iPhone 5s

Die "beste mobile Spieleplattform" dank 64bit-Prozessor

11. September 2013 • 0:01 Uhr

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Das neue iPhone 5s. (Foto: Apple)

Auf der Keynote vom 10. September 2013 kündigte Apple keine sensationellen Überraschungen an, waren die meisten Informationen dank konkreter Gerüchte doch längst bekannt. Schauen wir uns doch mal an, was euch in Kürze an neuen iPhone-Modellen zum Spielen erwartet.

iPhone 5s

Während der Präsentation zeigte Epic Games anhand des ebenfalls frisch angekündigten „Infinity Blade 3“ die Leistungsfähigkeit des neuen iPhone 5s, das ab dem 20. September 2013 hierzulande verkauft wird. Der neue A7-Chip ist der erste mobile Prozessor mit 64bit-Architektur. Offiziellen Angaben zufolge soll das neue iPhone damit bis zu doppelt so schnelle CPU- und Grafik-Performance bieten als das iPhone 5 – beachtlich. Apple bezeichnet das neue Spitzensmartphone als „beste mobile Spieleplattform mit Zugang zu hunderttausenden Spielen aus dem App Store“. Das klingt selbstbewusst. Entwickler erhalten  Unterstützung von OpenGL ES 3.0, was zahlreiche neue visuelle Effekte ermöglichen soll.

Hinzu gesellt sich ein neuer M7 Motion Co-Prozessor, der in der Lage ist, Daten des Beschleunigungssensors, des Gyrosensors und des Kompasses zu sammeln sowie unabhängig vom A7 zu verarbeiten. Vor allem Apps für Fitness-Anwendungen, aber sicherlich auch Spiele, sollen vom M7 und seiner CoreMotion API profitieren können. Ganz klar: Das ist alles eine gute Sache, wenn die Programmierer in der Lage sind, die neuen Fähigkeiten auszunutzen.

Die sogenannte Touch ID halte ich dagegen eher für fragwürdig. In der Hometaste befindet sich ein Saphir-Kristall mit einem kapazitiven Berührungssensor, der den Fingerabdruck des Nutzers scannen, analysieren und auswerten kann. Die Fingerabdrucks-Informationen werden verschlüsselt im A7-Chip gespeichert. Apple betont, dass diese Daten niemals auf eigenen Servern gesichert werden – nur wie vertrauenswürdig sind solche Aussagen in Zeiten von Prism und NSA? Hier hat man potentiell  die Chance, Personendaten mitsamt Fingerabdruck von Millionen Menschen digital zur Verfügung zu stellen. Dank M7 ist die Ortung vermutlich auch noch besser als jemals zuvor.

Ansonsten erhält das iPhone 5s eine neue 8 Megapixel iSight-Kamera mit einer größeren f/2.2-Blende und einem besseren Sensor. Zusammen mit dem anstehenden iOS7 und dem A7 soll die Kamera in vielerlei Hinsicht Verfeinerungen bringen: doppelt so schneller Autofokus, automatische Bild- und Videostabilisierung oder ein größerer Dynamikbereich. Abgerundet wird die Cam mit einem True Tone-Blitz, der sich variabel in den Bereichen Farben und Intensität anpasst. Burst-Mode, Slo-Mo-Videos mit 120fps und eine neue FaceTime HD-Frontkamera mit höherer Lichtempfindlichkeit gibt’s außerdem.

In drei Farben erscheint das iPhone 5s. (Foto: Apple)
In drei Farben erscheint das iPhone 5s. (Foto: Apple)

Überarbeitet wurde außerdem das Design. Das anodisierte Aluminiumgehäuse wird in den Metallic-Ausführungen Gold, Silber und Spacegrau erhältlich sein. Apple verkauft passend dazu Lederhüllen in den Kolorierungen Beige, Schwarz, Braun, Blau, Geld und Rot. Übrigens: Endlich besitzt das iPhone 5s 13 LTE-Frequenzbänder, was auch für den hiesigen Markt von Bedeutung ist. WIFI 802.11 a/b/g/n und Bluetooth 4.0 dürfen nicht fehlen. Das iPhone 5 wird komplett eingestellt, ab dem 20. September ist nur noch das iPhone 5S das Spitzenmodell in diesem Bereich. Preislich geht es bei 699 Euro für das 16GB-Modell los, für 32GB zahlt ihr 799 Euro, für 64GB 899 Euro. Fast 40 Euro zahlt ihr für die Lederhüllen. Weitere Details erhaltet ihr direkt bei Apple.

iPhone 5c

Technisch ändert sich nicht viel beim iPhone 5c. (Foto: Apple)
Technisch ändert sich nicht viel beim iPhone 5c. (Foto: Apple)

Highend das eine, farbenfroh das andere. Das ebenfalls neu vorgestellte iPhone 5c erscheint auch am 20. September. Hier steht BUNT im Fokus, denn erhältlich ist das Smartphone in Blau, Grün, Pink, Gelb und Weiß. Technisch orientiert sich das Gerät am noch aktuellen iPhone 5 mit 4 Zoll Retina-Display, A6-Chip und der „alten“ 8 Megapixel-Kamera. Einzig die FaceTime HD-Cam ist mit der aus dem iPhone 5s identisch. Ansonsten erhaltet ihr optional seltsame, gelöcherte Schutzcases in den passenden Farben oder als lustigen, hippen Kontrast (Blau mit Orange und Co.). Hüllen können nicht schaden, denn das Gehäuse besteht nun aus gehärtetem Polycarbonat-Körper mit einem Stahl-verstärktem Rahmen. Damit der Spaß auch halbwegs wertig wirkt. Ebenfalls hier: 13 LTE-Frequenzbänder für bessere Unterstützung des Breitbandnetzes weltweit.

Das iPhone 5c klingt zwar günstig, ist es aber nicht. Ihr müsst 599 Euro für das 16GB-Modell investieren und für 32GB 699 Euro. 64GB sind wohl nicht geplant. Die Cases liegen wiederum bei 29 Euro das Stück. Weitere Fakten gefällig? Klickt euch zu Apple.com. Einsteiger können sich vormerken: Ein iPhone 4s mit 8GB wird am gleichen Tag wie die neuen iPhone 5 erscheinen – für 399 Euro. Das wäre dann das neue Billig-iPhone.

Jetzt in farbenfroh. (Foto: Apple)
Jetzt in farbenfroh. (Foto: Apple)

Sowohl iPhone 5s als auch 5c werden mit iOS7 ausgeliefert, das zwei Tage früher ebenfalls für ältere iPhones (ab 4), iPads (ab iPad 2), das iPad mini und den iPod Touch (ab 5. Generation) angeboten wird. Hier erwarten uns allerlei Neuerungen, die jetzt gar nicht mal direkt für uns Spieler von Relevanz sind. Rechnet mit einer neuen Benutzeroberfläche, verbessertem Multitasking und einem praktischen Control Center.

Persönlich bin ich schon von der Keynote ernüchtert. Klar, der A7 mit 64bit klingt aufregend, wenn er wirklich so enorm leistungsfähig ist und damit Mobile Gaming noch weiter voranbringen könnte. Aber sonst? Gerüchte um ein neues Apple TV lösten sich in Luft auf, und ernsthaft frische Ideen gibt’s mal wieder nicht. Stattdessen macht mich die Touch ID eher misstrauisch, statt mich zu überzeugen. Wie seht ihr das?

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