Google Cardboard

Virtual-Reality aus Pappe jetzt auch furs iPhone und mit vielen Verbesserungen

29. Mai 2015 • 13:21 Uhr

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Cardboard geht in die nächste Runde. (Foto: Google)

Kaum zu glauben, dass es Google mit der hauseigenen Cardboard-VR-Brille wirklich ernst meint. Das Papp-Teil für virtuelle Welten eignet sich nun auch für größere Android-Smartphones und Äpfel.

Google Cardboard geht in die nächste Runde. Das zweite Modell besteht weiterhin aus Pappe und setzt voll und ganz auf Offenheit. Das heißt, jeder kann sich diese VR-Brille bauen – diverse Hersteller boten bereits ihre Version der ersten Generation der Peripherie an. Die Neuerungen sind aber auch praktisch: Smartphones mit bis zu 6-Zoll-Displaygröße werden jetzt unterstützt, ebenfalls dürfen erstmals iOS-Nutzer die Brille verwenden. Denn Google unterstützt neuerdings nicht nur das hauseigene Android, eine App für iPhone und iPod Touch veröffentlichte der Konzern pünktlich zum Start der gestrigen Google I/O bei iTunes.

Nach wie vor Pappe. (Foto: Google)
Nach wie vor Pappe. (Foto: Google)

Erfolgreiche Pappe

Das DIY-Headset soll Google zufolge bereits von über eine Million Menschen weltweit genutzt werden, das Update besitzt noch weitere Verbesserungen. Ein großer Knopf ersetzt den magnetischen Ring und soll für alle Smartphones geeignet sein. Und es seien nur noch drei Schritte nötig, um die VR-Brille zusammenzubauen.

Spannend wird außerdem die Zukunft: VR-Inhalte sollen unter anderem mit dem Actioncam-Hersteller GoPro entstehen, der ein System in Planung hat, in dem 16 Kameras 360-Grad-Bilder „einfach“ aufnehmen können. Google selbst stellt einen Assembler bereit, der Videomaterial in 3D-Szenen umwandelt. Das alles läuft unter dem Namen JUMP und soll ein Service werden, der Content für Cardboard (und sicher andere 3D-Brillen) bereitstellt – unter anderem über Youtube.

16 GoPro-Kameras erzeugen 3D-Inhalte. (Foto: Google)
16 GoPro-Kameras erzeugen 3D-Inhalte. (Foto: Google)

Und nicht genug: Google hat mit Expeditions Schulklassen im Visier, die virtuell mit Cardboard Ausflüge unternehmen. Der Lehrer steuert hierbei die gezeigten Schauplätze, die Schüler sehen also alle das Gleiche. In den USA möchte der Konzern sogar Schulen passende Sets zur Verfügung stellen. Schöne Sache.

Generell solltet ihr Cardboard im Auge behalten: Low-Cost-VR wird dank steigender Leistungsfähigkeit der Smartphones immer attraktiver. Google ist ohnehin bemüht, das Konzept weiter auszubauen. Ein Entwickler-SDK soll ebenfalls folgen – und schon jetzt gibt’s für Android ja eine große Auswahl an Spielen und Software. Und das alles für wenig Geld?

Weitere Details bekommt ihr direkt bei Google. Dort könnt ihr euch die Bauanleitung herunterladen oder von anderen Firmen erhältliche Bastelsets zulegen.

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