Plantronics GameCom Commander

(Maßlos überteuertes?) Gaming-Headset für Profi-Gamer

Sven • 17. August 2012 • 0:01 Uhr
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Das GameCom Commander: Riesig, limitiert und schweineteuer (Foto: Plantronics)

Das GameCom Commander: Riesig, limitiert und schweineteuer (Foto: Plantronics)

Bei Plantronics sind wohl einige Mitarbeiter der Meinung, dass „professionelle Gamer“ auch über genügend Kleingeld verfügen. Denn das auf der gamescom 2012 vorgestellte Headset GameCom Commander kostet 299 Euro (UVP), kommt im September in den Handel, ist limitiert und speziell für diese genannte Zielgruppe gedacht.

Ein Blick auf die technischen Angaben lässt ihn mir die Frage aufkeimen, wieso das GameCom Commander so teuer sein muss. Verwendet wird ein stabiler Kopfbügel, der für einen optimalen Sitz sorgen soll. Versprochen werden uns ferner ein kräftiger 7.1 Surround-Sound (Dolby Pro Logic IIx und Dolby Headphone) und eine eigenen Aussagen zufolge erstklassige Geräuschisolation.

Angeschlossen wird das Gamingheadset via Klinken-Stecker oder USB – auch an Tablets oder Smartphones.

Durch die robuste Bauweise und hochwertige Materialien soll sich das GameCom Commander für häufige Einsätze in den verschiedensten Gaming-Lebenslagen bestens eignen. Kopfbügel mit Klettbandstreifen ermöglichen eine Individualisierung, eine Tasche zum Verstauen liegt dem Lieferumfang bei. Genauso etliche nötige Kabel.

Verbaut werden zwei 40mm-Treiber, beim Anschluss über USB kommt die integrierte Soundkarte zum Einsatz. Und eine eingelaserte Seriennummer verdeutlicht, wie selten das GameCom Commander ist/sein soll.

Nur ganz ehrlich: Ich verstehe den überaus hohen Preis nicht. Die Produktbeschreibung auf der offiziellen Webseite hat keine Alleinstellungsmerkmale zu bieten, der hier verlinkte Trailer überzeugt mich noch weniger. Denn: Das Headset sieht nicht einmal besonders attraktiv aus. Sind also „professionelle Gamer“ so leicht zu verarschen? Oder steckt mehr hinter dem Produkt, als es Plantronics selbst anzugeben vermag? Die geschätzten Kollegen von Neuerdings loben ja die hervorragende Lärm-Abschirmung. Aber rechtfertigt das echt 300 Euro?

Über Sven

Sven fasziniert seit über 20 Jahren das Spielen in jeder Form. Egal ob Videospiel oder die dazugehörige Konsole - Hauptsache, es blinkt, macht Geräusche und unterhält. Und vor allem sind es Gadgets, die ihn in den Bann gezogen haben. Vom asiatischen Handheld-Klon bis hin zum lebendig anmutenden Roboter - es gibt halt so viele tolle Sachen. Ihr findet den Autor unter anderem auch bei Google+ oder Facebook.

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4 Kommentare

  1. Kai
    sagte am 18. August 2012 um 19:08 Uhr (#)

    Sven, es ist nicht leicht das richtige Headset zu finden, aber wenn man es einmal hat, dann lernt man es lieben. Geht es dann nach drei oder vier Jahren kaputt, dann muss man sich auf die mühevolle Suche begeben und ein neues Auftreiben.
    Das Gamecom ist kein super Hingucker, es ist auch kein Prollo-Teil mit Diamanten oder Goldaufsätzen. Aber die Verarbeitung ist überdurchschnittlich gut und wenn es stimmt, dass das Headset aus der „specials division” stammt, dann hält das Teil 10 Jahre problemlos durch.

    Aber klar, wer denkt heute an die Zukunft, wenn er jetzt 300 Euro ausgeben muss. In diesem Sinne – carpe diem.

  2. Sven
    sagte am 18. August 2012 um 23:08 Uhr (#)

    Kai, ja, ich stimme dir zu – es ist keine Leichtigkeit, ein passendes Headset zu finden. Ich selbst hatte schon häufiger mal ein Plantronics getestet und fand die an sich ganz ordentlich. Mein jetziges ist auch eines. Unabhängig davon bin ich in diesem Fall skeptisch: 300 Euro für ein Headset, was jetzt technisch betrachtet (Speaker z.B.) kein neuer Maßstab ist. Einzig Verarbeitung und angeblich militärischer Ursprung (Marketing-Blabla oder Wahrheit?) sollen den Preis rechtfertigen? Irgendwo erscheint mir das subjektiv betrachtet zu wenig.

    Aber gut – im Vergleich zu den aktuellen Call of Duty-Headsets überzeugt mich dieses Headset trotz der unattraktiven Optik (ich mein, ich sitze mit dem Headset vorm Rechner und nicht im Hubschrauber :D ) mehr an. Liegt aber sicher auch daran, dass ich einige Plantronics-Headsets kenne….

    So oder so: Für 300 Euro komme ich vermutlich auch auch über 10 Jahre mit günstigen Headsets. Brauch dann nur 3-4 Stück. :)

  3. Kai
    sagte am 19. August 2012 um 13:08 Uhr (#)

    Ich hab ein Gamescom 780. Völlig ausreichend, aber offene Bauweise.
    Angeblich ist der Gewinn an diesem headset minimal, da nur Premium-Komponenten verbaut wurden.
    Weder Du noch ich sind Zielgruppe für dieses Headset.
    Die Geräuschdämmung ist überdurchschnittlich gut, auch im Vergleich zu den vielen bekannten anderen, der Tragekomfort exzellent, selbst mit Brille. Für mich ein wichtiger Faktor. Ich kaufe es mir, wenn es erscheint – sobald mein altes Futsch ist ;)

  4. Sven
    sagte am 19. August 2012 um 23:08 Uhr (#)

    Hehe, das 780 hab ich auch. Testmuster, hm? :)

    Naja, ansonsten….”angeblich” trifft es doch recht häufig. Plantronics ist uneigennütig und möchte nur DAS BESTE für die Spieler. Schon klar. :) Ich will ja auch nur sagen: Ich zweifle nicht einmal an der Qualität des Produktes an sich, nur stelle ich mir die Frage: Wer soll das kaufen? Die Frage stelle ich mir aktuell vor allem bei Gamingheadsets oder gar die 300 Euro-Tastaturen von Razer und Mad Catz. Profi-Spieler? Ob die wirklich solchen “Schnickschnack” benötigen? Das ist doch – wie in vielen Bereichen – kaum mehr, als das Suggerieren von Bedürfnissen und Notwendigkeiten.

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  1. 20. August 2012 um 13:08

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