Mattel ThingMaker

Der 3D-Drucker wird zum Familienspielzeug

16. Februar 2016 • 8:09 Uhr

Teilen:
Ein komplett abgeschlossenes System - auch für Kids geeignet. (Foto: Mattel)

Macht es euch selbst! Man könnte meinen, dies wäre das Motto von Mattel. Denn das Unternehmen macht aus einen 3D-Drucker ein recht teures, aber auch spannendes Spielzeug.

Vermutlich wird euch der Name ThingMaker nichts sagen. In den 1960er Jahren verkaufte Mattel unter diesem Namen bzw. unter der Bezeichnung Creepy Crawlers eine Art Elektro-Ofen. Dieser diente dazu, Plastik zu verflüssigen und somit selbst Spielzeuge zu kreieren. Im Jahr 2016 will das ganz sicher niemand mehr machen, daher besteht die Neuauflage dieses ungewöhnlichen Gadgets aus einem vollwertigen 3D-Drucker.

Na, bei diesem Werbefoto seid ihr doch sicher sofort überzeugt? (Foto: Mattel)
Na, bei diesem Werbefoto seid ihr doch sicher sofort überzeugt? (Foto: Mattel)

Mit der App kreativ sein

Auf der Toy Fair in New York präsentierte Mattel das Konzept: Ihr entwerft auf dem Smartphone bzw. Tablet mit iOS oder Android eigene Spielzeuge ganz nach euren Vorstellungen. Alternativ wählt ihr vorgefertigte Modelle aus. Die Software-Basis ist wohl Tinkerplay von Autodesk. Zudem dürft ihr zwischen verschiedenen Farben entscheiden, Mattel möchte flexibles Filament in zig Kolorierungen zur Verfügung stellen. Sogar „Glow-in-the-Dark“-Effekte seien möglich.

Einfach zu bedienende App. (Foto: Mattel)
Einfach zu bedienende App. (Foto: Mattel)

Eltern müssen sich dagegen nicht sorgen: Der ThingMaker ist während des Drucks komplett geschlossen, bei der Herstellung eigener Werke kann das Gerät nicht geöffnet werden. Es entstehen schließlich recht hohe Temperaturen, bei den sich Kids sonst am heißen Extruder verbrennen würden.

Verschiedene Farben sind geplant. (Foto: Mattel)
Verschiedene Farben sind geplant. (Foto: Mattel)

Los geht’s

Was ich hier besonders reizvoll finde: Es werden keine technischen Kenntnisse verlangt, ebenso müsst ihr euch nicht mit 3D-Software beschäftigen, um erste Resultate zu erzielen. Es geht um Spaß am Drucken, Experimentieren und Erschaffen neuer Spielzeuge. Wie teuer letztlich das Material wird, muss sich zeigen.

Der ThingMaker soll ab Herbst für knapp 300 US-Dollar (bzw. mit etwas Glück Euro) erhältlich sein. Einstecken und loslegen – das hat was und könnte zu einer echten Konkurrenz für den schon ab Juni 2016 von Fischertechnik verfügbaren 3D-Drucker sein. Bei dem handelt es sich allerdings um einen rund 700 Euro teuren Baukasten, bei dem ihr spielerisch erst den Printer baut, bevor ihr ihn verwenden dürft. Das wäre dann wohl eher etwas für größere, anspruchsvollere Kinder…

Die Resultate sind verhältnismäßig klein. (Foto: Mattel)
Die Resultate sind verhältnismäßig klein. (Foto: Mattel)

Weitere Details zum ThingMaker bekommt ihr auf der offiziellen Webseite.

Teilen:

Kommentar schreiben