MiG-23 Arcade Cabinet

Spektakulärer Spielautomat im Kampfjet-Look

8. Juli 2013 • 12:35 Uhr

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MiG-23 Arcade Cabinet. (Foto: Michal Lichtanski / mili.studio)

Da hat Radek Michalowski wirklich eine ganz besondere Arcade-Maschine erschaffen. Der Pole wohnte etliche Jahre in der Nähe eines Flughafens, der auch militärisch genutzt wurde. Dort sah er häufig die russischen Kampfjets der MiG-23-Reihe auf- und absteigen, der Freund von Radeks Vater steuerte selbst eine solche Maschine. Diese trug den Namen 846. Eine Zahl mit Bedeutung.

Denn die 846 findet sich auch auf dem Automaten, den Radek selbst baute. Beeindruckender ist aber ohnehin das „Gesamtkunstwerk“. Metall, Nieten, dezente Schalter – ähnlich wie die MiG-23 glänzt hier die Fassade regelrecht. Verbaut wurden Joysticks und zahlreiche Buttons für zwei Spieler an einem Gerät – hier könntet ihr im besten Fall Flugsimulatoren überstehen. Wäre jedenfalls passend.

Persönlich würde ich es generell begrüßen, wenn Waffen wie die MiG-23 in Arcade Cabinets verwandelt werden, dieses Jet mit der Nummer 846 gibt’s dagegen noch. Sie steht und fliegt mittlerweile in den USA, in Oklahoma. Vermutlich aber eher zu Unterhaltungszwecken. Also genauso wie diese Maschine hier. Im Inneren steckt übrigens reguläre PC-Hardware, auf den Bildschirm werden Emulatoren mittels MAME gebracht.

Genaue Details nennt der Schöpfer nicht. Aber er verkauft das gute Stück bei Etsy – für über 2500 Euro. Na, Interesse?

Update: Auf Anfrage erzählte Radek noch einige interessante Hintergründe. Seine Leidenschaft zu Spielen entdeckte er an Flipper- und Arcade- Geräten in einer Kneipe in dem Military Officers Club in der Nähe der 28. Luftkampf-Basis in Nordpolen. Dort wuchs er auch auf. Jahre später, genau genommen 2012, erwarb er einen eigenen Flipper, der ihn nicht so recht zufriedenstellte – es gab eben nur ein Spiel. Und so entstand die Idee für dieses Arcade Cabinet. Er nutzte einen 19 Zoll 4:3-LCD-Bildschirm (Second Hand) und einen alten Medion-Laptop als Basis, die Controller stammen aus China. Der Rest ist sehr viel Arbeit, eigenen Aussagen war diese manchmal die Hölle. Gerade der Umgang mit der Aluminium-Fassade kostete jede Menge Nerven. Zwei Monate werkelte er an diesem schicken Teil, die drei Kilogramm Schrauben (insgesamt also 4860 Stück!!) mussten eben eingeschraubt werden. Ich hoffe, die zwei heftigen Streits mit seiner Freundin sind wieder vergessen?!

Von diesem Automaten existieren übrigens zwei Modelle: den Prototypen verkauft Radek nicht, den anderen gibt’s wie gesagt bei Etsy. Ich sage: Respekt! Hast du toll gemacht, Radek! ;) Ich bin schon auf das nächste Projekt gespannt. Es hört auf den Namen Tzar Bomb….

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