Ouya

Offene Android-Spielkonsole für unter 100 Dollar

4. Juli 2012 • 9:52 Uhr

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Das ist ein Konzeptentwurf. (Foto: TheVerge)

Es gibt bereits etliche Ansätze, wie man Googles mobiles Android-Betriebssystem an den heimischen Fernseher bringen kann, um auf großen HDTVs Spiele zu erleben. Die ersten Google TV-Geräte stehen in den Startlöchern, genauso diverse HDMI-Sticks, die dieses Jahr den Markt erobern wollen. Und so gesehen kann man mittlerweile auch die meisten Smartphones sowie Tablets problemlos an ein TV-Gerät neueren Datums anschließen. Dank Bluetooth- und USB- Controllern ist ein Spielgenuss so zumindest in der Theorie möglich. Trotzdem sind einige Branchenveteranen davon überzeugt: Die Welt braucht eine Android-basierte Spielkonsole. Der Name? Quova.

Ungewöhnlich hierbei: Namhafte Persönlichkeiten haben sich für diese Daddelkiste zusammengetan, um als Startup Quva in den Handel zu bringen: Der Designer Yves Behar („One Laptop Per Child“), der ehemalige Xbox-Chef Ed Fries, Amol Sarva von Peek, Peter Pharm von Color, IGN-Mitbegründerin Julie Uhrman und Muffi Ghadiali, der Amazons Kindle in den Handel brachte, sind an dem Projekt beteiligt.

Viele Informationen gibt es derzeit noch nicht, aber: Für 99 US-Dollar soll die Konsole in den Handel kommen und somit den Massenmarkt erobern. Hinzu kommen ausschweifende Optionen für Entwickler. Genügend Schnittstellen und Entwicklungswerkzeuge wollen die Erfinder anbieten. Dadurch möchte man nicht nur facettenreiche Software, sondern auch geeignete Spiele-Controller ermöglichen. Ansonsten dürfte uns eine Art kleiner Würfel erwarten, der an den Fernseher angeschlossen wird. Diejenigen, die sich die Konsole später normal kaufen, erhalten damit zugleich ein Dev-Kit – wenn sie wollen.

Interessant ferner: Sämtliche Spiele sollen kostenlos angeboten werden. Die Finanzierung? In-App-Käufe womöglich? Vorstellbar wäre für mich auch die Integration von Cloudgaming-Diensten wie Gaikai und OnLive – Ouya wäre damit also auch eine Streamingbox. Meine Glaskugel sagt mir genau das, und die Konsole wird auf den Tegra 3-Quadcore-Prozessor von Nvidia setzen. Wer wettet dagegen?

Update, 10.07.2012: War ja klar – Ouya landete bei Kickstarter. Die anvisierte Summe von 950.000 Dollar wurde bereits nach einem Tag geknackt. Rekordverdächtig. Und jetzt auch die Bestätigung der Technik: Tegra 3-Prozessor, 1GB RAM, 8GB Flash-Speicher, HDMI-Ausgang, USB 2.0-Anschluss, microSD-Slot, Bluetooth 4.0 und WIFI. Für unter 100 Dollar erhaltet ihr auch einen Controller dazu. Wollt ihr vorab eine ordern – dann ist das dank Schwarmfinanzierung auch bei Kickstarter möglich. Weitere Infos findet ihr dort. Ich habe mir schon eine „bestellt“…

(via TheVerge)

 

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Über Sven

Sven fasziniert seit über 20 Jahren das Spielen in jeder Form. Egal ob Videospiel oder die dazugehörige Konsole – Hauptsache, es blinkt, macht Geräusche und unterhält. Und vor allem sind es Gadgets, die ihn in den Bann gezogen haben. Vom asiatischen Handheld-Klon bis hin zum lebendig anmutenden Roboter – es gibt halt so viele tolle Sachen. Ihr findet den Autor unter anderem auch bei Google+ oder Facebook.


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Zuletzt aktualisiert: 23:52 Uhr

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