Hybrid Play

Der Spielplatz wird zum Videospiel

24. Oktober 2014 • 9:11 Uhr

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Der Spielplatz wird zum Videospiel?! (Foto: Indiegogo)

Der gute, alte Spielplatz mit Rutsche, Wippe und Sandkasten soll in Zukunft mit Hybrid Play zu einem Szenario für digitale Videospiele werden. Möglich machen es App und ein Stück Plastik mit integrierten Sensoren.

Die Grundidee klingt vielversprechend: Eltern klemmen beispielsweise an eine Wippe oder andere Objekte auf einem Spielplatz, an denen ihr Nachwuchs spielen wird, ein kleines, orangenes Gerät. Sie starten eine App, wählen ein passendes Abenteuer aus und legen los. Unter anderem müssen Jungs und Mädels so Gegenstände beim Wippen einsammeln oder dürfen nicht zu stark nach vorne oder hinten schwingen. Auch gemeinsame Herausforderungen mit Freunden oder der gesamten Familie seien denkbar. Oder wie wäre es, ein „Pac-Man“ auf dem Spielplatz um die Ecke nachzuempfinden?

Die eigentliche Technik verfügt über diverse Sensoren, beispielsweise Gyroskop und Beschleunigungssensor. Über Bluetooth wird eine Verbindung zum Smartphone oder Tablet mit iOS bzw. Android aufgebaut. Und ein integrierter Akku fehlt nicht. Die Anwendungen sollen Kinder zwischen 6 und 12 Jahren dazu animieren, das BESTE aus zwei Welten auf unterhaltsame Art und Weise zu kombinieren: Videospiele und Spaß in der Realität. Womöglich ist das kein schlechter Ansatz, gerade bei Kids, die etwas zu früh an Games herangeführt wurden.

Letztlich erwartet Nutzer eine Mischung aus Augmented Reality, Gamification-Elementen und Gadget-Spielerei – also quasi für die Kleinen und Großen im besten Fall eine amüsante Sache. Ob das letztlich pedagoisch wertvoll ist, mag ich nicht einschätzen.

Ohnehin ist die Frage, ob Hybrid Play überhaupt zu einem regulären Produkt wird, das ihr kaufen könnt. Die Schöpfer sammeln derzeit 140.000 US-Dollar bei Indiegogo ein, über das Crowdfunding-Portal kam bisher noch nicht viel zusammen. Dabei geht es preislich ab knapp 100 US-Dollar zzgl. Versand für ein Starterpaket los. Das geht ja eigentlich noch? Die Schöpfer versprechen sogar offene Strukturen (die Hardware ist kompatibel zu Arduino), bei denen erfahrenere Programmierer selbst neue Spiele und Möglichkeiten für Hybrid Play entwerfen können.

Neugierig? Klickt euch zu Indiegogo und erfahrt mehr. Oder schießt gleich Geld vor?

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2 Kommentare

  1. Was ein Schwachsinn und weiterer Schritt in digitale Entfremdung. Auf dem Spielplatz spielt man mit den Kids und muss nicht noch als Eltern vor seinem Smartphone oder Tablet kleben. Bald sitzen wir auch auf den Spielplätzen wie Zombies und glotzen auf die Tablets und Smartphones. Grauenhaft schon die Menschen so überall stehen und gehen zu sehen.

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  2. Na die Grundidee ist es die Kids gerade dazu zu animieren mit den Spielgeräten zu spielen. Die Idee ist nicht schlecht und sollte(falls dies Wurzeln schlägt) mit Spielplatzdesignern, Pädagogen & Eltern durch gesprochen und entsprechend geplant werden.
    Weil man so einiges gutes zaubern könnte und vllt den ein oder anderen öden, veralteten Spielplatz aufpeppen. ;)

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