Pixelstick

Der Zeichenstab für faszinierende Lichtmalereien

1. November 2013 • 12:11 Uhr

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Wie kommt die Welle in die Fotografie? (Foto: Kickstarter)

Wozu ist eigentlich die Langzeitbelichtung bei einer Fotokamera gut? Zum einen, um auch bei geringem Licht noch gute Ergebnisse zu erzielen. Und zum anderen, um Bewegungsabläufe auf einem Foto einfangen zu können. Bei der sogenannten Lichtmalerei (international: Light Painting) ist genau dies der Trick: Es werden die Bewegung einer oder mehrerer Lichtquellen auf einem einzigen Foto festgehalten. Wer dies gut beherrscht, kann ganz erstaunliche Ergebnisse erschaffen. Vor allem, wenn man sich zusätzlich so praktischen Hilfsmittel wie dem brandneuen Pixelstick bedient.

Erdacht wurde der Pixelstick von dem kleinen New Yorker Unternehmen Bigbanger Labs, das seine Erfindung in aller Bescheidenheit als die nächste Evolution der Lichtmalerei anpreist.

Im Grunde handelt es sich dabei einfach nur um zwei 90 Zentimetern langen Aluminium-Stangen, an denen insgesamt 198 LEDs angeschlossen sind. Hält man die zusammengesteckten Stangen nun vor die Kamera und bewegt sich langsam von rechts nach links, kann man schon allein dadurch eine nette Lichtwelle auf einem Foto erzeugen.

Das war alles? Nein, der Pixelstick kann noch mehr. Er verfügt zudem über eine Controller-Box mit einem SD Card-Anschluss. Über die Box können (z.B. via Photoshop erstellte) Bilder von der SD-Karte geladen, angepasst und über die LEDs dargestellt werden. Von unten nach oben lassen sich somit also insgesamt 198 Pixel darstellen. Um eine Grafik aber auch von links nach rechts darstellen zu können, wechseln die Pixel nach einer selbst vorgegebenen Geschwindigkeit durch, weswegen ihr euch „nur“ noch synchron dazu bewegen müsst, um komplette Grafiken auf eine Aufnahme zu bekommen. Alternativ ist es natürlich möglich, lauter Einzelbilder zu schießen, welche dann im Zeitraffer eine (hoffentlich) gelungene Animation ergeben.

Wer diese Ausführungen nun noch nicht so ganz verstanden hat, sollte sich das folgende Video ansehen. Der Rest von euch natürlich auch…

Wer sich den Pixelstick nach Hause holen möchte, sollte bei der derzeitig laufenden Kickstarter-Kampagne teilnehmen. Allerdings wird dies kein ganz billiger Spaß, denn um einen Pixelstick zu erhalten, müsst ihr insgesamt 360 US-Dollar investieren. Die Hobby-Fotografen unter euch sind es aber ja wohl eh gewohnt, für neues Equipment recht tief in die Tasche zu greifen, weswegen euch dieser Betrag kaum schrecken dürfte?

Alle weiteren Details zu der Crowdfunding-Aktion bzw. zum Pixelstick selbst erfahrt ihr bei Kickstarter.com sowie Bitbangerlabs.com.

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Über Matthias

Seit Klein-Matthias Mitte der (19)80er erstmals auf den Grünbildschirm eines Schneider Amstrad CPC 464 blickte, ist er den virtuellen Welten verfallen. Seitdem hat er haufenweise Joysticks, GamePads, Handhelds, Gitarren, Angelruten, Rasseln und sonstigen Technik-Schnickschnack in den Händen gehalten und freut sich auch heutzutage noch über jedes neue (oder auch gebrauchte) Gadget, das sich in seine Griffnähe wagt.


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Zuletzt aktualisiert: 12:12 Uhr

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