Pico Cassette

Spielmodule für moderne Smartphones

21. September 2015 • 15:04 Uhr

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Ein kleines Modul mit einem Smartphone-Spiel drauf. (Foto: Pico Cassette)

Zurück zu den Wurzeln der Videospiele? Die Pico Cassette bringt das gute, alte Cartridge klassischer Spielkonsolen zum Smartphone. Wozu eigentlich?

Die Pico Casette ist ein kleines Stück Plastik, das sehr an ein Gameboy Advance-Spielmodul erinnert. Offensichtlicher Unterschied ist ein Port zum Einstecken in den Kopfhöreranschluss eines modernen Smartphones. Ist die „Kassette“ eingestöpselt, sollt ihr offensichtlich dank einer dazugehörigen App genau ein Spiel erhalten, das sich auf diesem Modul befindet. Zumindest wird euch dies suggeriert.

Flappy Bird auf Modul? Wozu? (Foto: GameDrive)
Flappy Bird auf Modul? Wozu? (Foto: GameDrive)

Flappy Bird auf Modul

Ja, letztlich möchte die Pico Cassette vom gleichnamigen Startup das klassiche Gefühl früherer Konsolen Smartphone-Generation zurückbringen. Angeboten werden sollen diverse Klassiker, ein paar exklusive Entwicklungen und Umsetzungen vorhandener Apps. Als Beispiels wurde auf der Tokyo Game Show „Flappy Bird“ gezeigt. Doch genau das lässt die Frage aufkommen: Wieso sollte jemand Geld für eine Modul-Version einer Gratis-App ausgeben wollen?

Pico Cassette will das Sammeln von Spielen wieder attraktiv machen – in einer Zeit, in der man sich aus den Appstores unzählige Spiele lädt und diese womöglich gar nicht mehr zu schätzen weiß. Zwischen umgerechnet 11 und 15 Euro soll eine solche „Kassette“ kosten, in Japan möchte man diese Spiel-Module regulär in den Einzelhandel bringen. Ob es diese auch nach Europa schaffen? Womöglich via Import.

Echt jetzt?

Tja, nicht alle Ideen sind besonders gut. Mag ja ein netter Spaß sein, Smartphone-Spiel auf Modul mit Handbuch und Packung zu kaufen, doch sollen wir künftig wieder zig Module mit uns herumschleppen, wenn wir etwas spielen wollen? Davon ab ist gerade das Verwenden der Apps doch das, was ein heutiges Mobiltelefon ausmacht. Jetzt gezwungenermaßen wieder zig Jahre die Zeit zurückzudrehen – zumindest ich sehe keinen Sinn darin. Die ersten Spielmodule sollen mittels Crowdfunding fianziert werden. Spätestens dann erfahren wir, ob sich genügend potentielle Käufer für dieses Retro-Gadget finden.

So sieht das Modul aus. (Foto: aplista)
So sieht das Modul aus. (Foto: aplista)

Leider gibt’s aktuell eine noch ziemlich leere Webseite, direkt beim Hersteller kann man sich in Japanisch für einen Newsletter anmelden. Nunja…

(via & via & via; danke an Chris für den Hinweis)

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