HyperX Cloud Revolver

Das Gamingheadset mit dem besonders guten Klang im Praxistest

6. Juni 2016 • 8:36 Uhr

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Schick, robust und mit einem wirklich guten Klang. (Foto: GamingGadgets.de)

Es sieht nicht nur gut aus, es funktioniert tadellos und bietet vor allem eines: einen erstaunlich sauberen Klang. Das HyperX Cloud Revolver Gamingheadset im Praxistest.

Seit meinem Test des HyperX Cloud II von Kingston nutze ich dieses Headset regelmäßig. Und eigentlich bin mich mit diesem unverändert sehr zufrieden, auch wenn sich der 7.1 Surroundsound mittlerweile als ein Feature herausgestellt hat, das ich kaum nutze. Von daher vermisse ich beim HyperX Cloud Revolver auch nichts, obwohl hier ausschließlich von „Raumklang in Studioqualität“ die Rede ist. Und sonst so?

Wie gewohnt: eine schicke Verpackung. (Foto: GamingGadgets.de)
Wie gewohnt: eine schicke Verpackung. (Foto: GamingGadgets.de)

Es geht ja gut los

Wie von Kingston gewohnt, erwartet euch zu Beginn wieder eine kleine Freude – dank schicker Verpackung. Im Inneren steckt gar nicht mal so viel. Ihr erhaltet die Kopfhörer, das ansteckbare Mikrofon und ein zwei Meter langes Verlängerungskabel mitsamt Kabelfernbedienung zum Einschalten des Mikrofons sowie zur Lautstärkeregelung. Die Remote hinterlässt einen nicht ganz so wertigen Eindruck wie die vom Cloud II, was glücklicherweise nicht für das eigentliche Headset gilt.

Das ist drin... (Foto: GamingGadgets.de)
Das ist drin… (Foto: GamingGadgets.de)

Eines ist auch anders: Das Cloud Revolver verfügt nicht mehr über einen USB-Anschluss, sondern liefert euch Klinkenstecker für Stereosignal und das Mikrofon. Ich sehe das als Vorteil, denn so werden nirgends Treiber benötigt. Und ihr seid sehr viel flexibler, könnt ihr das Zubehör für PC, Xbox One, Wii U, Mac, Smartphones, Tablets oder PS4 gleichermaßen verwenden. Adapter sind in der Regel nicht nötig. Abgesehen vielleicht von Xbox One-Controllern. Benötigt ihr das Mikrofon an PC oder Mac, müsst ihr die Verlängerung verwenden – aber völlig normal und kein ernsthafter Aufwand.

Die Remote sieht etwas billig aus. (Foto: GamingGadgets.de)
Die Remote sieht etwas billig aus. (Foto: GamingGadgets.de)

Tragekomfort

Über die Installation gibt’s nichts zu sagen: Kabel rein, fertig. Auch eine individuelle Anpassung an eure Kopfgröße ist nicht nötig, da sich die Halterung unterhalb des stabilisierenden Stahlrahmens eurer Kopfgröße selbständig anpasst. Dank des Memoryschaums und zusätzlicher Polster sitzt das Cloud Revolver gut auf den Ohren, obwohl ich zugeben muss, dass das Cloud II einen minimal besseren Eindruck vermittelt. Das liegt an dem unflexiblem Rahmen, der sich zwangsläufig nach Metall anfühlt. Aber: Erbsenzählerei. Ist euer Kopf nicht außergewöhnlich klein, gibt’s keinen Grund zur Klage. Und die Verarbeitung ist nun wirklich erstklassig!

Der Aluminium-Rahmen ist sehr robust. (Foto: GamingGadgets.de)
Der Aluminium-Rahmen ist sehr robust. (Foto: GamingGadgets.de)

Was euch auch bewusst sein sollte: Es kommt bei den Treibern nicht zwangsläufig auf die Größe an. Beim Cloud II waren es noch 53mm, nun ist von geneigten „Next-Gen“ 50mm die Rede. Dass „mehr“ eben nicht besser ist, bemerkt ihr nach euren ersten Versuchen. Der von Kingston erwähnte „Raumklang in Studioqualität“ kommt sofort zur Geltung. Vor allem bei Actionspielen, der Hersteller erwähnt explizit Egoshooter, nehmt ihr die Gesamtkulisse intensiver wahr. Statt Surroundsound wird euch ein großer Klangraum präsentiert bei dem Höhen, Mitteltöner und Tiefen präziser wahrnehmbar sind. Genau das ist der relevanteste Unterschied zum Cloud II, der mich sehr überraschte. Positiv. Damit ist Cloud Revolver ganz hervorragend für Musik und Film geeignet, wenn ihr jetzt keinen besonderen Wert auf virtuellen Surroundsound legt. Mir ist ein sauberes, sehr klar wirkendes Klangbild wichtiger.

