MLG Pro Circuit Controller

Wertarbeit für Hardcoregamer. Im Praxistest.

11. Oktober 2012 • 18:57 Uhr

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In der Packung steht mehr als nur der Controller. (Foto: GamingGadgets.de)

Mad Catz verwöhnt schon seit einiger Zeit anspruchsvolle Spieler mit hochwertigen Produkten. Nach Headsets, Tastaturen und Mäusen legen sie in Kooperation mit der amerikanischen Major League Gaming, kurz MLG, den Pro Circuit Controller für Xbox 360 und PS 3 vor. Das Besondere: Ihr dürft Sticks und D-Pad beliebig tauschen. Mit rund 100 Euro liegt das Pad am oberen Rand der Preisskala. Ist es ein Flop oder gehört es zur Oberklasse? Ich habe mir die PS3-Variante genauer angesehen.

Der Pro Circuit Controller wird in einer großen Packung mit einigem Zubehör geliefert. Neben einem drei Meter langem Kabel bekommt ihr das Pad mit einem matten und glänzenden Faceplate, einem kompletten zweiten Satz an Sticks, einem weiteren D-Pad und einem sogenannten Procase angeliefert. In ihm dürft ihr Controller und Zubehör mit auf Reisen nehmen.

Gleich nach dem Auspacken fällt auf: Der Pro Circuit ist ganz schön schwer. Das liegt nicht nur an dem verwendeten Hartplastik-Material, sondern an den zwei 35 Gramm-Gewichten. Mit ihnen könnt ihr etwas experimentieren, um den Controller auf eure Bedürfnisse auszurichten.

Freie Layoutwahl

Eines der Hauptmerkmale ist die Promodule-Technik. Mit ihr lassen sich die beiden Sticks und das D-Pad innerhalb von Sekunden austauschen. Erst das Faceplate abnehmen, dann ein kurzer Dreh und schon löst sich die jeweilige Komponente aus der Magnethalterung. Da der PlayStation 3-Variante auch die gewölbten Sticks des Xbox-360-Controllers beiliegen, dürft ihr dem Pro-Circuit-Controller leicht das Layout der Microsoft-Konkurrenz verpassen.

Leider funktioniert das mit den Buttons nicht. Nur die Funktionen der L- und R-Knöpfe bzw. Trigger sind austauschbar. Wer will, kann weitere Faceplates in verschiedenen Farben dazukaufen.

Der Controller liegt sehr gut in der Hand, ist aber nicht leicht. (Foto: GamingGadgets.de)
Der Controller liegt sehr gut in der Hand, ist aber nicht leicht. (Foto: GamingGadgets.de)

Präzise und unverwüstlich

Gewicht und Verarbeitung haben deutliche Auswirkungen auf das Spielgefühl. Im Gegensatz zum leichten, aber recht billig wirkenden Standard-Controller von Sony, fühlt sich der Pro-Circuit schwerer und ergonomischer an. Da sich die Form des gesamten Controllers am Xbox-Gamepad anlehnt, ist das allerdings Geschmackssache. Der Nachteil: Spieler mit kleinen Händen werden mit dem Pro-Circuit keinen Spaß haben. Ich kam aber wunderbar mit ihm zurecht. Die Sticks reagieren präzise und das D-Pad hat einen angenehmen Druckpunkt. So sollte es sein.

Fazit

Mad Catz scheint mit dem MLG Pro-Circuit-Controller alles richtig gemacht zu haben. Verarbeitung und Präzision sind nahezu konkurrenzlos, das robuste Kabel ist lang genug für große Wohnzimmer und die Promodule-Technik lässt euch das Layout selbst bestimmen. Wenn ich jetzt kleinlich bin, könnte ich über fehlendes WiFi/Bluetooth und Multifunktionstasten meckern. Echte Hardcoregamer werden bei diesen Argumenten vermutlich eh mit der Nase rümpfen: Eine kabellose Verbindung kann nämlich für Lags sorgen. Und Multifunktionstasten gelten unter Profis als Cheaterei.

Am Ende muss jeder selbst entscheiden, ob 100 Euro „nur“ für ein Gamepad gerechtfertigt sind. Der MLG Pro-Circuit Controller ist für Höchstleistungen unter Dauerbetrieb gemacht. Hardcoregamer sollte ein Auge auf ihn werfen.

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