Janken-Roboter

Hilfe! Schnick, Schnack, Schnuck-Roboter macht alle platt!

7. November 2013 • 9:23 Uhr

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Keine Chance gegen die Roboterhand! (Foto: BBC)

Oh, mein Gott! Irgendwann musste es ja einmal soweit kommen! Die Dominanz der Menschheit ist vorbei, die Roboter übernehmen die Vorherrschaft! Sie fangen ganz klein an und zeigen uns erst einmal bei vermeintlichen Nebensächlichkeiten unsere Grenzen auf: Bei einer Party Schnick, Schnack, Schnuck!

Jedermann kennt das Spiel (vielleicht auch unter dem Namen Schere, Stein, Papier bzw. Ching, Chang, Chong oder Schnibbeln) und vermutlich würden die meisten davon ausgehen, dass die Chancenverhältnisse zwischen den beiden Kontrahenten in etwa 50:50 verteilt sind.

Deswegen wird das einfache Gestenspiel oftmals dazu genutzt, bei unterschiedlichen Meinungen eine Entscheidung zu treffen. Was aber nun, wenn ein Roboter garantiert jede einzelne Party gewinnt? Wer gibt dann zukünftig den Weg vor? Wer dies nur einmal gründlich durchdenkt, ist sicherlich ebenso entsetzt wie ich über den von japanischen Wissenschaftlern erdachten Janken-Roboter!

Der Name des lediglich aus drei Fingern und einer Highspeed-Kamera bestehenden Roboters leitet sich von dem Begriff Jan-ken-pon, der japanischen Bezeichnung für Schere, Stein, Papier, ab. Dank seiner Kamera kann der aufgefuchste Zocker in aller Ruhe den Zug seines Rivalen abwarten, denn während die menschliche Hand die Form der gewünschten Geste annimmt (was in etwa 60 Millisekunden dauert) analysiert er diese Bewegung und reagiert entsprechend darauf. Fast zeitgleich kontert der Janken-Roboter dann mit seinem Zug und erreicht dabei eine Gewinnquote von 100%.

Entwickelt haben sich die Mitarbeiter des Tokioter Ishikawa-Oku-Labors den Janken-Roboter, um daraus Systeme zur Steuerung der Kooperation zwischen Menschen und Robotern zu entwickeln. Dass sie damit die Apokalypse über uns gebracht haben, scheint ihnen wohl nicht klar zu sein. Na, vielen Dank auch!!

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