Schade, dass die roten Flächen nicht beleuchtet sind. (Foto: GamingGadgets.de)
Schade, dass die roten Flächen nicht beleuchtet sind. (Foto: GamingGadgets.de)

Spiele und mehr

„Wolfenstein: New Order“, „Crysis 3“, „Dead Space“, „Batman: Arkham City“, „Far Cry 3“, „Killzone: Shadow Fall”, “Battlefield 4”, “Battlefield: Hardline”, “GTA V”, “Uncharted 4”, “Dirty Rally” – das ist nur eine Auswahl der Titel, die ich für den Test ausprobierte. Vorrangig  spielte ich auf PS4 und PC, ebenfalls nutze ich für die eine oder andere App mein Samsung Galaxy S6 Edge, das sich ebenso verbinden lässt. Besonders stark ist das Cloud Revolver bei weitläufigen Szenarien, wenn die Umgebungen akustisch mit Musik und Soundeffekten untermalt werden. Es ist zwar keine präzise Ortung möglich, dafür aber wirkt die Akustik satt und zu keiner Zeit zu basslastig oder zu schwachbrüstig. Das Headset deckt einen Frequenzbereich von 12 – 28.000 Hz ab, was gegenüber dem Cloud II eine Verbesserung darstellt (15 – 25.000 Hz), die ihr im Direktvergleich bemerkt.

Im Vergleich zum Cloud II gerade akustisch besser. (Foto: GamingGadgets.de)
Im Vergleich zum Cloud II gerade akustisch besser. (Foto: GamingGadgets.de)

Ich besitze eine Vorliebe für schrammeligen Deutschrock, der mit den Kopfhörern auch fein klingt. Gleiches gilt für Videos, Blu-rays, Netflix und Co. Ja, ich bin der Auffassung, dass Cloud Revolver ein Allrounder ist, den ihr für alle anderen Zwecke sinnvoll nutzen können. Ich würde das Headset jetzt nicht unbedingt in der Straßenbahn aufsetzen, aber auch da würden sie eine gute Figur abgeben. Nach außen dringen nicht so viele Geräusche, sodass ihr die Menschen in der Umgebung belästigen würdet. Zugleich bekommt ihr von der Außenwelt noch ausreichend mit, eine vollständige Abschottung findet nicht statt.

Attraktiv ist es auf jeden Fall. (Foto: GamingGadgets.de)
Attraktiv ist es auf jeden Fall. (Foto: GamingGadgets.de)

Mikrofon

Logo: Das Mikrofon an einem Headset ersetzt kein separates Mikro für professionelle Aufnahmen. Für TeamSpeak, Skype, Mumble und Co. dagegen ist das rauschunterdrückte, unidirektionale Eingabegerät absolut ausreichend. Bei Aufnahmen merkte ich einen Echo-Effekt, der eben gerade bei Podcasts ärgerlich sein kann. Auch sind die Stimmen dezent dumpf – ähnlich wie schon beim HyperX Cloud II. Erwartet also nicht allzu viel, für den Alltagsgebrauch reicht das Gebotene vollkommen aus.

Für Teamspeak und Co. gut geeignet. (Foto: GamingGadgets.de)
Für Teamspeak und Co. gut geeignet. (Foto: GamingGadgets.de)

Fazit: Huch! Mein Cloud II kann ich einmotten…

Mich hat’s selbst erstaunt. Ich glaube, mein geschätztes Cloud II werde ich durch das Revolver ersetzen. Das Klangbild im Gesamten ist sehr viel besser, dies alleine genügt schon als Argument. Bezogen auf den Tragekomfort favorisiere ich etwas mehr das Cloud II, bei längeren Zocksessions nehmen sie sich aber nicht viel. Dennoch ist das Gewicht (376 Gramm inklusive Mikrofon) auf Dauer etwas hoch. Das Mikrofon ist für ein Headset in der 100 Euro-Preisklasse ebenfalls in Ordnung.

Kaufempfehlung! (Foto: GamingGadgets.de)
Kaufempfehlung! (Foto: GamingGadgets.de)

Sucht ihr ein sehr hochwertiges Headset mit einem wunderbaren Ton für Spiel, Musik und Film, seid ihr mit diesem Alleskönner bestens bedient. Sehr gute Verarbeitung, vielseitig einsetzbar, sitzt gut auf dem Kopf – was wollt ihr mehr? Meine Empfehlung habt ihr.

Weitere Details bekommt ihr direkt beim Hersteller. Kaufen könnt ihr das Kingston HyperX Cloud Revolver beispielsweise bei Amazon.

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3 Kommentare

  1. Sehr Informative dieser Artikel, aber in dieser Preisklasse hätte ich Persönlich ein Wireless Headset schon viel lieber. Für ca.100euro will ich kein nerviges Kabel aber da gibt es ja verschiedene Meinungen ;)

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    • Sven am

      Na, du weißt ja sicher auch, welche Nachteile schnurlose Headsets so mit sich bringen. ;)

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