Oculus Rift

Vorbestellung ab sofort möglich! Das müsst ihr wissen!

6. Januar 2016 • 17:14 Uhr

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Staunen und so. Aber der Preis.... (Foto: Oculus VR)

Ursprünglich mal für den Herbst 2012 anvisiert, soll die VR-Brille Oculus Rift endlich im 1. Quartal 2016 erscheinen. Vorbestellungen sind ab sofort möglich, alle wichtigen Details bekommt ihr an dieser Stelle.

Oculus…was?

Oculus Rift ist mittlerweile der prominenteste Vertreter eines Bereiches, der 2016 für Aufsehen sorgen möchte. Virtual Reality-Brillen sind DER Trend des Jahres, obwohl der Grundgedanke schon einige Jahrzehnte alt ist. Sei’s drum: Mit der Kickstarter-Kampagne 2012 sorgten ein paar Erfinder für Aufsehen, das Wellen schlug. Denn Facebook schnappte sich die Idee sowie das gesamte Startup Oculus VR. Mit ausreichend Geldreserven ausgestattet, dauerte die Entwicklung an der Peripherie dann doch viele Monate länger, als geplant. Mehrere Entwickler-Kits wurden zur Verfügung gestellt, genauso verbesserte sich die verwendete Hardware fortlaufend. Und immer das Ziel vor Augen: Das Erlebnis, in virtuelle Welten eintauchen zu können, fortlaufend zu verbessern.

Sensoren für räumliche Ortung, Brille und Touch-Controller. (Foto: Oculus VR)
Sensoren für räumliche Ortung, Brille und Touch-Controller. (Foto: Oculus VR)

Längst ist Oculus Rift ein ganzheitliches System: Die eigentliche Brille enthält einen hochauflösenden Bildschirm, der eure beiden Augen mit Inhalten versorgt. In der Peripherie sind ebenfalls Kopfhörer mit virtuellem Surroundsound verbaut. Ein im Raum platzierter Sensor mit Infrarot-LEDs kann eure Bewegungen wahrnehmen, es wird also längst nicht nur das Schwenken eures Kopfes berücksichtigt – wie das zum Beispiel bei Gear VR der Fall ist. Von Haus aus dabei ist ein Xbox One-Controller zum Steuern von Spielen, in der zweiten Jahreshälfte erscheinen noch die Oculus Touch-Controller für eine bessere Navigation in VR-Szenarien.

Aber?

Ein Rundumsorglospaket für Technik-Enthusiasten? Ja, das möchte Oculus VR mit der Rift anbieten. Doch es gibt ein paar Haken, die nicht zu unterschätzen sind. Das für einige wohl größte Hauptproblem sind die Hardware-Anforderungen, die Oculus Rift (aber auch HTC Vive) an den PC stellt. Offiziell empfiehlt der Hersteller:

  • Prozessor: Intel i5-4590 oder besser
  • Grafikkarte : NVIDIA GTX 970 oder AMD 290
  • Speicher: 8GB RAM oder mehr
  • Video: Ein freier HDMI 1.3 Ausgang
  • USB Ports: 3x USB 3.0 Ports und 1x USB 2.0 Port
  • Betriebssystem: Windows 7 SP1 64bit oder neuer

Die Verantwortlichen beim Grafikkarten-Experte Nvidia behaupten sogar, dass nur ein Prozent aktueller PCs leistungsstark für VR sei, was allerdings mit einfachen Mitteln widerlegt werden kann – gut bei Mobilegeeks nachzulesen.

Ohnehin gilt: Theoretisch kann euer PCs auch langsamer sein, elementar sind ähnliche Werte und vor allem die erstaunliche Anzahl feier USB 3.0-Ports, da schließlich große Datenmengen zwischen Rechner und Brille übertragen werden müssen. Oculus VR empfiehlt übrigens einen 3D Mark-Benchmarkwert über 9000, was ggf. andere Konfigurationen bieten können – zum Beispiel übertaktete Prozessoren. Und: Könnt ihr auf Oculus Touch verzichten, genügen zwei USB 3.0-Ports (einer für den Sensor, einer für die Brille) sowie ein USB 2.0-Anschluss (Xbox Controller)

Hohe Anforderungen an VR. Das muss euch bewusst sein. (Foto: Oculus VR)
Hohe Anforderungen an VR. Das muss euch bewusst sein. (Foto: Oculus VR)

Eines dürfte auch klar sein: Bis zum Release der Oculus Rift werden viele Unternehmen passende Komplettrechner im Angebot haben. Für an die 1000 Euro werdet ihr etliche Lösungen erhalten, mit denen ihr in VR einsteigen könnt. Mehr zu den Anforderungen haben die Freunde von VRNerds übersichtlich aufgelistet.

