MEGA65

Das soll der Nachfolger des Commodore C64 werden

27. April 2015 • 14:50 Uhr

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Erinnert nicht zufällig an den Commodore 65. (Foto: MEGA65)

Oha! Ein Nachfolger des legendären Heimcomputers C64 könnte das Licht der Welt erblicken? Das Projekt von MEGA65 klingt schon spannend.

Der eine oder andere mag sich noch erinnern: Commodore plante damals einen Nachfolger des C64, der allerdings nie erschien. Der Commodore 65 sollte beispielsweise ein integriertes Diskettenlaufwerk und einige technische Optimierungen erhalten. Zwar wurde dank des Amigas daraus nichts, aber das Museum of Electronic Games & Art möchte diesen früheren Entwurf aufgreifen und mit dem MEGA65 tatsächlich einen Nachfolger umsetzen.

Das ist das gute Stück. (Foto: MEGA65)
Das ist das gute Stück. (Foto: MEGA65)

Auf Retro getrimmt

Der MEGA65 richtet sich an Nostalgiker und Retro-Freunde, handelt es sich doch ebenfalls um einen 8bit-Komplettrechner, der allerdings 50 Mal schneller sein soll als der C64. Ebenfalls wird das Diskettenlaufwerk durch einen SD-Kartenslot ersetzt. Der FPGA-Prozessor verfügt über 48MHz. 128 KByte RAM und 32KByte Farb-RAM stehen ebenfalls zur Verfügung. Nutzer können auf drei Grafikmodi zugreifen: 320 x 200 Pixel bei zwei Farben, 160 x 200 Pixel bei vier Farben und 1920 x 1200 Pixel bei 256 Farben. Mehrere 256-Farb-Paletten stehen ferner zur Auswahl.

Und sonst? Ihr verbindet MEGA65 über einen VGA-Ausgang mit einem Monitor, könnt USB-Geräte anschließen und über eine Ethernet-Buchse Verbindung zu einem Netzwerk herstellen. Zwei DE-9-Ports eignen sich für passende Joysticks, geplant ist ferner ein Stereo-Ton.

Anschlüsse am Gehäuse-Rand. (Foto: MEGA65)
Anschlüsse am Gehäuse-Rand. (Foto: MEGA65)

Reizvoll: Der MEGA65 soll mit dem C64 kompatibel sein und mit entsprechenden Images umgehen können. Ach, und optisch lehnt sich der Rechner tatsächlich am Prototypen eines C65 an – selbstverständlich!

Eigenbau oder Kauf

Da es sich bei MEGA65 um ein OpenSource-Projekt handelt, sollen erfahrene Tüftler ihren Rechner (bis auf den FPGA) selbst bauen dürfen, das Gehäuse kommt dann wohl aus dem 3D-Drucker. Im März 2016 soll der Computer auch regulär angeboten werden. Was MEGA65 kosten wird? Das ist noch nicht bekannt. So oder so – schöne Idee!

Das Betriebssystem des Rechners. (Foto: MEGA65)
Das Betriebssystem des Rechners. (Foto: MEGA65)

Weitere Details findet ihr auf der offiziellen Webseite. Dort dürft ihr für MEGA 65 auch spenden und so den Rechner bzw. das Konzept unterstützen.

(via)

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3 Kommentare

  1. Jürgen Golz am

    Gibt zu Mega65 etwas Neues, habe jetzt brav gewartet, aber…… :)

    Vielen Dank und Gruß

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1 Pingback

  1. 15. April 2016 at 6:04