Ototo

Musikinstrumente aus Obst und anderen Gegenständen basteln

3. Februar 2014 • 14:25 Uhr

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Ototo. (Foto: Dentaku)

Habt ihr ein paar Bananen parat? Oder einige Schüsseln mit Wasser? Vielleicht einfach nur ein paar Holzstücke? Bastelt doch aus diesen Dingen ein funktionierendes Musikinstrument! Ototo macht’s möglich!

Ein klein wenig erinnert mich das Konzept von Ototo an das von mir bereits letztes Jahr getestete MakeyMakey. Diesmal baut ihr aber keinen Game-Controller für euren Rechner, sondern ein Gerät, mit dem ihr musizieren dürft. Das Herzstück ist hierbei eine Platine mit 12 Anschlüssen für Tasten, die einer Oktave auf einem Synthesizer (oder Klavier) entsprechen. Über geeignete Kabel verbindet ihr diese mit leitfähigen Objekten, unter anderem einem Stück Metall oder Dingen, die Feuchtigkeit enthalten – eine Gurke zum Beispiel. Dadurch erhaltet ihr schon einmal die Grundfunktionalität und die Option, die Technik so zu verbauen, wie ihr mögt.

Doch Ototo hat noch mehr parat. Bis zu vier von aktuell sieben Sensoren könnt ihr an die Hardware stecken, um Musik zu verfremden, durch Potentiometer zu verändern oder gar die Intensität eures Pustens festzustellen. Letztgenanntes verspricht also das Nachbauen einer Flöte – wenn man möchte. Die Möglichkeiten sollen sehr vielfältig sein, aber: Ihr müsst schon eigene Ideen mitbringen, die britischen Erfinder geben euch in erster Linie die Basis für eure Kreativität in die Hand. Nebenbei erwähnt: Dank optionaler Batterie-Versorgung und integriertem Speaker könnt ihr auch schnurlose Instrumente bauen – eine praktische und flexible Sache.

Ototo möchte übrigens nicht nur eine schräge Spielerei sein. Dank OpenSource-Firmware und Kompatibilität zum MIDI-Standard kann man eigene Geräte auch professioneller verwenden. Ototo dürft ihr als Synthesizer oder Sampler einsetzen.

Auf bekannte Standards wie Arduino scheint Ototo nicht aufzubauen. Und ein Superschnäppchen ist die Hardware auch nicht. Bei Kickstarter sammeln die Macher aktuell 50.000 Britische Pfund ein. Ein Starterkit ohne Sensoren kostet 45 Pfund (55 Euro), die Komplett-Ausgabe mit allen sieben Sensor-Typen liegt bei umgerechnet rund 145 Euro. Das ist nicht wenig und scheint auch für eine verhaltene Begeisterung bei den potentiellen Geldgebern zu sorgen. Aber noch ist Zeit, die anvisierte Summe zu knacken. Wenn alles gut geht, sollen die ersten Ototo-Bausätze im Juni 2014 ausgeliefert werden.

Weitere Details erhaltet ihr bei Kickstarter und auf der offiziellen Webseite der Hersteller.

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Über Sven

Sven fasziniert seit über 20 Jahren das Spielen in jeder Form. Egal ob Videospiel oder die dazugehörige Konsole – Hauptsache, es blinkt, macht Geräusche und unterhält. Und vor allem sind es Gadgets, die ihn in den Bann gezogen haben. Vom asiatischen Handheld-Klon bis hin zum lebendig anmutenden Roboter – es gibt halt so viele tolle Sachen. Ihr findet den Autor unter anderem auch bei Google+ oder Facebook.


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Zuletzt aktualisiert: 14:27 Uhr

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