Oculus Rift & Gear VR

Bezahlbares VR für Samsung-Smartphones & unbeantwortete Fragen

25. September 2015 • 13:03 Uhr

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Gear VR - die günstige VR-Lösung mit Oculus-Unterstützung. (Foto: Samsung)

Oculus VR und Samsung rücken weiter zusammen, um Virtual Reality für die Massen anzubieten. Die mobile Gear VR-Brille wird günstiger und attraktiver. Und was wird mit der Oculus Rift?

Gear VR für Konsumenten

Schon vor zig Monaten vorgestellt und bereits für 200 Euro für ausgewählte Samsung-Geräte erhältlich, soll die VR-Peripherie ab November 2015 für 99 US-Dollar weltwelt verfügbar und mit allen Samsung-Smartphones dieses Jahres kompatibel sein. Genauer werden das Galaxy Note 5, das S6, das S6 Edge und das S6 Edge+ unterstützt. Keines der genannten Telefone kostet unter 500 Euro, sodass das Virtual-Reality-Vergnügen für Einsteiger trotzdem sehr teuer ausfällt.

Neues Modell, aber es benötigt ein aktuelles Samsung-Smartphone. (Foto: Samsung Mobile)
Neues Modell, aber es benötigt ein aktuelles Samsung-Smartphone. (Foto: Samsung Mobile)

Gegenüber dem früheren Gear VR-Modell ist die Endkundenfassung 22 Prozent leichter, genauer wiegt das gute Stück 310 Gramm. Ausgestattet ist das Zubehör mit Beschleunigungsmesser, Gyroskop, einem Touchpad für die Bedienung (ohne die Brille abnehmen zu müssen) und einem Sichtfeld von 96 Grad. Aber: Ohne Samsung-Smartphone ist das Teil nicht zu verwenden. Neu ist außerdem der Verzicht auf einen zweiten Gurt für den Hinterkopf, was das schnellere Aufsetzen und Abnehmen sicherstellen dürfte.

Auf der Oculus Connect 2. Zombies. (Foto: Samsung Mobile)
Auf der Oculus Connect 2. Zombies. (Foto: Samsung Mobile)

Software, die wohl kaum jemand braucht

Auf der Oculus Connect 2, der zweiten Hausmesse von Facebooks Oculus VR, gab sich nicht nur Samsung selbstbewusst und überzeugt davon, dass diese Brille VR in den Massenmarkt katapultiert. Auch Medienkonzern Fox möchte über 100 Filme für Gear VR anbieten. Netflix, Hulu, Vimeo und TiVo sowie sogar Twitch wollen ebenfalls VR-Apps zur Verfügung stellen. Mit Oculus Arcade sollt ihr mit Gear VR ab November auch diverse Spieleklassiker wie „Pac-Man“, „Gauntlet“, „Spy Hunter“ oder „Sonic the Hedgehog“ erleben. Ich brauche also Virtual Reality, um das alles konsumieren zu können, was ursprünglich nie auf VR ausgelegt war? Nunja.

Wozu braucht man Oculus Arcade? (Foto: Oculus VR)
Wozu braucht man Oculus Arcade? (Foto: Oculus VR)

Oculus VR kündigte immerhin Version 1.9 der SDK für Entwickler an, die ihre eigenen Anwendungen beisteuern können. Vielleicht kommt da mehr raus als nette, aber nüchtern betrachtet keine neuartigen Spielereien?

Was kostet die Oculus Rift?

Hersteller Oculus VR sparte sich dagegen Ankündigungen rund um die eigene VR-Lösung. Die Oculus Rift wird wie vorgesehen 2016 erscheinen. Zu einem noch unbekannten Preis. Auf den müssen wir wohl weiterhin warten.

Oculus Ready als neue Kennzeichnung für PCs. (Foto: Oculus VR)
Oculus Ready als neue Kennzeichnung für PCs. (Foto: Oculus VR)

Interessant dagegen ist, dass man tatsächlich bemüht ist, ein anderes Problem zu bekämpfen: die hohen Hardware-Anforderungen, die die Oculus Rift an einen PC stellt. Mit dem „Oculus Ready“-Programm sollt ihr sofort erkennen, wenn ein Rechner fit für VR ist. Asus, Dell und Alienware werden entsprechende Komplettrechner ins Sortiment aufnehmen. Das Ziel ist es, bei unter 1000 US-Dollar allein für den Computer zu bleiben. Ab dem 1. Quartal 2016 soll mit der Auslieferung geeigneter Rechner begonnen werden, als minimaler Anhaltspunkt werden 8GB RAM, ein Intel i5-Prozessor und eine Nvidia GTX 970 bzw. AMD 290 genannt.

VR-Spiele

In jedem Fall muss euer künftiger PC für Oculus Rift stark genug sein, auch um geeignete VR-Spiele wie „Battlezone“, „Gang Beast“ oder Epics „Bullet Train“ verwenden zu können. Letztgenannte Neuankündigung dürfte DIE Techdemo für Virtual Reality werden: Unreal Engine 4, Unterstützung für den Oculus Touch-Controller und natürlich schicke Effekte (Bullet Time, Teleportation, SciFi-Szenario) dürften den Anreiz für Early Adopters erhöhen. Und mit der „Minecraft“-Version für VR-Peripherie, die für den Frühling 2016 geplant ist, ist auch Microsoft im Boot, um den mittlerweile eigenen Kult im nächsten Trend-Business zu etablieren.

Was ist wiederum sehr eindrucksvoll finde: Oculus Medium, eine Art Bildhauer-Software für die Oculus Rift. Kreativität statt reines Entertainment. Da steckt noch enorm viel Potential in dem Ansatz.

Alles schön und gut, nur es bleibt dabei: Wer mit Oculus Rift in den qualitativ überzeugenden VR-Genuss kommen möchte, braucht einen aktuellen PC. Und das wird zusammen mit der Brille dann locker 1500 Euro kosten. Die Bestrebungen, hier den Preis durch geeignete Rechner zu drücken, ist dringend nötig, um die Attraktivität für potentielle Käufer zu steigern. Nicht ohne Grund setzt Oculus VR auf die Zusammenarbeit mit Samsung für Gear VR, quasi einer mobilen Light-Variante von Oculus Rift. Nur auch hier wird ein aktuelles Smartphone aus dem hohen Preissegment verlangt….

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