Parrot Bebop 2

Alltags-Quadrocopter für ambitionierte Flieger

25. November 2015 • 13:44 Uhr

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Version 2.0. (Foto: Parrot)

Die Bebop von Parrot geht in die zweite Runde. Die Bebop 2 klingt nach einer reizvollen Drohne für Freizeit, Spielerei und Filmerei.

Schon interessant: Sollte die Bebop noch ein Konkurrent zu den erfolgreichen Quadrocoptern von DJI darstellen, entwickelt sich die Bebop 2 in eine etwas andere Richtung. Mit einem Preis von 549 Euro (UVP) siedelt man sich in der preislichen Mittelklasse an – zu teuer für Einsteiger, aber zugleich weit entfernt von der 1000-Euro-Marke, bei der es bei DJI erst richtig losgeht. Dennoch bietet Parrot eine Menge fürs Geld, wie ich finde: Eine Flugzeit von beachtlichen 25 Minuten wird versprochen, gesteuert wird das gute Stück über Smartphone oder Tablet. Alternativ kann auch der Skycontroller (Black Edition) verwendet werden, der dadurch eine Flugreichweite von bis zu 2km ermöglicht – dank eines WIFI-Verstärkers.

Firest-Person-View ist auch möglich. (Foto: Parrot)
Firest-Person-View ist auch möglich. (Foto: Parrot)

Sensoren-Overkill

Den Machern der Bebop 2 war das Gesamtkonzept der Drohne wichtig: Ein leistungsstarker Prozessor wertet die Daten von sieben Sensoren aus (Drucksensor, 3-Achsen-Gyroskop, 3-Achsen-Magnetometer, Beschleunigungsmesser, GPS+GLONASS, Ultraschallsensor, Stabilisierungskamera), um so einen sicheren Flug zu garantieren. Beispielsweise nimmt die Stabilisierungskamera alle 16 Millisekunden ein Foto des Bodens auf und vergleicht diese mit einem früheren Bild, um so die Geschwindigkeit zu ermitteln. Flughöhe, Luftdruck, Neigungswinkel und dergleichen finden ebenfalls Berücksichtigung. Es heißt ferner, dass die Bebob 2 über einen einzigartigen Autopiloten verfügt, der für Stabilität und Manövrierfähigkeit sorgt.

Schickes Teil. (Foto: Parrot)
Schickes Teil. (Foto: Parrot)

Kamera inklusive

Und die Bebop 2 hat noch mehr zu bieten: Fest verbaut ist eine Full-HD-Kamera mit Fisheye-Effekt, die durch eine digitalen 3-Achsen-Stabilisierung in Position gehalten wird. Der 2700mAh starke, wechselbare Akku hält besagte 25 Minuten, was in dem Bereich auf jeden Fall sehr gut ist. Dabei werden Geschwindigkeiten von 21km/h (vertikal) bzw. 60km/h (horizontal) erreicht.

Regulär kann sich die Bebop 2 bei einer stabilen WIFI-Verbindung bis zu 300 Meter von euch entfernen. Und sollte mal der Saft ausgehen, müsst ihr euch nicht sorgen: Zum einen ist das Gehäuse durch Glasfaser verstärkt, zum anderen gibt’s bruchsichere Füße und allerlei Notfall-Systeme sowie eine automatische Heimkehrfunktion.

Nicht zufällig ist gewiss auch, dass Parrot in der Pressemeldung mehrfach das Gewicht erwähnt: Die Bebop 2 wiegt 500 Gramm und dürfte sich damit an einer nicht irrelevanten Grenze befinden. Denn das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur möchte neue Regelungen einführen, die Drohnen ab einem halben Kilogramm betreffen. Da ist dann von „Flugführerschein“ und Verboten in bestimmten Gebieten die Rede – zumindest beim gewerblichen Betrieb. Im schlimmsten Fall wäre die Bebop 2 bei der Sichtweite betroffen, hier wird die Grenze für den privaten Gebrauch bei 100 Metern liegen – Parrots Spitzen-Quadrocopter schafft von Haus aus mehr.

Ab dem 14. Dezember 2015 wird die Bebop 2 in die Onlineshops kommen – für erwähnte 549 Euro. Für 949 Euro (UVP) bekommt ihr den Flieger zusammen mit dem Skycontroller. Ab Januar 2016 beginnt der Verkauf im Einzelhandel.

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