NUIA eyeCharm

Komplette Augenkontrolle mit Kinect für wenig Geld

14. März 2013 • 6:30 Uhr

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So sieht der Aufsatz für Kinect aus. (Foto: Kickstarter)

Zuletzt zeigte das deutsche Unternehmen 4tiitoo auf dem Mobile World Congress mit NUIA ein interessantes Konzept: Einzig mit euren Augen könnt ihr dank einer speziellen Software und einer Kamera Spiele steuern. Auf dem MWC 2013 war es „Fruit Ninja“, das mit Unterstützung des Tobii Eyetracker kontrolliert wurde. Das Eyetracking für reguläre Anwendungen und demnach auch Spiele soll nun  größere Verbreitung finden. Zum Beispiel bei Menschen, die bereits einen Kinect-Sensor für ihren Heimcomputer besitzen.

Mit NUIA eyeCharm stellte 4tiitoo kürzlich eine kostengünstige, aber eigenen Aussagen zufolge sehr gut funktionierende Lösung vor. Als Basis wird Microsofts Bewegungssteuerung genutzt, das durch ein Zusatzgerät dazu verwendet wird, Augenbewegungen quasi in Echtzeit aufzunehmen und mittels der entsprechenden Software auszuwerten.

NUIA eyeCharm ist dabei eine Art Adapter, der auf den Kinect-Sensor geschnallt wird. Fertig ist das Eyetracking-Zubehör für den Heimgebrauch. Kinect ist hierbei eine sinnvolle Wahl, schließlich kann die Hardware infrarotes Licht wahrnehmen und so unabhängig von Lichteinflüssen Augenbewegungen wahrnehmen. Mit der nötigen NUIA-Software sollen diese in Steuerungskommandos – für die Bedienung von Programmen oder vielleicht sogar Windows 8 – umgewandelt werden.

Auch Spieler soll NUIA eyeCharm ansprechen. Mit der Sprachsteuerung könnte die Peripherie neue Konzepte ermöglichen – sofern Entwickler entsprechende Games entwerfen und die Möglichkeiten nutzen. Aktuell sammelt 4tiitoo bei dem Crowdfunding-Portal Kickstarter 100.000 US-Dollar ein, um das Projekt abzuschließen. Schießt ihr mindestens 50 Dollar vor, erhaltet ihr ein Exemplar von eyeCharm. Bedenkt aber, dass ihr dennoch einen Kinect-Sensor benötigt.

Klappt es mit der Finanzierung, soll die Auslieferung im August 2013 beginnen. Gegenwärtig wurden über 25.000 US-Dollar erreicht – ganz schlecht sieht es also nicht aus. Aber ist das ein Wunder? Professionelle Eyetracking-Lösungen kosten gerne 1000 Euro und mehr. Zugleich wird übrigens die NUIA-Software nicht nur mit eyeCharm, sondern auch mit besagtem Tobii Eyetracker, dem puren Kinect, Leap Motion und anderen auf OpenNI-aufbauenden Geräten kompatibel sein. Diese Offenheit könnte im besten Fall dafür sorgen, dass genügend Entwickler auf den Eyetracking-Zug aufspringen. Denn wie so oft heißt es auch hier: Ohne Software/Spiele keine Anwender und damit keine Zukunft…

Weitere Details entnehmt ihr Kickstarter.com.

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Über Sven

Sven fasziniert seit über 20 Jahren das Spielen in jeder Form. Egal ob Videospiel oder die dazugehörige Konsole – Hauptsache, es blinkt, macht Geräusche und unterhält. Und vor allem sind es Gadgets, die ihn in den Bann gezogen haben. Vom asiatischen Handheld-Klon bis hin zum lebendig anmutenden Roboter – es gibt halt so viele tolle Sachen. Ihr findet den Autor unter anderem auch bei Google+ oder Facebook.


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Zuletzt aktualisiert: 14:11 Uhr

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