GimBall

Auf Kollisionskurs mit der kugelrunden Flugdrohne

1. November 2013 • 9:12 Uhr

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Was ist rund und kann fliegen? (Foto: Gigaom.com)

Das Thema Quadcopter hat uns in den letzten Wochen und Monaten bereits immer wieder beschäftigt. Doch egal ob sie nun A.R. Drone 2, Hex , 3DR Iris oder auch Spiri heißen – sie alle haben einen entscheidenden Nachteil: Sollten sie während ihres Fluges auf ein Hindernis stoßen, dann droht erhöhte Absturzgefahr. Enge, verwinkelte Passagen (z.B. innerhalb von Gebäuden) sind daher nur mit allergrößten Präzision und Vorsicht zu meistern. Dieses Problem haben auch die Forscher der technisch-naturwissenschaftlichen Universität École polytechnique fédérale de Lausanne erkannt und daraufhin den GimBall entwickelt.

Das Innenleben des GimBall unterscheidet sich kaum von einem üblichen Quadrocopter bzw. ähnlichen, mit Rotoren ausgestatteten Fluggeräten. Der eigentliche Clou ist vielmehr die Außenhülle, die den GimBall zu einer fliegenden Kugel mutieren lässt. Diese stabile, rotierende Hülle, die auch eine direkte Kollision mit einer Fensterscheibe oder eine massiven Wand nicht scheut, schützt nicht nur den Copter, sondern sorgt dank zahlreicher Touchpoints auch dafür, dass der GimBall genau erkennen kann, wie die Umgebung um ihn herum aufgebaut ist. Wie ein Insekt kann er sich regelrecht durch einen Hindernis-Parcours durchtasten. Lediglich seine Größe könnte ihm zum Verhängnis werden, doch sicherlich lässt sich der GimBall auch eine Nummer kleiner bauen. Dank einer integrierten Kamera darf der Pilot zumindest jederzeit mitverfolgen, wo sich das Fluggerät gerade befindet.

Ob es sich beim GimBall um ein reines Forschungsprojekt handelt oder ob die Universität daraus auch einen kommerziellen Gewinn ziehen möchte, ist uns nicht bekannt. Wir können uns aber vorstellen, dass diese an sich recht simple Idee schnell von Nachahmern aufgegriffen und für eigene Zwecke genutzt werden dürfte. Warten wir es ab…

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Über Matthias

Seit Klein-Matthias Mitte der (19)80er erstmals auf den Grünbildschirm eines Schneider Amstrad CPC 464 blickte, ist er den virtuellen Welten verfallen. Seitdem hat er haufenweise Joysticks, GamePads, Handhelds, Gitarren, Angelruten, Rasseln und sonstigen Technik-Schnickschnack in den Händen gehalten und freut sich auch heutzutage noch über jedes neue (oder auch gebrauchte) Gadget, das sich in seine Griffnähe wagt.


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Zuletzt aktualisiert: 09:20 Uhr

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