Pianocade

Arcade-Synthesizer für Chiptune-Melodien

23. August 2012 • 8:38 Uhr

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Pianocade - so sieht der Retro-Synthesizer aus. (Foto: Pianocade.com)

Die legendären Spieleklassiker aus der 8bit-Ära (C64, NES, Gameboy…) leben heutzutage nach wie vor weiter – dank des visuellen Charmes, aber auch durch die sogenannte Chiptune-Musik. Die vom Computer erschaffenen Düdel-Klänge erfreuen sich unverändert großer Beliebtheit – auch im professionellen Business. Pianocade bringt für Komponisten und Hobby-Musikanten diese synthetischen Geräusche zurück in die Gegenwart, ohne dabei den Arcade-Ursprung zu verleugnen.

Pianocade ist ein Synthesizer, der absichtlich wie ein merkwürdiger Controller aussieht. Etliche Buttons, ein Analogsticks und ein paar Schalter erinnern mehr an das Armaturenbrett eines Spielautomaten, doch letztlich sollt ihr mit dem Gerät besagte Chiptune-Musik erschaffen. Die Macher versprechen, dass ihr Melodien produziert, die an alte NES- und Gameboy-Spiele erinnern, was an der verbauten (OpenSource-)Technik liegt. Unter anderem wird ein 4bit D/A-Wandler verwendet.

Auf wichtige Aspekte verzichtet Pianocade nicht. So verfügt der Synthesizer über einen üblichen MIDI-Anschluss (Ein/Aus/Durchschleifen), eine noch experimentelle USB MIDI-Verbindung, einen integrierten 5-Watt-Speaker, Kopfhörer-Buchse, Line-Out und einen Stromadapter.

Hobbybastler können dank der offenen Struktur von Pianocade selbst Hand an die Firmware oder gar die Hardware legen, alle anderen verwenden das witzig ausschauende Ding als regulären MIDI-Controller zum Erstellen von Retro-Mucke. Aber schaut euch mal an, was das Ding alles bietet.

Später soll sogar eine Software-Aktualisierung folgen, mit der ihr Pianocade als Game-Controller verwenden könnt. Aber das sieht mir nicht ganz so bequem aus.

Ob Pianocade günstig ist, kann ich trotz meines Interesses aufgrund fehlender Kenntnisse  in diesem Bereich nicht einschätzen. Die Version mit zwei Oktaven kostet rund 260 Euro, die Alternative mit einer Oktave etwas über 200 Euro. Und genügt euch ausschließlich die Technik, dann zahlt ihr für diese gar nur 80 Euro. Hergestellt wird das Instrument in Kanada – von dort wird es auch nach Deutschland geliefert. Klar, hier kommen noch Versandkosten dazu.

Weitere Details zu Pianocade entnehmt ihr der offiziellen Webseite. Dort ist eine Vorbestellung möglich. Rechnet mit Wartezeiten von acht bis 12 Wochen, denn die Erfinder stellen nur so viel her, wie geordert wird. Verständlich.

(via technabob & pianocade)

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Ein Kommentar

  1. Marco am

    Sieht ja echt genial aus, Chip-Tune Musik hat was ganz Eigenes, an die Musik erinnert man sich noch nach 20 Jahren, heutzutage ist das Hintergrundgedudel längst nicht mehr so ikonisch wie damals.

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  1. 23. August 2012 at 11:08