Geschenke und mehr

Was schon überrascht: All diejenigen, die damals bei Kickstarter Geld für eine VR-Brille vorgeschossen haben und dadurch ein Entwickler-Kit erhielten, bekommen von Oculus VR eine finale Brille geschenkt. Eine wirklich feine Geste, die gewiss nicht uneigennützig ist. Denn die Early Adopters dürften den Hype um VR generell und Rift speziell überhaupt erst entfacht haben. Solltet ihr dagegen eine DK2 oder DK1 in der Vergangenheit regulär erworben haben, gibt’s keine Rabatte oder Vorteile. Nüchtern betrachtet wüsste ich auch gar nicht, wieso man das Recht darauf haben sollte. Nett wäre es höchstens gewesen, klar.

Die Touch-Controller kommeen später. (Foto: Oculus VR)
Die Touch-Controller kommeen später. (Foto: Oculus VR)

Seltsam mutet dagegen die Lösung an, die man sich für den Touch Controller einfallen ließ: Dieser erscheint wie gesagt später, kann aber ebenfalls vorbestellt werden. Diejenigen, die eine Oculus Rift ordern, dürfen sich auch zuerst einen solchen Controller vorab kaufen. Sollte jemand (sicherlich eher wider Erwarten) nur einen Touch Controller zulegen wollen, wird das wohl zumindest derzeit nicht klappen.

Ans Eingemachte

Zur Sache: Bestellt eine Oculus Rift, dann bekommt ihr die Spiele „EVE: Valkyrie“ und „Lucky’s Tale“ gratis, die ihr euch aus dem speziellen Oculus Store der Brille downloaden dürft. In Anbetracht des Preises von 599 US-Dollar bzw. 699 Euro (!) sind diese Boni sicherlich angenehme Dreingaben, zumal gerade erstgenanntes Game die VR-Möglichkeiten beeindruckend zeigen dürfte.

Gut zu wissen: Euer Konto wird erst belastet, wenn die Oculus Rift an euch verschickt wurde. Zu Beginn wird in 20 Länder geliefert bzw. in diesen Regionen soll die Brille zuerst in den Handel kommen. Weitere Märkte dürften später folgen.

Das bekommt ihr fürs Geld. (Foto: Oculus VR)
Das bekommt ihr fürs Geld. (Foto: Oculus VR)

Details bekommt ihr direkt auf der offiziellen Webseite, die Vorbestellung erfolgt im Oculus-Shop. Der ist gerade überlastet. Aber ob wirklich so viele zu Beginn zuschlagen? Der Preis. Meine Güte – das ist etwas zu viel, wenn ihr mich fragt. Auch wenn es dafür einen Sensor, den Controller, die Brille und eine kleine Remote gibt. Dazu kommen übrigens noch 42 Euro Versandkosten. Boah! Da hilft es nicht viel, dass ihr noch einen ansprechenden Kunststoff-Koffer zum Verstauen als Dreingabe dazu bekommt.

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Über Sven

Sven fasziniert seit über 20 Jahren das Spielen in jeder Form. Egal ob Videospiel oder die dazugehörige Konsole - Hauptsache, es blinkt, macht Geräusche und unterhält. Und vor allem sind es Gadgets, die ihn in den Bann gezogen haben. Vom asiatischen Handheld-Klon bis hin zum lebendig anmutenden Roboter - es gibt halt so viele tolle Sachen. Ihr findet den Autor unter anderem auch bei Google+ oder Facebook.


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5 Kommentare

  1. Copec am

    Habe das DK1 und dabei wird es wohl erst einmal bleiben. Hoffe das Vive weckt den Preiskampf, dann sehen wir weiter.

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  2. Also in frühstens 3 Jahren wird die Sache dann wohl interessant, bis man sich dochmal von seinem alten Rechenknecht verabschiedet hat und das Teil günstiger wird ;)
    Die Hardwareanforderungen gehen eigentlich noch. Zumindest den Prozessor und den RAM dürfte jeder halbwegs aktuelle Rechner verbaut haben. Erstaunlich aber, dass von einer Entwicklung für PS4 und Xbox One abgesehen wird, da Hardware „zu schlecht“.

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    • Sven am

      Ja, die Konsolen sind halt technisch recht weit hinter aktueller PC-Highend-Hardware. Aber Sony hat ja mit PlayStation VR schon ne Lösung am Start. Die wird zwar technisch sicher nicht so überragend wie Oculus Rift, aber vermutlich ausreichend, um zu beeindrucken.
      Aber ja – ein paar Jahre wird es schon dauern. Ist doch eigentlich bei so vielen Dingen so. Früher hab ich für meinen ersten DVD-Player auch 1500 Mark bezahlt. Und ein paar Jahre später schon gab es Player für ein paar Euro beim Discounter. Also sozusagen. :)

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  3. Leider doch teurer als vor einiger Zeit angesagt. Ich glaube da warte ich noch bis die Sache ausgereifter ist.

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