Jibo

Beeindruckend und beängstigend?! Der erste Familienroboter!

17. Juli 2014 • 12:41 Uhr

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Wenn Jibo genau das bietet, was uns die Schöpferin Dr. Cynthia Breazeal und ihr Team vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) versprechen, dann erwartet uns ab Ende 2015 eine sensationelle Maschine, die die Erfinder als ersten richtigen „Familienroboter“ der Welt bezeichnen.

Jibo möchte ein freundlicher, smarter und vielseitiger Roboter für den Alltag sein. Er sieht, was in der Wohnung passiert, er ist lernfähig, er kann sprechen, zuhören, Zusammenhänge erkennen und aktiv helfen. Er knipst Fotos, führt für euch Videotelefonate oder schaltet dank Anbindung zu anderen Smart Devices bei Bedarf das Licht ein. Nicht beeindruckend genug?

Gut, wie wäre das: Dank der zwei integrierten HD-Kameras und eines 360-Grad-Mikrofons kann er selbständig erkennen, wer mit ihm spricht bzw. aus welcher Richtung er angesprochen wird. Abhängig vom Familienmitglied reagiert er anders, unterhält Groß und Klein, nimmt Telefonate entgegen oder gibt sogar Hinweise. Er ist in der Lage, richtige Konversationen zu führen – nicht so beschränkt wie zum Beispiel Apples Siri. Dabei ist der Grundansatz gar nicht mal so unähnlich: Auch bei Jibo werden Informationen in der Jibo Cloud gespeichert und ausgewertet. Somit kann der Roboter nach und nach intelligenter werden, also lernen.

In der Wohnung bei der Familie fühlt er sich am wohlsten. (Foto: Indiegogo / Facebook)
In der Wohnung bei der Familie fühlt er sich am wohlsten. (Foto: Indiegogo / Facebook)

Am besten, ihr schaut euch dieses Video an. Ich finde das wirklich wahnsinnig überzeugend und genial. Aber irgendwie – auch wenn Jibo keinen Menschen ersetzen möchte – dezent unheimlich.

Obwohl Jibo ursprünglich ein Projekt des MIT war, soll der Roboter zu einem finalen Produkt werden, das bereits ab Ende 2015 erhältlich sein könnte. Dazu sammeln die Macher bei Indiegogo Geld für die Realisierung ein. Umgerechnet kostet ein solcher Familienfreund rund 410 Euro (zzgl. Versand) – also nicht gerade günstig, aber noch im Rahmen des Nachvollziehbaren. Zu Beginn wird er übrigens nur Englisch beherrschen, weitere Sprachen sind sehr wahrscheinlich. Genauso könnte ich mir noch viele weitere Fähigkeiten vorstellen: Entwickler sollen ihn dank SDK programmieren können. Und das erste Modell wird nur einen integrierten Akku besitzen, aber keine Räder. Eine Fortbewegung ist also nicht möglich, da müssen Eltern und Kinder Jibo schon selbst tragen. Aber wer weiß, was da in Zukunft noch so kommt? Bei Wired, die einen Prototypen bereits ausprobiert haben, gibt man sich aber schon sehr optimistisch und geht davon aus, dass das Potential auch genutzt wird.

Sehr beweglich ist er ja.. (Foto: Indiegogo)
Sehr beweglich ist er ja.. (Foto: Indiegogo)

Weitere Details bekommt ihr bei Indiegogo und auf der Hersteller-Webseite.

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Über Sven

Sven fasziniert seit über 20 Jahren das Spielen in jeder Form. Egal ob Videospiel oder die dazugehörige Konsole - Hauptsache, es blinkt, macht Geräusche und unterhält. Und vor allem sind es Gadgets, die ihn in den Bann gezogen haben. Vom asiatischen Handheld-Klon bis hin zum lebendig anmutenden Roboter - es gibt halt so viele tolle Sachen. Ihr findet den Autor unter anderem auch bei Google+ oder Facebook.


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Zuletzt aktualisiert: 10:31 Uhr

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