Occipital Bridge

Mit dem iPhone die Realität erweitern

13. Dezember 2016 • 12:11 Uhr

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Die Brille kann was. Zumindest theoretisch. (Foto: Occipital)

Steckt euer iPhone in diese Brille, um nicht nur einfach Virtual Reality zu erleben. Nein, dieses Headset projiziert Inhalte in reale Umgebungen.

Mixed Reality könnte den 2016er-Hype Virtual Reality nächstes oder übernächstes Jahr ablösen. Microsofts Hololens, aber auch andere Konzepte wie Project Alloy, Linq und Magic Leap zeigen, wohin die Reise geht. Denn nicht (allein) das Abtauchen in fremde Welten und Abschotten scheint für Unternehmen interessant zu sein, sondern das Erweitern der Realität. In diese Richtung geht auch Bridge von dem Startups Occipital.

Virtual Reality und Mixed Reality für iPhone

Nutzer von iOS-Geräten werden im Bereich VR ohnehin sehr vernachlässigt. Diese Tatsache nutzt Occipital. Denn für die hauseigene Brille Bridge benötigt ihr ein iPhone 6, 6s oder 7, das – ähnlich wie bei der Gear VR von Samsung – die Hauptberechnungen durchführt. Das Highlight ist der Structure Sensor, der auf der Apparatur platziert wird und in der Lage ist, in Echtzeit und extrem genau (1% Prozent Abweichung) Räume zu scannen. Möbel, Hindernisse und andere Objekte im Abstand zwischen 40 Zentimetern und 3,5 Metern werden wahrgenommen und können von der dazugehörigen App ausgewertet und berücksichtigt werden.

Mixed Reality mit dem iPhone. (Foto: Occipital)
Mixed Reality mit dem iPhone. (Foto: Occipital)

Berücksichtigt? Genau das ist das Highlight von Bridge: Abhängig von eurem Aufenthaltsort in einem Raum werden digitale Inhalte dargestellt. Das können Roboter auf dem Fußboden und ein fiktiver Bildschirm an der Wand sein. Leider beträgt die maximale Auflösung der virtuellen Projektionen 640 x 480 Pixel, was vermutlich beim Betrachten dieser auffallen dürfte. Dafür ist von Frameraten zwischen 30 und 60 Bildern pro Sekunde die Rede, die hoffentlich kein Motion Sickness aufkommen lassen. Der Betrachtungswinkel von Bridge wird mit 120 Grad angegeben – ein sehr guter Wert.

Ab März 2017 regulär erhältlich

Offiziellen Angaben zufolge soll sich Bridge auch wie eine reguläre VR-Brille nutzen lassen. Die Besonderheit bleibt der Fokus auf Mixed Reality. Eine Schnittstelle zur Unity-Engine soll es Entwicklern leicht machen, Anwendungen zu entwerfen. Selbst bietet Occipital Techdemos an, darunter einen intelligenten Bot für eure Wohnung. Der ist allerdings nur sichtbar, wenn ihr das Headset tragt.

Programmierer und Early Adopters können die Explorer Edition für rund 500 US-Dollar vorbestellen, Mitte Dezember beginnt die Auslieferung. Ab März 2017 möchten die Schöpfer die MR/VR-Brille für 400 US-Dollar veröffentlichen. Wenn das alles so klappt, wie es sich die Verantwortlichen vorstellen, wäre das schon überaus spannend und eine echte Konkurrenz zu den 300-US-Dollar-Brillen, die Microsofts gemeinsam mit Hardware-Partnern für Windows 10-basierte PCs nächstes Jahr anbieten möchte. Denn der Unterschied ist: Ihr benötigt keinen Rechner und könnt euch ohne Kabel völlig frei bewegen. Das erinnert gewiss nicht zufällig an Hololens, das jedoch sehr viel teurer ist.

Ein Bot für die Wohnung. Virtuell. (Foto: Occipital)
Ein Bot für die Wohnung. Virtuell. (Foto: Occipital)

Weitere Details – direkt bei Occipital.com.

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Occipital Bridge: Mit dem iPhone die Realität erweitern
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Steckt euer iPhone in diese Brille, um nicht nur einfach Virtual Reality zu erleben. Nein, dieses Headset projiziert Inhalte in reale Umgebungen.
Sven Wernicke
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