Nintendo NX

Eine neue Konsole! Was steckt dahinter? Was erwartet uns?

17. März 2015 • 12:18 Uhr

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Werden sie jetzt alle ausgeschlachtet? (Foto: Nintendo)

Huch! Da kündigt Nintendo einfach mal so “nebenbei” eine neue Konsole an? Gut, erst 2016 sollen konrete Details zu der NX getauften Hardware verraten werden. Aber schon jetzt gibt’s einige vielversprechende Hintergründe.

Mehr als nur eine Konsole?

Das Club Nintendo-Bonussystem wird dieses Jahr weltweit eingestellt, im Herbst soll der Nachfolger an den Start gehen. Dieser entsteht bei dem japanischen Mobile Gaming-Unternehmen DeNA. Ziel sei es, einen plattformübergreifenden Dienst zu erschaffen, bei dem ihr Spiele-relevante Inhalte auf eurem Tablet, Smartphone, PC, 3DS, auf der Wii U und dem „dedizierten Spiel-System NX“ erhaltet. Geht von einem Angebot aus, das an das PlayStation Network oder Xbox Live erinnert – so hat es gegenwärtig den Anschein.

Ein Foto von der Pressekonferenz, auf der NX vorgestellt wurde. Namentlich bisher. (Foto: Nintendo)
Ein Foto von der Pressekonferenz, auf der NX vorgestellt wurde. Namentlich bisher. (Foto: Nintendo)

Moment! Was soll NX sein? Nintendo kündigte auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz diese neue Konsole an, die bereits jetzt als Wii U-Nachfolger gehandelt wird. Dieses Jahr sind keine Details zu erwarten, auf jeden Fall aber wird NX Bestandteil des hauseigenen, künftigen Ökosystems. Nur ob uns hier eine Virtual-Reality-Konsole oder gar ein Cloudgaming-Streamingplayer erwartet? Vielleicht eine „gewöhnliche“ Spielemaschine? Völlig unklar. Letztlich dürfte der Spielehersteller natürlich bemüht sein, aktuelle Trends aufzugreifen, sofern man nicht selbst mal wieder motiviert ist, Maßstäbe zu setzen. Mit der Wii konnte man zuletzt immerhin Bewegungssteuerung salonfähig machen.

Der Weg zum Smartphone oder Tablet von Nintendo?

Sicherlich könnte man jetzt wild spekulieren. Denn: Gemeinsam mit DeNA arbeitet Nintendo jetzt offiziell an Smartphone- und Tablet-Spielen, die die populären Lizenzen wie „The Legend of Zelda“, „Super Mario Bros.“ Oder „Metroid“ nutzen dürfen. Umsetzungen von den Nintendo-Konsolen sind nicht angedacht, sehr wohl aber spezielle Apps für die mobile Generation. Mehr im Stil des bereits erhältlichen „Pokémon Sammelkartenspiels„. Ein „Doctor Mario“ als „Candy Crush Saga“-Konkurrent vielleicht? Nur könnte dies nicht den Verdacht nahelegen, dass Nintendo NX ein Gaming-Smartphone oder ein Tablet für Spieler wird? Man bereitet sich auf diese neue Plattform mit diversen Apps für iOS, Android und Windows vor? Markt beobachten, analysieren, probieren, was läuft und was nicht? Persönlich halte ich das nicht für völlig ausgeschlossen.

Von offizieller Seite heißt es nur „dedizierte Spiel-Plattform mit einem brandneuen Konzept“, was alles bedeuten kann. Stationär oder mobil? Cloud oder starke Hardware? VR oder konventionell. Alles und nichts? Auf gewisse Weise ist es auch beruhigend für Fans, die mit der Ankündigung von Spielen für Smartphones und Tablets um das Ende von Nintendo – wie wir es kennen – bangen. Denn mit einer neuen Konsole verabschiedet man sich nicht vom Hardware-Business, der Hardcore-Gamer bleibt also im Visier. Wahrscheinlich.

Es geht weiter

Ich bin gespannt, was sich hinter NX verbirgt. Einen Wii U-Nachfolger würde ich begrüßen. Nur langsam weiß ich nicht mehr, womit mich Nintendo begeistern könnte. Das ist allerdings nicht tragisch, denn bezogen auf die letzten Jahrzehnte besaß das Unternehmen seine Höhen und Tiefen – und konnte immer wieder überraschen. Ich freu mich auf die Vorstellung. Und ja, auch auf die Smartphone-Spiele, die da kommen. Denn das ist nicht das Ende von Nintendo, sondern ich sehe das Bestreben, endlich mit der Zeit gehen zu wollen. Den Anschluss zu verpassen, ist für einen Konzern das Todesurteil. Und dieses wünsche ich mir von Nintendo auf keinen Fall – egal, ob ich nun die wertlose Plastik-Cashcow mit dem Namen amiboo furchtbar finde oder nicht. Ich hoffe inständig, dass der Einstieg in DeNA (man ist immerhin zu 10 Prozent an dem Studio beteiligt, DeNA besitzt wiederum 1,24 Prozent von Nintendo) nicht der Ausverkauf der legendären Spiele-Lizenzen bedeutet. Das Ausschlachten mit F2P-Konzepten und Ingame-Käufen dürfte dem Wert der Marken nicht gut tun. Das ist den Verantwortlichen bei Nintendo hoffentlich bewusst…

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