GCW-Zero

Handheld-Konsole für Retro-Liebhaber

18. Januar 2013 • 0:01 Uhr

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Eigentlich sind alternative Handheld-Konsolen – abseits von 3DS und PS Vita – gar nicht mal mehr so aufregend. Heutzutage können wir mit aktuellen Smartphones unzählige Spiele genießen, ebenso gibt’s diverse mobile Geräte für Freunde nostalgischer Unterhaltung bzw. Emulatoren. Ich denke hier beispielsweise an die Pandora, Dingoo, Caanoo, Wiz, GP2X und wie sie alle heißen. In die gleiche Richtung schielt auch Justin Barwick, der mit dem GCW-Zero explizit Retro-Liebhaber ansprechen möchte.

GCW-Zero ist eine Handheld-Maschine, die auf Linux, genauer auf die Distribution Opendingux, setzt. Verbaut wird ein 1GHz schneller MIPS-Prozessor ( Ingenic JZ4770), der Unterstützung von einem Vivante GC860-Grafikchip erhält. Der 3,5 Zoll große LCD-Display verfügt über eine Auflösung von 320 x 240 Bildpunkten. Genau dies soll aber die Stärke des Gerätes sein.

Denn Barwick ist der Auffassung, dass nur mit dieser geringen Auflösung und dem 4:3-Bildformat das optimale Spielerlebnis für klassische Games entstehen kann. Mehr sei also nicht nötig, die CPU dürfte demnach auch leistungsfähig genug für entsprechende Spiele sein. Laut Barwick sollen auf dem GCW-Zero sogar alte PC-Spiele laufen – also wohl aus der Pre-Windows-Ära.

Weiterhin bietet GCW-Zero 512MB DDR-SDRAM, 16GB internen Flash-Speicher, der durch eine microSD-Karte auf maximal 64GB erhöht werden kann. Hinzu gesellen sich ein Mini USB 2.0 OTC-Anschluss und ein Mini-HDMI 1.3-Port sowie einen analogen Ausgang zum TV-Gerät. Abgerundet wird die Konsole mit Stereo-Lautsprechern, einer Kopfhörer-Buchse,  einem Mikrofon, einem Beschleunigungssensor, einem Vibrationsmotor und WLAN (IEEE 802.11 b/g/n). Nicht vergessen seien der Analogsticks, zwei Schultertasten und die typischen Buttons.

Noch nicht 100%ig fertig ist der GCW-Zero. Deshalb setzt der Erfinder auf Kickstarter. Aktuell werden 130.000 US-Dollar auf dem Crowdfunding-Portal eingesammelt, rund die Hälfte hat man schon beisammen. Für 135 Dollar (plus 15 Dollar Versand) könnt ihr euch eine Konsole sichern. Wenn alles klappt, könnte die Auslieferung bereits im März 2013 beginnen.

Aktuell sehe ich hier keine nennenswerten Besonderheiten – mich kickt die Technik nicht sonderlich. Interessant ist übrigens die Aussage vom OpenPandora-Schöpfer Michael Mrozek gegenüber Golem. Er sieht GCW-Zero als interessantes Gerät für all diejenigen, die „…schnell mal Homebrew oder Retro zocken wollen…“. Wer mehr Anspruch und Vielfalt erwartet, läge bei seiner Pandora selbstverständlich besser. Ich frage mich ja trotzdem, ob man in Zeiten von mächtig leistungsfähigen Smartphones/Tablets mit Android überhaupt noch zwingend solche Handhelds benötigt – abgesehen von den echten Tasten, für die es auch längst Lösungen gibt….

Sei’s drum: Reizt euch GCW-Zero, dann klickt euch zu Kickstarter oder zur offiziellen Webseite und schießt euer Geld vor.

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Über Sven

Sven fasziniert seit über 20 Jahren das Spielen in jeder Form. Egal ob Videospiel oder die dazugehörige Konsole – Hauptsache, es blinkt, macht Geräusche und unterhält. Und vor allem sind es Gadgets, die ihn in den Bann gezogen haben. Vom asiatischen Handheld-Klon bis hin zum lebendig anmutenden Roboter – es gibt halt so viele tolle Sachen. Ihr findet den Autor unter anderem auch bei Google+ oder Facebook.


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Zuletzt aktualisiert: 00:58 Uhr

5 Kommentare

  1. Ich finde den allein wegen der passenden Auflösung interessant. Die hat mein GP2X zwar auch, aber der hier ist ein ganzes Stück leistungsfähiger, verfügt nebenher über WLAN und HDMI. Nett.

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    • Sven am

      Na, aber was bringt dann HDMI? Ich glaube kaum, dass du auf einem HDTV ne 320×240-Auflösung sehen möchtest? Bringt also gar keinen Vorteil!

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      • Heinz2001 am

        Erstens spielt man die meiste Zeit auf dem Handheld und nicht am TV und zweitens kann die Auflösung über HDMI natürlich größer sein als die interne Auflösung.

        Wenn du ne Grafikkarte von einem Monitor mir 1024×768 an einen mit 1280×1024 anschließt, dann kannst du auch die höhere native Auflösung auswählen ;).

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        • Sven am

          Na, aber irgendwie finde ich, macht dann HDMI in dem Fall auch nur begrenzt sind: Vermutlich ist die CPU dann wieder zu langsam, um Emulatoren in HD-Auflösung ordentlich zu verwenden. Was hat man dann als real? Eine Handheld-Konsole mit niedriger Auflösung (weil ja Retro) und einem HDMI-Ausgang der praktisch eventuell kaum zu gebrauchen ist…

  2. Hört sich definitiv nicht schlecht an und hatte ich mir ebenfalls schon angeschaut. Wenn die Verarbeitung vernünftig ist, könnte das für Handheld-Fans was werden.

    Ich hatte mir letztens den GameGadget geholt, auf eBay derzeit recht günstig. Die Verpackung ist 1A…der Rest sehr suboptimal ;)
    Dennoch mag ich die Art des Handhelds, da ohne Schnickschnack. Nur ein Slot für SD-Karten, Kopfhöhrer Ausgang (der eigentlich auch als TV-out dienen sollte, es ist sogar ein AV-Kabel mitgeliefert(!), aber es funktioniert nicht(!)) und ein USB-Anschluss zur Übertragung der Dateien (u.a. von der eigenen App). Fertig! Reicht mir persönlich vollkommen aus! … wenn es denn alles funktionieren würde…

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  1. 18. Januar 2013 at 0:01