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Über Sven

Sven fasziniert seit über 20 Jahren das Spielen in jeder Form. Egal ob Videospiel oder die dazugehörige Konsole - Hauptsache, es blinkt, macht Geräusche und unterhält. Und vor allem sind es Gadgets, die ihn in den Bann gezogen haben. Vom asiatischen Handheld-Klon bis hin zum lebendig anmutenden Roboter - es gibt halt so viele tolle Sachen. Ihr findet den Autor unter anderem auch bei Google+ oder Facebook.


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4 Kommentare

      • Ich hatte mir tatsächlich vorgenommen, nicht mehr sofort zuzuschlagen :D

        Aber der Gamebuino ist im Gegensatz zum DIY Gamer Kit um einiges günstiger und kann mehr. Wobei ich mir DIY Gamer ehrlich gesagt auch nur gekauft hatte, um meine C-Programmierkenntnisse mal ein wenig aufzufrischen. Der Preis von knapp 100 Euro ist doch schon sehr happig.

        Dementsprechend finde ich hier die 35 Euro inklusive Versand (!) ziemlich günstig. Ein monochromes Display ist natürlich jetzt recht altbacken, aber gerade solche Retrokonsolen finde ich ziemlich spannend.

        Worauf ich wirklich gespannt bin ist, ob es genug Leute gibt, die dafür auch Spiele entwickeln. Bei DIY Gamer habe ich ehrlich gesagt bisher die meisten veröffentlicht, die natürlich nur sehr simpel sind.

        Bei einer enstsprechenden Szene und eventuellem Zubehör könnte der Gamebuiono ziemlich interessant werden, warten wir es mal ab. Bis zum Sommer ist ja noch etwas hin ;)

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1 Pingback

  1. 26. März 2014 at 17:03