MiiPC

Kleiner Komplettrechner zum schmalen Preis für die ganze Familie

27. März 2013 • 17:22 Uhr

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Was der MiiPC bieten möchte, ich nicht grundlegend neu: Komplettrechner für unter 100 US-Dollar, vielfältige Multimedia-Elemente, familien- und einsteigerfreundlich, optisch voll auf Lifestyle getrimmt. Trotzdem hinterlässt der Minicomputer mit Android 4.2 Jelly Bean einen runden Eindruck. Und er wird Eltern wie Kinder gleichermaßen erfreuen.

Die größte Besonderheit ist an sich keine Innovation, aber scheint bedacht gelöst: Via Smartphone (iOS, Android) könnt ihr einstellen, ob Nutzer des MiiPC Zugriff aufs Internet oder auf bestimmte Apps haben sollen – oder eben nicht. Genau dieser Aspekt macht das Gerät für Familien interessant: Eltern sehen, was ihr Nachwuchs an dem Computer gerade macht, welche Internetseiten er aufruft und dergleichen. Dieser Schutzmechanismus ist auf gewisse Weise das Herzstück des modifizierten Android-Betriebssystems. Dazu gehört auch eine Multiuser-Verwaltung für alle Familienmitglieder. Mami und Papi entscheiden hier auch, welche Spiele wie lange von den Kids genutzt werden dürfen. Oder wie lange der PC eingeschaltet bleibt.

Abseits dieser Elemente, die es durchaus auch für Windows gibt, möchte der MiiPC in weiteren Bereichen punkten. Denn wenn das durchaus optisch ansprechende Gerät ab Juli 2013 erhältlich sein wird, soll er als vollwertiger Desktoprechner-Ersatz beispielsweise Einsteiger begeistern. Zum Preis von 99 US-Dollar (zirka 77 Euro) erhält man einen Komplettrechner, für den man nur einen Display (HDTV oder Monitor mit HDMI-Anschluss, maximal 1080p), eine Tastatur und eine Maus benötigt. Anschließen, loslegen und Spaß haben – so die Idee. Der 1,2GHz schnelle Dualcore-Prozessor mit 1GB RAM und 4GB Flashspeicher sollte für die meisten Android-Anwendungen absolut ausreichen. Hinzu gesellen sich typische Standards wie WIFI (802.11 b/g/n), Bluetooth 4.0, Ethernet-Port, SD-Kartenslot, zwei USB 2.0-Anschlüsse, Speaker-Buchse und Mikrofon-Eingang.

Einiges an Software ist freilich vorinstalliert: KingSoft Office Suite für Textverarbeitung oder Tools zum Austauschen von Daten mit anderen Computern (PC, Mac, Tablets etc.) beispielsweise. Alles in allem soll man also ein stimmiges System zum schmalen Preis bekommen, mit dem man selbstverständlich spielen, Videos anschauen und flott im Internet surfen kann. Und soll. Genau das „Paket“ hat wohl schon jetzt viele Leute überzeugt. Denn die Verantwortlichen von ZeroDesktop sammeln bei Kickstarter aktuell 50.000 US-Dollar ein. Innerhalb kürzester Zeit wurde diese Summe bereits geknackt, die Finanzierung ist also erfolgreich.

Spricht euch dieser ansehnliche Komplettrechner, der fast an eine Spielkonsole erinnert, an, dann könnt ihr jetzt schon euer Geld vorschießen und euch so ein Exemplar sichern. 99 US-Dollar plus 30 Dollar Versandkosten müsst ihr einplanen – bei Kickstarter.com. Weitere Details gibt’s auch auf der offiziellen Webseite.

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Über Sven

Sven fasziniert seit über 20 Jahren das Spielen in jeder Form. Egal ob Videospiel oder die dazugehörige Konsole – Hauptsache, es blinkt, macht Geräusche und unterhält. Und vor allem sind es Gadgets, die ihn in den Bann gezogen haben. Vom asiatischen Handheld-Klon bis hin zum lebendig anmutenden Roboter – es gibt halt so viele tolle Sachen. Ihr findet den Autor unter anderem auch bei Google+ oder Facebook.


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Zuletzt aktualisiert: 17:23 Uhr

Ein Kommentar

  1. TI NO am

    Sieht mir stark nach einem OUYA „Nachzügler“ aus. Was durchaus nichts negatives ist. Ich finde es vielmehr toll, ARM Hardware im Heimkino / Desktop Bereich zu sehen. Preiswert, effizient und stromsparend. FÜr mich persönlich ist die Offenheit der Plattform von sehr großer Bedeutung.. da ich Dinge gern und oft zweckentfremde und ausreize. Zum glück hat man gerade bei dieser Art von Projekten dies meist vorrausgesetzt. Mehr vielfalt auf diesem Sektor ist auf jeden Fall ein klares Plus.

    Mfg

    Der Tino ;)

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  1. 27. März 2013 at 17:03