GamePop

Gratis-Spielkonsole mit über 500 Games? Wie kann das gehen?

10. Mai 2013 • 13:25 Uhr

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Und noch eine Android-basierte Spielkonsole für euren HDTV. Auf den ersten Blick erinnert die von BlueStacks kürzlich vorgestellte Spielekiste GamePop frappierend an OUYA. Auf den zweiten Blick versucht es das Unternehmen mit einem interessanten Ansatz: Entscheidet euch für ein monatliches Abonnement  und erhaltet die komplette Konsole mit Controller und HDMI-Kabel sowie über 500 Spiele ohne weitere Kosten.

Das zumindest ist das Angebot, das BlueStacks derzeit Interessierten auf der extra eingerichteten Webseite unterbreitet. Wer im Mai 2013 ein GamePop vorbestellt und ein  Abo für 6,99 US-Dollar pro Monat (rund 5,35 Euro) abschließt, bekommt die Konsole mit Android 4.2 oben drauf. Dumm nur, dass das Unternehmen kaum Details nennt. So ist nichts über die Mindestlaufzeit bekannt und ob beispielsweise europäische „Käufer“ mit Einschränkungen rechnen müssen. Die allgemein gehaltenen AGBs deuten eine Mitgliedschaft von mindestens 12 Monaten an. Allgemein könnt ihr euch GamePop für 19,90 Dollar (Versandkosten) nach Hause holen, die monatlichen Gebühren werden von der Kreditkarte abgebucht.

Trotzdem: Es bleiben noch viele Fragen. Beispielsweise ist völlig unklar, ob dies eine dauerhafte Aktion ist. Bis Ende Mai ist von der kostenlosen Konsole die Rede, danach soll sie etwas kosten. Wie viel? Die Hardware sei 100 Dollar wert – eigenen Aussagen zufolge. Nur welche Hardware wurde verbaut? Da BlueStacks, übrigens Erfinder der Android-Emulatoren für Windows und Mac, Investitionskapital von Qualcomm erhielt, ist davon auszugehen, dass ein entsprechender Mobilprozessor verbaut wird. Aber das ist nur Spekulation. Als sicher gilt, dass Spiele mittels eines Controllers oder alternativ mit einem Smartphone/Tablet (iOS, Android) kontrolliert werden können.

Zugute halten sollte man GamePop den Ansatz, der auch schon erfolgreich bei anderen Diensten wie Netflix oder gar Spotify funktioniert. Die Hälfte der eingenommenen Abo-Gebühren geht direkt an die Entwickler, die Anteile abhängig von der Nutzung ihrer Spiele erhalten. Konkret bedeutet das: Umso häufiger ein Game von den Besitzern der Konsole gezockt wird, umso mehr Geld gibt’s für das verantwortliche Studio. Die anderen 50 Prozent gehen an BlueStacks, die damit beispielsweise den Verkaufspreis der Konsole drücken, den Dienst ausbauen oder einfach nur Geld verdienen können.

Nur wie angedeutet: Derzeit ist nichts über die Mindestvertragslaufzeit bekannt. Und was, wenn ihr keine Abo-Gebühren mehr zahlen könnt oder wollt? Kann GamePop dann gar nicht mehr verwendet werden? Fragen über Fragen – nicht einmal die Webseite gibt Antworten. Im Auge solltet ihr GamePop dennoch behalten. Der Grundgedanke ist doch nicht schlecht, oder? Günstiges Casual-Entertainment und eine kostenlose bzw. vermutlich preislich sehr günstige Konsole?

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Über Sven

Sven fasziniert seit über 20 Jahren das Spielen in jeder Form. Egal ob Videospiel oder die dazugehörige Konsole – Hauptsache, es blinkt, macht Geräusche und unterhält. Und vor allem sind es Gadgets, die ihn in den Bann gezogen haben. Vom asiatischen Handheld-Klon bis hin zum lebendig anmutenden Roboter – es gibt halt so viele tolle Sachen. Ihr findet den Autor unter anderem auch bei Google+ oder Facebook.


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Zuletzt aktualisiert: 23:29 Uhr

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