Pleo rb

Der Minidinosaurier von Klein Robotics

17. Februar 2012 • 10:10 Uhr

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„Ohhhhh, ist der niedlich!“ Der Pleo rb von Klein Robotics ist schon ein zuckersüßes Monstrum. Der Mini-Dinosaurier sieht auf den ersten Blick wie ein knuffiges Merchandise-Spielzeug aus Jurassic Park aus, aber im Inneren des Haustieres steckt mondernste Technik – und kein Füllstoff aus einem gewöhnlichen Kuscheltier.

Pleo rb stammt von Caleb Chung, der vor Jahren mit den interaktiven und an sich ziemlich hässlichen Furbys für Aufsehen sorgte. Der Pleo Reborn, kurz Pleo rb, ist eine technologische Fortentwicklung und basiert auf aktueller Sensortechnik und einer gewissen KI. Diese nennt Chung beziehungsweise der hiesige Vertrieb Life From Operation Systems. Dieses haucht dem Langhalssaurier Camarasaurus sozusagen Leben ein.

Pleo rb soll in der Lage sein, nahezu perfekt und ohne Fernbedienung seine Umgebung wahrzunehmen. Er empfängt Geräusche, reagiert auf Berührungen und kann sich beispielsweise in der eigenen Wohnung orientieren. Er bewegt sich frei umher, simuliert das Fressen von Futter, verfolgt Ereignisse und kann die Stimme seiner Besitzer erkennen. So heißt es. Nach der virtuellen Geburt wird Pleo rb erwachsen: Er lernt mit der Zeit das Stehen und später das Zählen, kann sich später verbeugen oder singen und tanzen. Auf Wunsch nennt er auch die aktuelle Uhrzeit oder die gegenwärtige Temperatur.

 

Vorsicht ist allerdings immer geboten: Wer seinen Dino schlecht behandelt, der sorgt für Verstimmungen und gar Krankheiten. Überfüttern mit zu vielen Leckerlis ist auch möglich. Und im zunehmenden Alter wird der Pleo rb langsamer und verschlafener. Wie ein Gremlin aus dem gleichnamigen Kultfilmen sollte man ihn eh pünktlich Nahrung geben oder ihn nicht zu lange in der Kälte herumwuseln lassen. Pleo verwandelt sich dann zwar nicht in ein mordendes Ungetüm, aber er könnte Depressionen bekommen, sich erkälten oder was auch immer…

Diese Zusammenführung von Hightech und Motoren hat allerdings seinen Preis. Der Hersteller verlangt unverbindliche 449,99 Euro. Damit ist es quasi zu teuer für zerstörende Kinderhände und auch eine ganze Ecke happiger als ein Hamster im Laufrad. Oder ein gutes altes Tamagotchi. Dafür ist jeder Pleo rb einmalig, was ein Personalausweis beweisen soll. Diese RFID-Karte ermöglicht das Geben eines individuellen Namens, auf  den das Urzeittier zukünftig hören soll. Im stolzen Preis inbegriffen sind übrigens Futter und Medizin – zumindest Nachbildungen davon. Denn nach wie vor lebt der Pleo rb nicht wirklich.

Bestellen kann man Pleo rb auf der Webseite des Herstellers. In Japan ist das Vieh seit Oktober 2011 erhältlich.

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