Power Play Digital

Comeback des Spielemagazins als eMag

13. Februar 2014 • 0:30 Uhr

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Die Power Play kehrt wieder zurück. (Foto: powerplaydigital.com)

Die damals einmal berühmte Spielezeitschrift Power Play kehrte Ende 2012 dank der Chip Digital GmbH als Chip Power Play zuerst einmalig zurück. Im April des letzten Jahres hieß es noch, dass die gedruckte Mischung aus Retro und modernen Spiele-relevanten Inhalten quartalsweise in den Handel kommen sollte. Lange hielt sich das Magazin nicht, denn Chip stampfte das Magazin ein. Spieleredakteur-Veteran Heinrich Lenhardt lässt sich von dem mangelnden Interesse der Leser nicht beirren. Mit weiteren Urgesteinen möchte er die Power Play Digital etablieren.

Hinter Power Play Digital verbirgt sich wohl ein Konzept, mit der auch die GEE schon scheiterte. So soll uns hier vermutlich noch 2014 ein digitales Magazin für Tablets mit iOS und Android erwarten. Die Zielgruppe ist eigenen Aussagen zufolge die „Generation Power Play“, also Leser jenseits der 30.  Und da wären wir also bei den gleichen Leuten, die schon die Chip Power Play oder besagte Gee (egal ob als Printausgabe oder elektronische Variante) kaufen sollte.

Sicherlich ist der finanzielle Aufwand für die Power Play Digital niedriger, als würden Heinrich Lennart, Anatol Locker und gewiss weitere bekannte Autoren früherer Tage ein reguläres Magazin in die hiesigen Zeitschriftenläden bringen wollen. Nur ich frage mich ernsthaft, ob der Markt für solch ein spezielles Format überhaupt groß genug ist, um die Kosten zu decken, die man auch für die journalistische Arbeit, das Layout, Distribution und Marketing aufbringen muss. Sicherlich mögen ältere Gamer dank Job viel einfacher als früher in der Lage sein, beispielsweise 5 Euro in ein eMag zu investieren. Doch sind sie dazu bereit? Gewillt? Motiviert? Ich bin skeptisch.

Die Ankündigung der Power Play Digital kann auch nicht gerade als ansprechend bezeichnet werden. Ein paar Infohäppchen auf der offiziellen Webseite, die nach nichts aussieht? Willkommen in den 1980ern? Ach, halt..da gab es noch kein WordPress. Versteht mich nicht falsch: Ich wünsche den Senior-Redakteuren das Beste – sie haben sicherlich nach wie vor eine treue Fangemeinde. Nur da muss schon deutlich mehr kommen als das, was bisher verraten wurde. Sonst sehe ich da gar keine Zukunft.

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