Modal VR

Virtual Reality-Erlebnisse in Fußball-Stadien

13. Oktober 2016 • 13:07 Uhr

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Völlig neue Möglichkeiten?! (Foto: Modal VR)

Das klingt unglaublich: Mit Modal VR sollen Virtual-Reality-Großereignisse mit zahlreichen Spielern gar kein Problem sein. Welche Möglichkeiten bietet die Technologie?

Modal VR wurde kürzlich von Nolan Bushnell vorgestellt. Der Gründer von Atari und Chuck E. Cheese möchte zumindest als Aufsichtsrat des Startups Virtual-Reality neu definieren. Denn Flächen von über 80.000 Quadratmetern Größe dürfen frei besucht werden. Das Holodeck aus „Star Trek“ könnte also tatsächlich Realität werden.

Das ist nötig. (Foto: Modal VR)
Das ist nötig. (Foto: Modal VR)

Riesige Welten

Modal VR besteht zum einen aus dem Headset, das ihr wie eine ganz normale VR-Brille tragt. Zusätzlich werden an euch Körpertracker an den Armen, Beinen und am Rumpf befestigt. Hinzu gesellt sich ein Fabricator. Das ist ein Mini-Computer, der schnurlos Kontakt zu euch und zum Hauptsystem aufbaut sowie nötige Daten transferiert. Das heißt: Modal VR verzichtet auf einschränkende Kabel. Sogar die besagten 80.000 m² können durch mehrere miteinander gekoppelte Modal VR-Systeme vergrößert werden.

Wozu soll das gut sein? Ihr dürft im Grunde in fiktiven Szenarien nicht nur alleine unterwegs sein, sondern auch mit anderen Teilnehmern, derzeit 10 Personen maximal,  interagieren. Dabei werdet ihr wohl auch präzise mit euren Gliedmaßen wahrgenommen. Es ist von Verzögerungen von unter 10ms die Rede, was Übelkeit hoffentlich gar nicht erst aufkommen lässt. Gedacht ist das System unter anderem für Freizeitparks, gut vorstellbar sind völlig neue Ideen Richtung Spielhalle, Lasertag und Co. Aber auch für Feuerwehrleute und Soldaten könnte das Konzept für Übungsszenarien verwendet werden.

Was kommt?

Nolan Bushnell hat seine Wurzeln aber nicht vergessen. In den Machinima Studios entstand eine Art „Pong“-Spiel auf einer Fläche von 280 m². Das würde ich doch gerne mal ausprobieren wollen. Ebenfalls wie das bei Modal VR entstandene „Mythic Combat“, bei dem wohl das Discus-Battle aus „Tron“ nachgebaut wurde – in einer gewaltigen VR-Landschaft. Wow.

Dennoch: Modal VR ist erst einmal eine Technologie mit einem theoretisch enormen Potential. Genutzt werden soll dieses von Firmen, die daraus Produkte für uns Endkunden entwerfen. Hoffentlich wird daraus wirklich etwas, was wir bald erleben dürfen.

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Über Sven

Sven fasziniert seit über 20 Jahren das Spielen in jeder Form. Egal ob Videospiel oder die dazugehörige Konsole - Hauptsache, es blinkt, macht Geräusche und unterhält. Und vor allem sind es Gadgets, die ihn in den Bann gezogen haben. Vom asiatischen Handheld-Klon bis hin zum lebendig anmutenden Roboter - es gibt halt so viele tolle Sachen. Ihr findet den Autor unter anderem auch bei Google+ oder Facebook.


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