GameKid

Ein Gameboy? Nein, eine Handheld-Konsole mit Raspberry Pi

3. September 2015 • 13:53 Uhr

Teilen:
Und noch eine Raspberry-Pi-Konsole. Eine teure. (Foto: Kickstarter)

Sieht wie ein Gameboy aus, ist aber eine „moderne“ Handheld-Konsole für Nostalgiker: das GameKid.

Na, besonders kreativ ist die Idee von Calvin Goble und Alix Stolzer nicht. Die beiden erschufen eine Retro-Handheld-Konsole, die ihr bereits jetzt in ähnlicher Form mittels eines 3D-Druckers und passenden Anleitungen basteln könnt. In der Vergangenheit hatte ich euch schon sehr viele solcher Geräte vorgestellt, siehe PiStation Portable, Pi-Boy Classic, PiHandheld oder Pocket PiGRRL. Und auch das GameKid ist ein vergleichbarer Vertreter, nur allerdings mit einem kommerziellen Hintergedanken: Bei Kickstarter sammelt das Duo derzeit Geld ein, das Finanzierungsziel von 15.000 US-Dollar wurde bereits erreicht – und das nach nur fünf Tagen.

Design aus dem 3D-Drucker. (Foto: Kickstarter)
Design aus dem 3D-Drucker. (Foto: Kickstarter)

Mehr als ein Gameboy

Das ist eben der Vorteil für die „Erfinder“, wenn die wenigsten Interessenten wissen, dass das Konzept kein neues ist. Auch im GameKid steckt ein Raspberry Pi, der dank RetroPie-Distribution bereits darauf ausgelegt ist, diverse Spielkonsolen früherer Tage zu emulieren. Das Gehäuse wiederum lehnt sich an dem Design eines klassischen Gameboys an, allerdings werden vier Buttons verbaut. Hinzu gesellen sich Start/Select und ein Steuerkreuz. Sogar zwei Trigger wurden integriert.

Was mir am GameKid gefällt: Besitzt ihr bereits einen Raspberry Pi (alle aktuellen Modelle werden unterstützt), kann es sofort losgehen: Mini-Rechner mit microSD-Speicherkarte ins Gehäuse stecken, schon beginnt der Spaß. Ein 2500 mAh starker Akku, Stereo-Lautsprecher, Kopfhörer-Ausgang, HDMI und ein USB-Port fehlen nicht.

Aber: Preislich geht es ab knapp 100 US-Dollar los, zuzüglich ggf. einem Raspberry Pi 2. Nach oben scheint noch viel Luft zu sein: Für 300 US-Dollar könnt ihr euch bei Kickstarter eine „limitierte“ GameKid-Konsole (aus dem 3D-Drucker) sichern. Mir wäre das viel zu teuer. Dann vielleicht doch selbst mit dem Basteln beginnen?

Findet ihr das Konzept gut, helft den Jungs doch bei ihrer Kampagne. Weitere Details gibt’s bei Kickstarter. Doof: Nach Deutschland wird wohl nicht geliefert.

Teilen:

Kommentar schreiben