GH4 Flugsimulator

Spielerisch Geografie pauken

19. Mai 2014 • 9:21 Uhr

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Eine riesige Maschine. (Foto: School of Flight)

Es ist einfach klasse, an was in Schulen heutzutage gebastelt wird. Die Schüler AG „School of Flight“ u.a. des Käthe Kollwitz Gymnasiums in Neustadt a. d. Weinstraße erschuf im Rahmen eines Jugend forscht-Projekts einen Flugsimulator, mit dem man Geografie-Unterricht spielerisch erleben kann.

Unterstützung erhielt die Gruppe Schüler von dem Ingenieur Sergej Buragin und dem Studiendirektor René Jarschke, gemeinsam entwarfen sie eine Maschine, mit der sich Nutzer über Google Earth-Karten ähnlich wie in einem Segelflugzeug bewegen können. Vor allem die technische Konstruktion ist interessant: So verwendete das Team einen Rock´n´Ride Chair-Bausatz, der durch unter anderem einen neuen Sitz verbessert wurde. Die Apparatur kann durch Druckluft-Zylinder bewegt werden, wodurch ein realistisches „Flugverhalten“ ermöglicht wird. Drei Infrarot-Spiegel senden Signale an ein Track IR-Gerät, sodass alleine Kopfbewegungen genügen, um sich in den Landschaften umzuschauen. Das Geschehen wird auf einem 37 Zoll großen SmartTV präsentiert, ein leistungsfähiger Rechner stellt das Geschehen dar. Hinzu gesellen sich ein Touchscreen-Monitor für Eingaben, eine Webcam für das Übertragen von Spieler-Bildern ins Internet und ein Instrumentenpanel für die Bedienung des Simulators. Ein Thrustmaster Hotas Warthog Joystick wird als Controller verwendet.

Am Schluss kam ein erstaunliches Monstrum heraus, das mit Technik vollgepackt ist und natürlich auch funktioniert. Google Earth ist hierbei ausschlaggebend, denn Spieler und Geografie-Lernwillige düsen in dem sogenannten GH4 Flugsimulator über die Satellitenkarten, die im besten Fall ein authentisches Gefühl vermitteln.

Insgesamt ist das schon ein sehr erstaunliches Werk, das ihr auch selbst mal ausprobieren könnt. Unter anderem auf der diesjährigen gamescom 2014 wird der GH4 FLugsimulator der Öffentlichkeit gezeigt. Weitere Events, bei denen die Maschine zu sehen ist, findet ihr hier. Ich kann in jedem Fall verstehen, wieso die Bastelei beim Jugend forscht Landeswettbewerb in BASF/LU gewonnen hat.  Weitere Infos gibt’s auf der Webseite der School of Flight.

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