OTON X

Intelligente Konsole erstellt selbständig neue Spiele

25. August 2016 • 16:30 Uhr

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Eine neue Konsole? (Foto: EnGeniux)

Quasi unendlich viele Spiele, die auf Knopfdrück einfach generiert werden? Die Konsole OTON X verspricht ständigen Nachschub – solange ihr möchtet.

Moment mal! OTON? Da klingelt doch was. Richtig, denn bereits vor dreieinhalb Jahren wurde diese Spielemaschine von dem Unternehmen EnGeniux präsentiert. Damals war von 99 US-Dollar und dem gleichen Konzept die Rede. Ein dreiviertel Jahr später folgte eine Crowdfunding-Kampagne mit einem leicht veränderten Konzept, die bei Indiegogo gnadenlos scheiterte. 750.000 US-Dollar wollten die Schöpfer damals haben. Und jetzt also OTON X, für die der Verantwortliche Derrick Samuels „nur noch“ 25.000 US-Dollar bei Kickstarter einnehmen möchte. Mit dieser Summe soll die welterste „autonome“ Spielkonsole endlich fertiggestellt werden.

Im Inneren steckt keine Highend-Hardware. (Foto: EnGeniux)
Im Inneren steckt keine Highend-Hardware. (Foto: EnGeniux)

Zauberwort: Prozedurale Programmierung

Ähnlich wie bei dem aktuellen Hype-Titel „No Man’s Sky“ steht die prozedurale Programmierung im Fokus. Ihr wählt einige Parameter aus, die für euer gewünschtes Spiel relevant sind. Und abhängig von diesen generiert die Software unzählige Levels. Neue Strecken für ein Rennspiel, frische Szenarien für ein Beat’em’Up, weitere Parcours für ein Jump & Run – theoretisch ist alles möglich.

Beispiel für ein exklusives Game. (Foto: EnGeniux)
Beispiel für ein exklusives Game. (Foto: EnGeniux)

Das Herz von OTON X ist ein Linux-basierter PC, der die Berechnungen durchführt. Ein spezielles Interface ermöglicht euch eine leichte Navigation durch die Menüs. Und in Windeseile entstehen neue Herausforderungen für die OTON X-exklusiven Games. Das sind offensichtlich keine Mega-Blockbuster, was mehrere Gründe haben dürfte. Zum einen fehlt es an Unterstützung seitens prominenter Spieleentwickler, andererseits ist die Hardware nicht außerordentlich leistungsstark. Verbaut werden standardmäßig ein Intel Atom-Prozessor (Quadcore-Haswell CPU) mit Intel HD Graphics-GPU, 8GB RAM und eine 128GB SSD. Ein ebenfalls geplantes Ultra-Modell verfügt über einen Tegra K1 SoC von Nvidia und ist etwas schlechter ausgestattet, dafür preislich günstiger. Wieso sich diese Ausgabe dann Ultra nennt? Nunja.

Sehen wie typische Controller aus. (Foto: EnGeniux)
Sehen wie typische Controller aus. (Foto: EnGeniux)

Mediaplayer und mehr

Ansonsten soll OTON X ein Mediaplayer und durchaus auch Komplett-Rechner fürs Wohnzimmer sein, in erster Linie aber möchte man eben (Gelegenheits-)Spieler begeistern. Ob die sich für zufällig generierte Herausforderungen dauerhaft begeistern können? Mich persönlich reizt das nicht sonderlich. Und mit einem Startpreis von 300 US-Dollar für das Ultra-Modell sowie 400 US-Dollar für die Konsole mit Atom-Chip ist das alles nicht einmal sonderlich günstig.

https://www.kickstarter.com/projects/qquip/oton-x-the-first-artificial-intelligent-game-conso

Gefällt euch der Ansatz? Dann klickt euch direkt zu Kickstarter oder auf die offizielle Webseite. Ich befürchte ja, dass das wieder nichts wird. Liege ich falsch, soll mit der Auslieferung von OTON X sogar schon im November 2016 begonnen werden.

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Über Sven

Sven fasziniert seit über 20 Jahren das Spielen in jeder Form. Egal ob Videospiel oder die dazugehörige Konsole - Hauptsache, es blinkt, macht Geräusche und unterhält. Und vor allem sind es Gadgets, die ihn in den Bann gezogen haben. Vom asiatischen Handheld-Klon bis hin zum lebendig anmutenden Roboter - es gibt halt so viele tolle Sachen. Ihr findet den Autor unter anderem auch bei Google+ oder Facebook.


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Ein Kommentar

  1. Cyrille Rother am

    Ich finde die Idee gar nicht schlecht , wenn der Preis nicht so hoch wäre würde ich mir direkt eine kaufen .

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